Schätze (Gedanken über Reichtum)




Es gibt Schatzsucher, die alles geben, um einen Schatz zu finden. Begehrt sind Gold, Silber und andere Kostbarkeiten. Meistens ist die Suche erfolglos, manchmal schlägt das Glück zu. Lottospieler suchen ebenso Schätze, die meist nicht gefunden werden.




Und wenn mal einer gewinnt, ist die Reichtumseuphorie recht schnell verflogen oder das Geld schnell verprasst. Ich glaube. ein gewisses Sehnen nach Reichtum erleben wir alle gelegentlich.


Ist das Streben nach Reichtum gut oder schlecht?


Diese Frage kann nicht mit einem klaren JA oder NEIN beantwotet werden, denn dies hängt von der Art und Weise des Umgangs mit dem Reichtum ab.


Hier einige Negativ-Beispiele zum Thema Reichtum aus der Heiligen Schrift:


Hier spricht Jakob (der Bruder Nephis) zum Volk:
... Buch Mormon 2. Nephi 9:30, 42 ... um 559–545 v. Chr.


Aber weh den Reichen, die reich sind an weltlichen Dingen. Denn weil sie reich sind, verachten sie die Armen und verfolgen sie die Sanftmütigen, und ihr Herz hängt an ihren Schätzen; darum ist ihr Schatz ihr Gott. Und siehe, ihr Schatz wird mit ihnen auch zugrunde gehen.

Und wer anklopft, dem wird er öffnen; und die Klugen und die Gelehrten und die, die reich sind, die sich aufblasen wegen ihrer Gelehrsamkeit und ihrer Klugheit und ihrer Reichtümer—ja, sie sind es, die er verachtet; und wenn sie dies alles nicht abwerfen und sich vor Gott als töricht erachten und in die Tiefen der Demut hinabsteigen, wird er ihnen nicht öffnen.


Ich glaube, der Knackpunkt in diesen Versen ist nicht unbedingt der Reichtum selbst, sondern das an dem Schatz hängende Herz. Diese Tatsache macht den Schatz zum Gott. Hinzu kommt die Verachtung der Armen und das "sich aufblasen" wegen dem Reichtum.


Hier spricht Nephi, der Sohn Lehis:
... Buch Mormon 2. Nephi 28:15 ... um 559–545 v. Chr.


O die Weisen und die Gelehrten und die Reichen, die im Stolz ihres Herzens aufgeblasen sind, und alle, die falsche Lehren predigen, und alle, die Hurerei begehen und den rechten Weg des Herrn verkehren. Wehe, wehe, wehe sei ihnen, spricht der Herr, der Allmächtige Gott, denn sie werden zur Hölle hinabgeworfen werden!


Auch hier ist sicher nicht Reichtum der störende Faktor, sondern vielmehr der Umstand, u.a. wegen des Reichtums im Stolz des Herzens aufgeblasen zu sein.


Nach dem Tod bzw. nach dem direkten Übergang Almas in die Unsterblichkeit, sind Helaman und seine Brüder nach Kriegen, Spaltungen und Unruhen im Land damit beschäftigt, die Kiche unter dem Volk Nephi wieder aufzurichten. Doch es entstand ein Zwist unter dem Volk und sie wollten den Worten Helamans und seiner Brüder keine Beachtung schenken. Im folgenden Vers wird der Grund für dieses Verhalten genannt:
... Buch Mormon Alma 45:23,24 ... um 73 v. Chr.


Und nun begab es sich: Nachdem Helaman und seine Brüder Priester und Lehrer über die Kirchen bestimmt hatten, entstand unter ihnen ein Zwist, und sie wollten den Worten Helamans und seiner Brüder keine Beachtung schenken, sondern sie wurden stolz, weil sie im Herzen überheblich waren wegen ihrer überaus großen Reichtümer; darum wurden sie in ihren eigenen Augen reich und schenkten ihren Worten keine Beachtung, nämlich daß sie untadelig vor Gott wandeln sollten.


Ganz klares Fazit aus diesen Worten: Wenn Reichtum mit Überheblichkeit im Herzen verbunden ist, führt dies zum Stolz. Der Reiche betrachtet sich dann selbst als reich, als etwas Besseres. Dieser Zustand sollte vermieden werden.


Womöglich beantwortet die folgende Schriftstelle die Frage zum Reichtum:



Hier spricht Jakob (der Bruder Nephis) über Reichtum:
... Buch Mormon Jakob 2:17-19 ... um 544-421 v. Chr.



Gedenkt eurer Brüder wie euer selbst, und seid vertraut mit allen und freigebig mit eurer Habe, damit sie reich seien gleichwie ihr. Aber ehe ihr nach Reichtum trachtet, trachtet nach dem Reich Gottes. Und nachdem ihr in Christus Hoffnung erlangt habt, werdet ihr Reichtümer erlangen, wenn ihr danach trachtet; und ihr werdet danach trachten zu dem Zweck, Gutes zu tun—die Nackten zu kleiden und die Hungrigen zu speisen und die Gefangenen freizusetzen und den Kranken und den Bedrängten Hilfe zuteil werden zu lassen.


Könnte dies der Schlüssel sein? Nach Reichtum trachten, um Gutes zu tun? Freigebig sein, damit andere reich sind, wie wir selbst? Unseren Mitmenschen gedenken, so wie wir an uns selbst denken?

Hört sich jedenfalls sehr vernünftig an !!!


Eine Wohltat für die Seele und ein Anlass zur Besserung sind die folgenden Worte König Benjamins zum Volk, die uns zum Thema Reichtum sicherlich die Augen öffnen werden:

 
... Buch Mormon Mosia 4:5-30 ... um 124 v. Chr.




Denn siehe, wenn euch die Erkenntnis der Güte Gottes jetzt zum Bewußtsein eurer Nichtigkeit und eures unwerten und gefallenen Zustands erweckt hat—  ich sage euch, wenn ihr zur Erkenntnis der Güte Gottes und seiner unvergleichlichen Macht und seiner Weisheit und seiner Geduld und seiner Langmut gegenüber den Menschenkindern gekommen seid und auch des Sühnopfers, das von Grundlegung der Welt an bereitet ist, damit dadurch demjenigen Errettung zuteil werde, der sein Vertrauen in den Herrn setzt und seine Gebote eifrig hält und im Glauben fest bleibt, selbst bis ans Ende seines Lebens, ich meine das Leben des sterblichen Leibes—  ich sage, daß so jemand es ist, dem Errettung zuteil wird durch das Sühnopfer, welches von Grundlegung der Welt an bereitet ist für alle Menschen, die jemals waren seit dem Fall Adams oder die sind oder die jemals sein werden, selbst bis zum Ende der Welt. Und dies ist das Mittel, wodurch die Errettung kommt. Und es gibt keine andere Errettung als diese, von der gesprochen worden ist; auch gibt es keine Bedingungen, wodurch der Mensch errettet werden kann, als nur die Bedingungen, von denen ich zu euch gesprochen habe.   Glaubt an Gott; glaubt daran, daß er ist und daß er alles erschaffen hat, sowohl im Himmel wie auf Erden; glaubt daran, daß er alle Weisheit und alle Macht hat, sowohl im Himmel wie auf Erden; glaubt daran, daß der Mensch nicht alles erfaßt, was der Herr erfassen kann. Und weiter, glaubt daran, daß ihr von euren Sünden umkehren und von ihnen lassen und euch vor Gott demütigen müßt; und bittet mit aufrichtigem Herzen, er möge euch vergeben; und nun, wenn ihr an dies alles glaubt, so seht zu, daß ihr es tut. Und weiter sage ich euch, wie ich zuvor gesagt habe, wenn ihr zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes gekommen seid oder wenn ihr seine Güte erkannt und von seiner Liebe gekostet habt und Vergebung für eure Sünden empfangen habt, wodurch so überaus große Freude in eurer Seele entsteht, ja, so möchte ich, daß ihr an die Größe Gottes und an eure eigene Nichtigkeit und an seine Güte und Langmut gegenüber euch unwürdigen Geschöpfen denkt und dies immer im Gedächtnis bewahrt und euch bis in die Tiefen der Demut demütigt, den Namen des Herrn täglich anruft und standhaft dasteht im Glauben an das, was kommen wird, wovon durch den Mund des Engels gesprochen worden ist. Und siehe, ich sage euch, wenn ihr dies tut, werdet ihr euch immer freuen und von Gottesliebe erfüllt sein und euch immer Vergebung für eure Sünden bewahren; und ihr werdet an Erkenntnis der Herrlichkeit dessen zunehmen, der euch erschaffen hat, oder an Erkenntnis dessen, was gerecht und wahr ist. Und ihr werdet nicht im Sinn haben, einander zu verletzen, sondern friedlich zu leben und jedermann gemäß dem zu geben, was ihm zukommt. Und ihr werdet nicht zulassen, daß eure Kinder hungrig seien oder nackt; ihr werdet auch nicht zulassen, daß sie die Gesetze Gottes übertreten und miteinander kämpfen und streiten und dem Teufel dienen, der der Meister der Sünde ist oder der der böse Geist ist, von dem unsere Väter gesprochen haben, weil er ein Feind aller Rechtschaffenheit ist. Ihr werdet sie vielmehr lehren, auf den Wegen der Wahrheit und Ernsthaftigkeit zu wandeln; ihr werdet sie lehren, einander zu lieben und einander zu dienen. Und auch ihr selbst werdet denen beistehen, die eures Beistands bedürfen; ihr werdet von eurer Habe dem zuteil werden lassen, der in Not ist; und ihr werdet nicht zulassen, daß der Bettler euch seine Bitte vergeblich vorbringt, und ihn abweisen, daß er zugrunde gehe. Vielleicht mag einer sagen: Der Mensch hat sein Elend selbst über sich gebracht; darum will ich meine Hand zurückhalten und will ihm nicht von meiner Nahrung geben, auch nicht mit ihm von meiner Habe teilen, daß er nicht leide, denn seine Strafen sind gerecht—  aber ich sage euch: O Mensch, wer immer dies tut, der hat viel Grund zur Umkehr; und wenn er nicht umkehrt von dem, was er getan hat, geht er zugrunde für immer und hat keinen Anteil am Reich Gottes. Denn siehe, sind wir nicht alle Bettler? Sind wir nicht, was all unsere Habe betrifft, sowohl Nahrung wie Kleidung und Gold und Silber und all unsere mannigfachen Reichtümer, alle auf dasselbe Wesen angewiesen, nämlich Gott?  Und siehe, eben jetzt habt ihr seinen Namen angerufen und um Vergebung für eure Sünden gebettelt. Und hat er zugelassen, daß ihr vergeblich gebettelt habt? Nein, er hat seinen Geist über euch ausgegossen und hat gemacht, daß sich euch das Herz mit Freude füllt, und hat gemacht, daß euer Mund sich geschlossen hat und ihr nicht mehr habt reden können, so überaus groß war eure Freude. Und wenn nun Gott, der euch erschaffen hat, auf den ihr angewiesen seid, was euer Leben betrifft und alles, was ihr habt und was ihr seid, euch gewährt, was immer ihr im Glauben erbittet, sofern es recht ist und ihr darauf vertraut, daß ihr empfangen werdet, o wie sehr solltet ihr dann von der Habe, die ihr habt, miteinander teilen.  Und wenn ihr über den Mann richtet, der euch seine Bitte um eure Habe vorbringt, damit er nicht zugrunde gehe, und ihn schuldig sprecht, um wieviel mehr wird eure Schuldigsprechung gerecht sein, weil ihr eure Habe zurückgehalten habt, die nicht euch gehört, sondern Gott, dem auch euer Leben gehört; und doch bringt ihr keine Bitte vor und kehrt auch nicht von dem um, was ihr getan habt. Ich sage euch, weh sei so einem Menschen, denn seine Habe wird mit ihm zugrunde gehen; und dies sage ich nun denen, die reich sind, was die Dinge dieser Welt betrifft.  Und weiter sage ich den Armen, euch, die ihr nicht habt, aber doch genug habt, daß ihr von Tag zu Tag erhalten bleibt, ich meine euch alle, die ihr den Bettler abweist, weil ihr nicht habt; ich möchte, daß ihr im Herzen sprecht: Ich gebe nicht, weil ich nicht habe, aber hätte ich, so würde ich geben.  Und nun, wenn ihr dies im Herzen sagt, so bleibt ihr ohne Schuld, andernfalls seid ihr schuldig gesprochen; und der Schuldspruch über euch ist gerecht, denn ihr begehrt das, was ihr nicht empfangen habt.   Und nun, um deswillen, was ich zu euch gesprochen habe—das heißt, um deswillen, daß ihr euch von Tag zu Tag Vergebung für eure Sünden bewahrt, so daß ihr ohne Schuld vor Gott wandeln könnt—möchte ich, daß ihr von eurer Habe mit den Armen teilt, ein jeder gemäß dem, was er hat, wie die Hungrigen zu speisen, die Nackten zu kleiden, die Kranken zu besuchen und ihnen Hilfe zuteil werden zu lassen, geistig ebenso wie zeitlich, gemäß ihren Bedürfnissen.   Und seht zu, daß dies alles in Weisheit und Ordnung geschieht; denn es ist nicht erforderlich, daß der Mensch schneller laufe, als er Kraft hat. Und weiter, es ist ratsam, daß er eifrig sei, auf daß er dadurch den Preis gewinne; darum muß alles in Ordnung getan werden.   Und ich möchte, daß ihr daran denkt, daß jeder von euch, der von seinem Nachbarn borgt, das Geborgte so zurückgibt, wie er es vereinbart hat, denn sonst begehst du Sünde; und vielleicht bist du der Anlaß, daß auch dein Nachbar Sünde begeht.   Und schließlich kann ich euch nicht alles sagen, wodurch ihr Sünde begehen könnt; denn es gibt mancherlei Mittel und Wege, selbst so viele, daß ich sie nicht aufzählen kann.   Aber soviel kann ich euch sagen, wenn ihr nicht achthabt auf euch und eure Gedanken und eure Worte und eure Taten und nicht die Gebote Gottes beachtet und nicht im Glauben an das fest bleibt, was ihr über das Kommen unseres Herrn gehört habt, selbst bis ans Ende eures Lebens, müßt ihr zugrunde gehen. Und nun, o Mensch, denke daran und gehe nicht zugrunde.


Die Kernaussage in diesen kostbaren Weisheits-Versen ist die, dass wir alle Bettler vor dem HERRN JESUS CHRISTUS sind. ER ist der GÜTIGE, der GEDULDIGE, der LANGMÜTIGE. Wir brauchen IHN und SEIN Sühnopfer zur Errettung. Wir dagegen sind die von IHM Abhängigen, die im Vergleich zu IHM und OHNE IHN eigentlich nichts sind. Es macht Sinn an denjenigen zu glauben der alles erschaffen hat und alles erfassen kann. Klug ist, wer SEINE All-Weisheit, SEINE All-Macht, SEINE Herrlichkeit, SEINE Güte und Langmut gegenüber uns "unwürdigen" Geschöpfen anerkennt und es nicht als den eigenen Wertverlust empfindet, wenn die eigene Begrenztheit erkannt wird. Wir können eben noch nicht alles erfassen, was ER erfasst, unser Blickfeld ist noch eingeschränkt, wir sind auf einer völlig anderen Entwicklungstufe als ER.

Es gibt nur eine Art der Errettung, NUR ein Errettungs-Mittel und NUR gewisse Errettungsbedingungen nach denen wir uns richten müssen. Es ist heilsam, uns IHM, dem ERRETTER zu fügen und IHN um Vergebung zu bitten, ja wenn nötig um Gnade zu betteln. Die Freude, die dann auf uns einströmt und uns erquickt, wenn ER die Schuld eliminiert und auslöscht, ist unermesslich und absolut erstrebenswert. Der Friede, der uns vollkommen ausfüllt und jede Faser unseres Körpers berauscht, wenn ER uns annimmt und emporhebt, ist wertvoller als Gold und im Gegensatz zu all den euphorischen Mittelchen, die die Welt zu bieten hat, ergiebig, kostenfrei und absolut empfehlenswert.

Wir sind die Bettler, ER ist der GEBER. Wenn wir dies nicht vergessen, dann werden wir stets danach bestrebt sein, den Bettler, der sich an uns wendet, nicht abzublocken und nicht zurück zu weisen.



Die Sache mit den Motten, dem Rost und den Dieben ...


... in der Bergpredigt empfiehlt JESUS den folgenden Umgang mit Reichtümern


Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motten und Rost (oder: Wurmfraß) sie vernichten und wo Diebe einbrechen und stehlen! Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost (oder: Wurmfraß) sie vernichten und wo keine Diebe einbrechen und stehlen! Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.
Menge Übersetzung Matthäus 6:19-21  
  



Paulus schreibt Folgendes an die Hebräer (auch hier geht es um den ewigen Schatz)


Denkt aber an die früheren Tage zurück, in denen ihr nach empfangener Erleuchtung einen harten Leidenskampf geduldig bestanden habt, indem ihr teils selbst durch Beschimpfungen und Drangsale zum öffentlichen Schauspiel gemacht wurdet, teils an den Geschicken derer teilnehmen mußtet, die in solche Lagen versetzt waren. Ihr habt ja doch mit den Gefangenen mitgelitten und den Raub eurer Habe mit Freuden hingenommen in der Erkenntnis, daß ihr selbst einen wertvolleren und bleibenden Besitz habt. Werft also eure freudige Zuversicht nicht weg: sie bringt ja eine hohe Lohnvergeltung mit sich!  Denn standhaftes Ausharren (oder: Geduld) tut euch not, damit ihr nach Erfüllung des göttlichen Willens das verheißene Gut erlangt.
Menge Übersetzung Hebräer 10:32-36 
 


Hier schreibt Paulus an die Kolosser über den ewigen Schatz


... und zwar danken wir Gott) um des Hoffnungsgutes willen, das für euch im Himmel aufbewahrt (= bereit) liegt
Menge Übersetzung Kolosser 1:5


Hier schreibt Paulus an die Korinther über den ewigen Schatz


Wißt ihr nicht, daß die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, daß aber nur einer den Siegespreis erhält? Lauft ihr nun in der Weise, daß ihr ihn erlangt! Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligen will, legt sich Enthaltsamkeit in allen Beziehungen auf, jene, um einen vergänglichen Kranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen.
Menge Übersetzung 1. Korinther 9:24,25


Hier schreibt Paulus an die Philipper über den ewigen Schatz


Nicht als ob ich es schon ergriffen hätte oder schon zur Vollendung gelangt wäre; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen möchte (oder: kann), weil ich ja auch von Christus Jesus ergriffen worden bin. Liebe Brüder, ich denke von mir noch nicht, daß ich’s ergriffen habe; eins aber (tue ich): ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir liegt,  und jage, das vorgesteckte Ziel im Auge, nach dem Siegespreis, den die in Christus Jesus ergangene himmlische Berufung Gottes in Aussicht stellt.
Menge Übersetzung Philipper 3:12-14


Hier schreibt Petrus über den ewigen Schatz


Gelobt sei der Gott und Vater unsers Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen (oder: lebensvollen) Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,  zu einem unvergänglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt ist für euch,  die ihr in der Kraft Gottes durch den Glauben für die Errettung (oder: das Heil = die Seligkeit) bewahrt werdet, die (schon jetzt) bereitsteht, um in der letzten Zeit geoffenbart zu werden. Darüber jubelt ihr, mögt ihr jetzt auch eine kurze Zeit (oder: ein wenig), wenn es so sein muß, durch mancherlei Anfechtung in Trübsal versetzt sein;  dadurch soll sich ja die Echtheit eures Glaubens bewähren und wertvoller erfunden werden als Gold, das vergänglich ist, aber durch Feuer in seiner Echtheit erprobt wird, und sich (euch) zum Lobe, zur Ehre und zur Verherrlichung bei der Offenbarung Jesu Christi erweisen. Ihn habt ihr lieb, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr (oder: auf ihn setzt ihr euer Vertrauen), obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und ihm jubelt ihr mit unaussprechlicher und verklärter Freude entgegen, weil (oder: indem) ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, nämlich die Errettung eurer Seelen.

Menge Übersetzung 1. Petrus 1:3-9


Helamans Worte an seine Söhne Nephi und Lehi bezüglich ihres Missionadienstes. Auch hier geht es wieder um den ewigen Schatz.
... Buch Mormon Helaman 5:8  ... um 30 v. Chr.


Und nun meine Söhne, siehe, ich habe noch etwas, was ich von euch wünsche, und dieser Wunsch ist, daß ihr dies nicht tut, um zu prahlen, sondern daß ihr dies tut, um euch einen Schatz im Himmel zu sammeln, ja, einen, der ewig ist und der nicht hinwegschwindet, ja, damit ihr jene kostbare Gabe des ewigen Lebens haben möget, von der wir Grund haben anzunehmen, daß sie unseren Vätern gegeben worden ist.


Es gibt ihn wirklich, den Schatz im Himmel, auf den es sich zu warten lohnt und für den es sich zu kämpfen und zu verzichten lohnt. Es handelt sich um den ewigen Schatz, der nicht gefressen oder gestohlen wird, der nicht rostet. Eben ein wertvoller und bleibender Besitz, eine hohe Lohnvergeltung, ein verheißenes Gut, ein Hoffnungsgut, welches im Himmel auf uns wartet. Ja, wir dürfen uns freuen auf den unvergänglichen Siegespreis bzw. Siegeskranz. Es ist für uns bereitet, das bleibende, unbefleckte und unverwelkliche Erbe. Greifen wir demnach zu dieser kostbaren ewigen Gabe, die nicht hinwegschwindet und sehen wir die irdischen Reichtümer lediglich als Mittel zum Zweck und eben nicht als Endziel.

Das Buch Lehre und Bündnisse über Reichtum


... trachtet nicht nach Reichtum, sondern nach Weisheit, und siehe, die Geheimnisse Gottes werden sich euch entfalten, und dann werdet ihr reich gemacht werden. Siehe, wer ewiges Leben hat, ist reich.
Lehre und Bündnisse 6:7 (Offenbarung, gegeben an Joseph Smith, den Propheten, und an Oliver Cowdery im April 1829 zu Harmony, Pennsylvani)


Und zu eurer Errettung gebe ich euch ein Gebot, denn ich habe eure Gebete vernommen, und die Armen haben vor mir geklagt, und die Reichen habe ich erschaffen, und alles Fleisch ist mein, und ich sehe nicht auf die Person. Und ich habe die Erde reich gemacht, und siehe, sie ist mein Fußschemel, darum werde ich wieder auf ihr stehen.
Lehre und Bündnisse 38:16,17 (Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, am 2. Januar 1831 zu Fayette, New York)


Weh euch Reichen, die ihr eure Habe nicht den Armen geben wollt, denn euer Reichtum wird euch die Seele zerfressen; und dies wird eure Klage sein am Tag der Heimsuchung und des Gerichts und des Unwillens: Die Ernte ist vorbei, der Sommer ist zu Ende, und meine Seele ist nicht errettet! Weh euch Armen, deren Herz nicht reuig ist, deren Geist nicht zerknirscht ist und deren Bauch unersättlich ist und deren Hände sich nicht abhalten lassen, die Güter anderer Menschen zu ergreifen, deren Augen voller Habgier sind und die ihr nicht mit euren eigenen Händen arbeiten wollt! Aber gesegnet sind die Armen, die im Herzen rein sind, deren Herz reuig ist und deren Geist zerknirscht ist, denn sie werden das Reich Gottes sehen, wie es mit Macht und großer Herrlichkeit kommt, um sie zu befreien; denn der fette Ertrag der Erde wird ihnen gehören. Denn siehe, der Herr wird kommen, und seine Vergeltung wird mit ihm sein; und er wird einen jeden belohnen, und die Armen werden sich freuen
Lehre und Bündnisse 56:16-19 (Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, im Juni 1831 zu Kirtland, Ohio)

Und Newel K. Whitney, der Bischof, soll ebenfalls ringsum und zu allen Kirchen reisen; er soll nach den Armen forschen und sich ihrer Bedürfnisse annehmen, indem er die Reichen und die Stolzen demütig macht.
Lehre und Bündnisse 84:112 (Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, am 22. und 23. September 1832 zu Kirtland, Ohio)

Und es ist meine Absicht, für meine Heiligen zu sorgen, denn alles ist mein. Aber es muß notwendigerweise auf meine eigene Weise geschehen; und siehe, dies ist die Weise, die ich, der Herr, beschlossen habe, um für meine Heiligen zu sorgen: Die Armen sollen erhöht werden, indem die Reichen erniedrigt werden. Denn die Erde ist voll, und es ist genug vorhanden, ja, daß noch übrigbleibt; ja, ich habe alles bereitet und den Menschenkindern gewährt, für sich selbst zu handeln. Darum, wenn jemand von dem Überfluß nimmt, den ich gemacht habe, und von seinem Teil nicht, gemäß dem Gesetz meines Evangeliums, den Armen und den Bedürftigen abgibt, so wird er zusammen mit den Schlechten in der Hölle seine Augen emporheben in seiner Qual.
Lehre und Bündnisse 104:15-18 (Offenbarung, gegeben an Joseph Smith, den Propheten, am 23. April 1834; sie betrifft die vereinigte Ordnung, nämlich die Ordnung der Kirche zum Nutzen der Armen)


Die Bibel über Reichtum

... der HERR macht arm und macht reich, er erniedrigt und erhöht auch; er hebt den Geringen empor aus dem Staube, erhöht den Armen aus dem Kehricht, um sie neben den Fürsten (oder: Edlen) sitzen zu lassen und den Ehrenstuhl ihnen anzuweisen. Denn in der Hand des HERRN sind die Säulen der Erde, und den Erdkreis hat er darauf gegründet.
1. Samuel 2:7,8 (Menge Übersetzung)

Wer mit lässiger Hand arbeitet, verarmt, aber die Hand der Fleißigen schafft Reichtum.
Sprüche 10:4  (Menge Übersetzung)

Der Segen des HERRN ist’s, der reich macht, und neben ihm fügt (eigene) Anstrengung nichts hinzu.
Sprüche 10:22  (Menge Übersetzung)

Mancher stellt sich reich und hat doch gar nichts; mancher, der sich arm stellt, besitzt ein großes Vermögen.
Sprüche 13:7  (Menge Übersetzung)

Unterwürfige Bitten spricht der Arme aus, aber der Reiche antwortet mit Härte.
Sprüche 18:23  (Menge Übersetzung)

Wer Lustbarkeiten liebt, wird Mangel leiden; wer Wein und Salböl liebt (= in Menge verbraucht), wird nicht reich.
Sprüche 21:17  (Menge Übersetzung)

Reiche und Arme sind aufeinander angewiesen: der HERR hat sie alle beide geschaffen.
Sprüche 22:2  (Menge Übersetzung)

Wer einen Armen bedrückt, verhilft ihm zur Bereicherung; wer einen Reichen beschenkt, tut’s nur zu dessen Verarmung.
Sprüche 22:16  (Menge Übersetzung)

Mühe dich nicht, dir Reichtum zu erwerben: dazu biete deine Klugheit nicht auf!
Sprüche 23:4  (Menge Übersetzung)

Besser ist ein Armer, der in seiner Unschuld wandelt, als ein Mensch, der auf krummen Wegen geht und dabei reich ist.
Sprüche 28:6  (Menge Übersetzung)

Ein reicher Mann hält sich selbst für weise, aber ein Armer, der einsichtig ist, forscht ihn aus (= durchschaut ihn).
Sprüche 28:11  (Menge Übersetzung)

Ein treuer Mann wird reich gesegnet; wer aber möglichst schnell reich werden will, wird nicht schuldlos (oder: ungestraft) bleiben.
Sprüche 28:20  (Menge Übersetzung)

Ein scheelblickender (= mißgünstiger) Mensch trachtet gierig nach Reichtum und bedenkt nicht, daß Mangel über ihn kommen wird.
Sprüche 28:22  (Menge Übersetzung)

Es gibt ein ganz schlimmes Übel, das ich unter der Sonne beobachtet habe: Reichtum, der von seinem Besitzer zu seinem eigenen Unheil gehütet wird.
Prediger 5:12 (Menge Übersetzung)

Toren werden auf große Höhe gestellt (= in die höchsten Würden eingesetzt), und Reiche (oder: Edle) müssen unten sitzen.
Prediger 10:6 (Menge Übersetzung)

Wie ein Käfig sich mit Vögeln füllt, so füllen sich ihre Häuser mit ungerechtem Gut; auf solche Weise sind sie hoch gekommen und reich geworden; fett sind sie geworden und feist, ja, ihre Verworfenheit überschreitet jedes Maß. An das Recht halten sie sich nicht; für die Sache der Waisen treten sie nicht ein, um sie zum Siege zu führen, und der Rechtssache der Armen nehmen sie sich nicht an. Sollte ich so etwas ungestraft lassen?« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »oder sollte meine Seele (oder: mein Zorn) sich an einem solchen Volk nicht rächen?
Jeremia 5:27-29 (Menge Übersetzung)

So hat der HERR gesprochen: Nicht rühme sich der Weise seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, nicht rühme sich der Reiche seines Reichtums! Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, daß er Einsicht besitzt und von mir erkennt, daß ich, der HERR, es bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit auf Erden übt; denn an solchen habe ich Wohlgefallen« – so lautet der Ausspruch des HERRN.                    

Jeremia 9:22,23 (Menge Übersetzung)

Jesus aber sagte zu seinen Jüngern: »Wahrlich ich sage euch: Für einen Reichen wird es schwer sein, ins Himmelreich einzugehen. Nochmals sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgeht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingeht.
Matthäus 19:23,24 (Menge Übersetzung)

Hungrige sättigt er mit Gütern und läßt Reiche leer ausgehen.
Lukas 1:53 (Menge Übersetzung)

Doch wehe euch Reichen, denn ihr habt euren Trost dahin (= bereits empfangen)!
Lukas 6:24 (Menge Übersetzung)


Warnung vor Habsucht - Gleichnis vom reichen Toren:
Dann fuhr er fort: Seht euch vor und hütet euch vor aller (oder: jeder Art von) Habsucht! Denn wenn jemand auch Überfluß hat, so ist das Leben für ihn doch durch all sein Besitztum nicht gesichert (= verbürgt). Er legte ihnen dann folgendes Gleichnis vor: »Einem reichen Manne hatten seine Felder eine ergiebige Ernte gebracht. Da überlegte er bei sich folgendermaßen: Was soll ich tun? Ich habe keinen Raum, meine Ernte unterzubringen. Dann sagte er: So will ich’s machen: Ich will meine Scheunen abreißen und größere bauen und dort meinen gesamten Ernteertrag und meine Güter (oder: Vorräte) unterbringen und will dann zu meiner Seele sagen: Liebe Seele, du hast nun einen reichen Vorrat auf viele Jahre daliegen; gönne dir also Ruhe, iß und trink und laß dir’s wohl sein! Aber Gott sprach zu ihm: ›Du Narr! Noch in dieser Nacht fordert man dir deine Seele ab; wem wird dann das gehören, was du aufgespeichert hast? So geht es jedem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich für (oder: bei) Gott ist.
Lukas 12:15-21 (Menge Übersetzung)


Denn hier gibt es keinen Unterschied zwischen dem Juden und dem Griechen: sie alle haben ja einen und denselben Herrn, ihn, der sich reich erweist an allen, die ihn anrufen ...
Römer 10:12 (Menge Übersetzung)

Und dabei geben wir niemand irgendwelchen Anstoß, damit kein Tadel unsern Dienst treffe;
vielmehr suchen wir uns in jeder Hinsicht als Diener Gottes zu empfehlen: durch große Standhaftigkeit in Leiden, in Nöten, in Bedrängnissen,  bei Schlägen, bei Gefangenschaften, bei Volksaufständen, in Mühsalen, in durchwachten Nächten, bei Mangel an Nahrung, in Sittenreinheit, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Gütigkeit, durch heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe,  im Wort der Wahrheit (= durch wahrhaftige Lehre), durch die Kraft Gottes, durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken (= zum Angriff und zur Abwehr),  unter Ehre und Schande, bei übler und guter Nachrede, als wären wir Verführer (oder: Irrlehrer) und doch wahrhaftig, als die Unbekannten und doch wohlbekannt, als die Sterbenden und seht, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht zu Tode gepeinigt,  als die Leidtragenden, aber doch allezeit Fröhlichen, als Bettler, die aber viele reich machen; als solche, die nichts haben und doch alles besitzen.
2. Korinther 6:3-10 (Menge Übersetzung)

Ihr kennt ja die Gnade unsers Herrn Jesus Christus, daß er, obschon er reich war, doch um euretwillen arm geworden ist, damit ihr durch seine Armut reich würdet.
2. Korinther 8:9 (Menge Übersetzung)

... denn die, welche um jeden Preis reich werden wollen, geraten in Versuchung und in eine Schlinge (oder: in Fallstricke) und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen.  Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldgier; gar manche, die sich ihr ergeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und zermartern sich selbst mit vielen qualvollen Schmerzen.
1. Timotheus 6:9,10 (Menge Übersetzung)

Denen, die Reichtum in der jetzigen Weltzeit besitzen, schärfe ein, daß sie sich nicht überheben und ihre Hoffnung nicht auf die Unsicherheit des Reichtums setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich zum Genießen darbietet. (Schärfe ihnen ein,) Gutes zu tun, reich an guten Werken zu sein, Freigebigkeit und Mildtätigkeit zu üben und sich dadurch ein gutes (= sicheres) Grundvermögen für die Zukunft anzulegen, damit sie das wirkliche Leben erlangen.
1. Timotheus 6:17-19 (Menge Übersetzung)

Es rühme sich aber der niedrig stehende Bruder seiner Höhe (oder: Hoheit),
der reiche dagegen seiner Niedrigkeit (= Armseligkeit), weil er wie die Blumen des Grases vergehen wird. Denn die Sonne geht mit ihrer Glut auf und versengt das Gras; dann fallen seine Blumen ab, und seine ganze Schönheit ist dahin: so wird auch der Reiche in seinen Wegen (= in seinen Unternehmungen) verwelken.
Jakobus 1:9-11 (Menge Übersetzung)

Hört (mich an), meine geliebten Brüder! Hat Gott nicht gerade die, welche für die Welt (= in den Augen der Welt) arm sind, dazu erwählt, reich im (oder: durch) Glauben und Erben des Reiches zu sein, das er denen verheißen hat, die ihn lieben?
Ihr aber habt den Armen mißachtet. Sind es nicht gerade die Reichen, die euch gewalttätig behandeln, und ziehen nicht gerade sie euch vor die Gerichte?  Sind nicht gerade sie es, die den guten (= edlen) Namen lästern, der (bei der Taufe) über euch angerufen (oder: ausgesprochen) worden ist?
Jakobus 2:5-7 (Menge Übersetzung)

Weiter nun: Ihr Reichen, weinet und jammert über die Leiden, die euch bevorstehen!
Jakobus 5:1 (Menge Übersetzung)

Sendschreiben an die Gemeinde in Smyrna: Sei bis in den Tod getreu!
... ich kenne deine Drangsal und deine Armut – dennoch bist du reich
Offenbarung 2:9 (Menge Übersetzung)

Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizäa: Lass nicht lau und träg dich finden ...
Weil du sagst: Ich bin reich, ja reich bin ich geworden und habe an nichts Mangel, und weil du nicht weißt, daß gerade du elend und erbarmenswert, arm, blind und nackt bist, so rate ich dir: kaufe dir Gold von mir, das durch (oder: im) Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht zutage tritt, und Augensalbe zum Bestreichen deiner Augen, damit du sehen kannst.
Offenbarung 3:17,18 (Menge Übersetzung)

Die Klagen der Erdenkönige, der Händler und Schiffsleute über den Untergang der Stadt (Babylon)
Und weinen und wehklagen werden um sie die Könige der Erde, die mit ihr gebuhlt und Üppigkeit getrieben haben, wenn sie den Rauch von ihrem Brande sehen; von ferne werden sie aus Furcht vor ihrer Qual stehen und ausrufen: ›Wehe, wehe, du große Stadt Babylon, du mächtige Stadt! In einer einzigen Stunde ist nun das Gericht über dich gekommen! Auch die Kaufleute der Erde weinen und trauern um sie, weil jetzt niemand mehr ihre Waren kauft:  die Waren von Gold und Silber, von Edelsteinen und Perlen, von feiner Leinwand und Purpur, von Seide und Scharlach, all das duftende Thujaholz und alle die Geräte von Elfenbein, alle die Geräte von kostbarem Holz und Erz, von Eisen und Marmor;  auch Zimt und Haarbalsam und Räucherwerk, Salbe und Weihrauch, Wein und Öl, Feinmehl und Weizen, Zugvieh und Schafe, Pferde und Wagen, Menschenleiber (= Sklaven) und Menschenseelen. Auch das Obst, an dem du deine Herzenslust hattest, ist dir verlorengegangen, und alles, was glänzt und prunkt, ist dir entschwunden und wird sicherlich nie wieder anzutreffen sein. Die Kaufleute, die mit diesen Dingen Handel treiben und an ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual weinend und trauernd in der Ferne stehen. und ausrufen: ›Wehe, wehe, du große Stadt, die du dich in feine Leinwand, in Purpur und Scharlach kleidetest und mit Gold, Edelsteinen und Perlen reich geschmückt warst! O daß eine einzige Stunde diesen großen Reichtum verwüstet hat! Und alle Steuermänner und alle Küstenfahrer, die Schiffsleute (= Ruderer) und alle, die auf dem Meer arbeiten (= ihr Gewerbe treiben), standen von fern  ... und riefen, als sie den Rauch von ihrem Brande sahen, laut aus: ›Wo ist eine Stadt so groß, wie diese (war)! Sie streuten sich Staub auf die Häupter und riefen unter Weinen und Wehklagen: ›Wehe, wehe, du große Stadt, in der alle, die ihre Schiffe auf dem Meer haben, von ihrem Überfluß reich geworden sind! Ach, in einer einzigen Stunde ist sie verwüstet worden!
Offenbarung 18:9-19 (Menge Übersetzung)



Vom Traum-Zustand


Hier schreibt Nephi, der Sohn Nephis, eines Jüngers von Jesus Christus. Nach dem Erscheinen Jesu Christi folgen die Nephiten und die Lamaniten Jesus Christus nach und vereinigen sich. Hier wird die Lebensform dieser Menschen beschrieben:
... Buch Mormon 4. Nephi 1:2,3  ... um 35-321 n. Chr.



Und es begab sich: Im sechsunddreißigsten Jahr wurde alles Volk zum Herrn bekehrt, auf dem ganzen Antlitz des Landes, sowohl die Nephiten als auch die Lamaniten, und es gab keine Streitigkeiten und Auseinandersetzungen unter ihnen, und jedermann handelte gerecht, einer mit dem anderen. Und sie hatten alles unter sich gemeinsam; darum gab es keine Reichen und Armen, Geknechteten und Freien, sondern sie waren alle frei geworden und hatten teil an der himmlischen Gabe.


Einfach nur "Hut ab" ... oder?  Träumen wir nicht alle von so einem Gesellschafts-Zustand. Wie weit sind wir meist davon entfernt. Doch wie nahe und realistisch ist dies, wenn wir Jesus wirklich nachfolgen. Es gibt keine Reichen und Armen in und durch JESUS, spätestens, wenn wir bei IHM wohnen.


Die Sache mit den Vögeln und den Lilien
(Hier spricht Jesus über die existenziellen Sorgen, die uns alle belasten können. Er weist darauf hin, dass wir in der sicheren Hand Gottes sind und uns auf seine Hilfe verlassen können. Auch wenn diese Worte in erster Linie an die Jünger gerichtet sind, die als Vollzeit-Prediger vermutlich bei Bedarf vom Kirchenvolk gespeist wurden, gilt ein gewisses Grundprinzip der Sorgenfreiheit auch für diejenigen, die das tägliche Brot erarbeiten müssen.



Und nun begab es sich: Als Jesus diese Worte gesprochen hatte, blickte er die Zwölf an, die er erwählt hatte, und sprach zu ihnen: Denkt an die Worte, die ich gesprochen habe. Denn siehe, ihr seid es, die ich erwählt habe, diesem Volk zu dienen. Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen werdet oder was ihr trinken werdet, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als Nahrung und der Leib mehr als Kleidung?  Seht die Vögel in der Luft an, denn sie säen nicht und ernten nicht, noch sammeln sie in Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann, indem er sich sorgt, seiner Körpergröße auch nur eine Elle hinzufügen? Und warum sorgt ihr um Kleidung? Betrachtet die Lilien auf dem Feld, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht; und doch sage ich euch, daß selbst Salomo in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn denn Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das heute da ist und morgen in den Ofen geworfen wird, so wird er auch euch kleiden, wenn ihr nicht kleingläubig seid. Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Oder: Was werden wir trinken? Oder: Womit werden wir uns kleiden?  Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft. Sondern trachtet ihr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Rechtschaffenheit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden. Darum sorgt nicht für den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seinem eigenen Übel.

... Buch Mormon 3. Nephi 33:25-34  ... um 34 n. Chr.

(Jesus lehrt die Nephiten das Vaterunser—Sie sollen sich Schätze im Himmel sammeln—Den Zwölf wird geboten, sich in ihrem Dienst nicht um
zeitliche Dinge zu sorgen — Vergleiche Matthäus 6)



Die Sache mit dem Honig - es gibt Gutes völlig kostenlos !!!



... die Furcht (= Ehrfurcht) vor dem HERRN ist rein:   

bleibt ewig bestehn; die Gerichtsurteile des HERRN sind Wahrheit: sind allzumal gerecht; sie sind köstlicher als Gold und als Feingold in Menge, sind süßer als Honig und Wabenseim.
Psalmen 19:10,11 (Menge Übersetzung)


Iß Honig, mein Sohn, denn er ist gesund, und Honigseim schmeckt deinem Gaumen süß. Ebenso heilsam erachte die Weisheit für deine Seele! Hast du sie erlangt, so ist eine Zukunft (für dich) vorhanden, und deine Hoffnung wird nicht zuschanden werden.
sprüche 24:13,14
(Menge Übersetzung)

Von Dickmilch und Honig wird er leben zu der Zeit, wo er das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen versteht ...
Jesaja 7:15 (Menge Übersetzung)


Denn siehe, meine geliebten Brüder, ich sage euch, daß der Herr, Gott, nicht im Finstern wirkt. Er tut nichts, was nicht der Welt zum Nutzen ist; denn er liebt die Welt, so daß er sogar sein eigenes Leben niederlegt, damit er alle Menschen zu sich ziehen kann. Darum gebietet er niemandem, nicht an der Errettung durch ihn teilzuhaben. Siehe, ruft er irgend jemandem zu, nämlich: Geh weg von mir? Siehe, ich sage euch: Nein; sondern er spricht: Kommt her zu mir, all ihr Enden der Erde, kauft Milch und Honig, ohne Geld und ohne Kaufpreis. Siehe, hat er irgend jemandem geboten, aus den Synagogen oder aus den Häusern der Anbetung wegzugehen? Siehe, ich sage euch: Nein. Hat er irgend jemandem geboten, nicht an der Errettung durch ihn teilzuhaben? Siehe, ich sage euch: Nein, sondern er gewährt sie allen Menschen frei, und er hat seinem Volk geboten, daß sie alle Menschen zur Umkehr bewegen.  Siehe, hat der Herr irgend jemandem geboten, nicht an seiner Güte teilzuhaben? Siehe, ich sage euch: Nein, sondern alle Menschen genießen diesen Vorzug, der eine so wie der andere, und keinem ist es verwehrt.

... Buch Mormon 2. Nephi 26:23-28  ... um  559–545 v. Chr. (Nephis Worte zum Volk)

Joseph Smith und sein Schatz


Joseph Smith, der Prophet und der Gründer der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, wurde durch den Engel Moroni zu den Gold-Textplatten geführt, die als Übersetzungs-Quelle für das Buch Mormon genutzt wurden. Bevor Joseph Smith jedoch den Zugang zu diesem heiligen Bericht bekam, sprach der Engel Moroni noch die folgende Warnung aus:


... und fügte noch eine Warnung an mich hinzu und sagte, der Satan werde mich (wegen der ärmlichen Verhältnisse in meines Vaters Familie) in Versuchung führen wollen, die Platten zu dem Zweck zu erlangen, reich zu werden. Dies verbot er mir und sagte, wenn ich die Platten erhielte, dürfe ich nichts anderes vor Augen haben, als Gott zu verherrlichen, und dürfe keinen anderen Beweggrund haben als den, sein Reich aufzubauen; sonst würde ich sie nicht bekommen.
Quelle: https://www.lds.org/scriptures/bofm/introduction?lang=deu


Ich bin zutiefst überzeugt, Joseph Smith hat diese Warnung sehr ernst genommen und stimmige Bewegründe vor sein Handeln gestellt. Es sind wohl stets die Beweggründe, die den Unterschied machen. Der Aufbau des Reiches Gottes muss auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. Wohl dem, bei dem dies so ist !!!


Es gibt nur einen Erhabenen nur einen, der thront ...

Wir alle sind arm, nur EINER ist reich und erhaben. Und dieser EINE (JESUS CHRISTUS) kümmert sich um diejenigen, die IHN brauchen. Wenn einer von uns mehr hat, als andere, ist es gut, wenn er teilt und gibt.

Und er (der HERR) wird gebieten: »Schafft Bahn, schafft Bahn, bereitet einen Weg! Räumt meinem Volke jeden Anstoß aus dem Wege!«  Denn so hat der Hohe und Erhabene gesprochen, der da ewiglich thront und dessen Name ›der Heilige‹ ist: »In der Höhe und im Heiligtum (oder: im Heiligen) wohne ich und bei denen, die zerschlagenen und gebeugten Geistes sind, um neu zu beleben den Geist der Gebeugten und zu erquicken das Herz der Zerschlagenen.
Jesaja 57:14,15 (Menge-Überstzung)               

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