Studium des 1. Buch Mose bzw. Genesis
(wenn nicht anders angegeben, wird aus der Bibel-Übersetzung von Hermann Menge zitiert)




Tag

Buch

Kapitel

Vers(e)

Text

Kommentar

Hintergrund

Tag
1

1. Mose

(Genesis)

Kapitel
4

Verse
3-7

Nun begab es sich nach Verlauf geraumer Zeit, daß Kain dem HERRN eine Opfergabe von den Früchten des Ackers darbrachte; und auch Abel opferte von den Erstgeburten seiner Herde, und zwar von ihren Fettstücken. Da schaute der HERR (mit Wohlgefallen) auf Abel und seine Opfergabe; aber Kain und seine Gabe sah er nicht an. Darüber geriet Kain in heftige Erregung, so daß sein Angesicht sich finster senkte (oder: so daß er den Blick zu Boden schlug). Da sagte der HERR zu Kain: »Warum bist du erregt geworden, und warum hat dein Angesicht sich finster gesenkt (oder: schlägst du den Blick zu Boden)? Wird nicht, wenn du recht handelst, dein Opfer angenommen? Lagert (oder: lauert) nicht, wenn du böse handelst, die Sünde vor der Tür (als ein Feind, dessen) Verlangen auf dich gerichtet ist, den du aber bezwingen sollst

Lutherübersetzung 1984: 

Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben?

den Blick frei erheben


Den Blick frei erheben zu können ist wohl eines der kostbarsten Geschenke, die ein Mensch sich selbst machen kann. Wir benennen diesen Zustand auch als "ein ruhiges Gewissen". Leg dir dieses angenheme "Ruhekissen" unter dein Haupt. Sei fromm, dann kannst du aufblicken, aufrecht stehen und inneren Frieden spüren.

Kains
Brudermord


Es begab sich nach etlicher Zeit, daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes; und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer; aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr, und seine Gebärde verstellte sich . Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? und warum verstellt sich deine Gebärde? Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruht die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie

Tag
2

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
15

Vers
1

Nach diesen Begebenheiten erging das Wort des HERRN an Abram in einem Gesicht also: »Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin ja dein Schild; dein Lohn soll sehr groß sein.

Schutz und Lohn


... gut zu wissen, dass der Herr unser Schild und unser Lohn ist. Angst oder Furcht sind hier nicht sinnvoll.

dies sind die einleitenden Worte, als der Herr dem Abram einen Sohn verspricht

Tag
3

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
16

Vers
13

Da nannte sie den Namen des HERRN, der zu ihr geredet hatte: »Du bist der Gott des Schauens; denn«, sagte sie, »ich habe wirklich hier den geschaut, der nach mir geschaut hat.«

Gott schaut nach uns


... erinnern wir uns stets daran

Hier spricht Hagar (die Hausmagd von Abraham) zum Herrn bzw. zum Engel des Herrn, als dieser sie davon abhalten will, vor Sarai (Abrahams Frau) zu fliehen.

Tag
4

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
24

Vers
27

Gepriesen sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Güte und Treue meinem Herrn nicht entzogen hat ...

Die Güte und Treue des Herrn


Wenn wir dem Herrn treu sind, lässt ER seine Barmherzigkeit und Treue nicht von uns weichen

Der älteste Knecht Abrahams zog zu Nahors Haus (Bruder Abrahams), um eine Frau für Isaak zu finden. Am Brunnen betete er für diesen Erfolg. Als Antwort kam Rebekka. Dies sind die lobenden Worte des Knechtes.

Tag
5

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
26

Verse
4,5

... ich will deine Nachkommen so zahlreich werden lassen wie die Sterne am Himmel und will deinen Nachkommen alle diese Länder geben; und in deiner Nachkommenschaft sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, zum Lohn dafür, daß Abraham meinen Weisungen gehorsam gewesen ist und meine Anordnungen beobachtet hat, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze.«

gehorsam wie Abraham


Gehorsam ist, wie Abraham auf die Stimme des Herrn zu hören.

Die Worte des Herrn an Isaak, den Sohn Abrahams.

Tag
6

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
27

Vers
28

So gebe Gott dir denn vom Tau des Himmels und von den Fruchtgefilden der Erde Überfluß sowohl an Korn als auch an Wein!

Fülliger Segen von oben und von unten


Unser himmlischer Vater kann uns alle Türen öffnen, wenn er will. Wenn wir durch Treue und Gehorsam die Vorrausetzungen schaffen, dann kann er uns vom Tau des Himmels und von den Fruchtgefilden der Erde geben. Alles wird dann im Überfluss vorhanden sein. Vertrauen wir darauf.

Dies ist der Erstgeburts-Segen Isaaks (Sohn Abrahams) an seinen Sohn Jakob. Jakob ist der zweite Sohn und hat sich als Esau verkleidet, um diesen Segen zu bekommen.

Tag
7

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
28

Vers
15

Und siehe, ich will mit dir sein und dich überall behüten, wohin du gehst, und will dich auch in dieses Land zurückbringen; denn ich will dich nicht verlassen, bis ich das ausgeführt habe, was ich dir verheißen habe.«

Gott ist mit uns ...


Gott ist mit uns !!! Er behütet uns und verlässt uns nicht ... bis alles erfüllt ist, was er uns verheißen hat ...

Auf dem Weg nach Mesopotamien zum Hause Bethuels (Vater von Rebekka, der Frau Isaaks) erlebt Jakob (Sohn Isaaks, dem Sohn Abrahams) die Vision von der Himmelsleiter. Dies sind Teile der Worte des Herren zu dieser Vision.

Tag
8

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
28

Verse
16,17

Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sagte: »Wahrlich, der HERR ist an dieser Stätte gegenwärtig, ohne daß ich es wußte!« Da fürchtete er sich und rief aus: »Wie schaurig (Luther 1984: heilig) ist diese Stätte! Ja, hier ist das Haus (oder: die Wohnung) Gottes und hier die Pforte des Himmels!«

Hinweis: In der Luther-Überstzung wird statt "schaurig" der Begriff "heilig" gewählt.


Zusatz:


Bei einem späteren Besuch dieser Stätte wird sie folgendermaßen benannt: „El-Bethel“ … weil Gott sich dort dem Jakob selbst offenbart hatte. … bzw. noch einmal Bethel, weil Gott dort mit ihm geredet hatte. 1. Mose (Genesis) 35:7,15

unsere heilgen Stätten


Wir alle brauchen heilige Stätten, an denen nichts anderes ist, als NUR unser Herr Jesus Christus. Dieser Ort ist dann unsere Pforte des Himmels. So eine heilige Stätte kann das Haus des Herrn (der Tempel) sein. Wir können jedoch noch zusätzliche heilige Stätten um uns herum etablieren. Dies sind dann Freiräume bzw. Schutzräume. Dort ist dann nichts andereres, als NUR Jesus Christus und wir. Diese Plätze können reelle Örtlichkeiten sein, wie z.B. "unser Wald" oder "unser Sessel". Es können aber auch zeitliche Freiräume geschaffen werden, die für uns und Jesus Christus reserviert werden.

Nach seiner Vision von der Himmelsleiter, erkennt Jakob (Sohn Isaaks, des Sohnes Abrahams) die Heiligkeit dieses Ortes namens Lus. Er nennt diese heilige Stätte "Bethel" (Haus Gottes)

Tag
9

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
31

Verse
22-24

Erst am dritten Tage erfuhr Laban, daß Jakob entflohen war. Da nahm er seine Stammesgenossen mit sich, verfolgte ihn sieben Tagereisen weit und holte ihn am Gebirge Gilead ein. Aber Gott erschien dem Aramäer Laban nachts im Traum und sagte zu ihm: »Hüte dich wohl, mit Jakob anders als freundlich zu reden!«

... hüte dich, anders zu reden, als freundlich


Kinder wünschen sich einen Vater, der sie beschützt, wenn sie bedroht werden. Womöglich wünscht sich ein Sohn, dass sein Vater dem Bedroher folgende Worte sagt: "Hüte dich, mit meinem Sohn anders zu reden als freundlich".

Wir können uns auf den Schutz unseres himmlischen Vaters verlassen, der selbst durch Einwirkungen im Traum unsere Feinde besänftigt.

Jakob (Sohn Isaaks, des Sohnes Abrahams) hat im Hause Labans (Bruder seiner Mutter Rebekka) 14 Jahre für seine Frauen Lea und Rahel und weiter 6 Jahre für das Vieh gedient. Durch schlaue Züchtungen hat Jakob viel Herden-Reichtum erworben. Heimlich floh er vor den wütenden Kindern Labans und wurde verfolgt.

Tag
10

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
32

Verse
10-13

Dann betete Jakob: »Gott meines Vaters (= Großvaters) Abraham und meines Vaters Isaak, HERR, der du mir geboten hast: ›Kehre in dein Vaterland und zu deiner Verwandtschaft zurück, ich will dir Gutes tun‹ – ich bin zu gering für all die Gnadenerweise und all die Treue, die du deinem Knecht erwiesen hast! Denn nur mit meinem Wanderstabe bin ich (einst) über den Jordan dort gezogen und bin jetzt zu zwei Heeren geworden. Ach, errette mich nun aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus! Denn ich bin in Angst vor ihm, daß er kommt und uns erschlägt, die Mütter samt den Kindern! Du hast mir doch verheißen: ›Gewiß, ich will dir Gutes tun und deine Nachkommen so zahlreich werden lassen, daß sie sind wie der Sand am Meer, den man vor Menge nicht zählen kann.

bete, wenn du Angst hast



Vor dem beängstigenden Treffen mit seinem Bruder Esau, betet Jakob und ist sich ganz seiner Wenigkeit vor Gott bewusst. Während seines demütigen Gebetes erinnert sich Jakob an die wohwollenden Zusagen Gottes und vertraut darauf.


Auch wir können uns darauf verlassen, wenn unser Vater im Himmel uns zugesagt hat, wer werde uns wohltun.


Wir können auf diese Zusage bauen und müssen uns nicht fürchten.


Erinnern wir uns jedoch stets daran, dass wir im Vergleich zu Gottes Barmherzigkeit und Treue, geringe Geschöpfe sind.










Nach seiner Flucht aus dem Hause Labans (Bruder seiner Mutter Rebekka), bereitet sich Jakob (Sohn Isaaks, des Sohnes Abrahams) darauf vor, seinen Bruder Esau zu treffen. Jakob hat Angst vor diesem Treffen, denn er hat seinem Bruder den Erstgeburtssegen durch Betrug geraubt

Tag
11

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
32

Vers
27

Da sagte jener: »Laß mich los, denn die Morgenröte ist schon heraufgezogen!« Jakob aber antwortete: »Ich lasse dich nicht los, bevor du mich gesegnet hast.

Lass Gott nicht los


Hier wird der Kampf Jakobs mit Gott beschrieben. Es handelt sich hier sicher um einen geistigen Kampf. Hier zeigt Gott dem Jakob, wie stark er ist, denn die Hüfte Jakobs ausgerenkt. Als Gott sich zurück ziehen will, sagt Jakob: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn". Insofern hat Jakob den Kampf gewonnen.


Hat Jakob nun verstanden, dass er Gott nicht loslassen soll, an ihm festhalten soll, einen festen Bund mit ihm eingehen soll? Vor diesem Ereignis hieß er Jakob (=Überlister). Nun heißt er Israel (= Kämpfer Gottes)



Wenn wir unsere inneren Kämpfe erleben, ist es wichtig, an Gott festzuhalten, bis er uns segnet.

Nach seiner Flucht aus dem Hause Labans (Bruder seiner Mutter Rebekka), bereitet sich Jakob (Sohn Isaaks, des Sohnes Abrahams) darauf vor, seinen Bruder Esau zu treffen. Kurz vorher kämpft er noch mit Gott.

Tag
12

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
35

Verse

2,3

Schafft die fremden Götter weg, die ihr bei euch habt, reinigt euch und legt andere Kleider an! Wir wollen aufbrechen und nach Bethel hinaufziehen: dort will ich einen Altar errichten dem Gott, der mich zur Zeit meiner Not erhört hat und auf dem Wege, den ich gezogen bin, mit mir gewesen ist.


 

  

Schafft die fremden Götter weg


Bevor wir zu einer heiligen Stätte gehen, sollten wir die fremden Göttert entfernen, die unter uns sind. Heute sind dies tendenziell keine figürlichen Schnitzbilder mehr, sondern andere Ablenkungen. Bevor wir aufbrechen, sollten wir uns innerlich reinigen und unsere Kleider wechseln. Hilfreich kann es im Vorfeld der Reise auch sein, uns dankbar an den Gott zu erinnern, der uns erhört hat zur Zeit unserer Trübsal und mit uns gewesen ist.

Jakob (Sohn Isaaks, des Sohnes Abrahams)  wird vom Herrn beauftragt nach Bethel zu ziehen (der Ort, an dem Jakob die Himmelsleiter sah). Vorgeschichte: Jakob hatte im Hause Labans lange gedient und Frauen und Reichtum mitgebracht. Von dort zog er weg und vertrug sich mit seinem Bruder Esau. Danach wurde Dina, die Tochter von Lea und Jakob vergewaltigt und gerächt.

Tag
13


Tag
14

1. Mose
(Genesis)

Kapitel
39





































Verse

2,3,5,6,

9,21,23



































Gott der HERR aber war mit Joseph, so daß ihm alles gelang, während er im Hause seines Herrn, des Ägypters, war. Weil nun sein Herr sah, daß Gott mit ihm war und daß Gott alles, was er vornahm, ihm gelingen ließ.

Gott segnete das Haus des Ägypters um Josephs willen, so daß der Segen Gottes auf allem ruhte, was er besaß, im Hause und auf dem Felde ... Joseph war aber schön von Gestalt und schön von Angesicht ...

... nichts hat er mir vorenthalten ...

Aber Gott der HERR war mit Joseph und ließ ihn die Zuneigung aller gewinnen und wandte ihm auch die Gunst des obersten Aufsehers des Gefängnisses zu ... denn Gott der HERR war mit ihm, und Gott ließ alles gelingen, was er vornahm ... 



Josefs Gehorsam:


Wie sollte ich da ein so großes Unrecht begehen und mich gegen Gott versündigen!


1. Mose bzw. Genesis 40:8 ...

Da sagte Joseph zu ihnen:Traumdeutungen sind Sache Gottes ...



1. Mose bzw. Genesis 41:15-16 und 38,39 ...


Da sagte der Pharao zu Joseph: »Ich habe einen Traum gehabt, aber niemand weiß ihn zu deuten. Nun habe ich von dir sagen hören, du brauchtest einen Traum nur zu hören, so könntest du ihn schon deuten.« Da antwortete Joseph dem Pharao: »O nein, nicht ich! Aber Gott wird etwas kundtun, was dem Pharao Segen bringt.«


Der Geist Gottes in Josef:

und der Pharao sagte zu seinen Dienern: »Könnten wir wohl noch einen Mann finden, in dem der Geist Gottes wohnt wie in diesem?« Zu Joseph aber sagte der Pharao: »Nachdem (oder: weil) Gott dir dieses alles geoffenbart hat, gibt es keinen, der so einsichtig und weise wäre wie du.


Weitere Stellen, die josef-typische Eigenschaften zeigen

1. Mose bzw. Genesis 37:13 ...

Ich bin bereit (dienstbereit, als sein Vater ihn zu seinen brüder schickt)


1. Mose bzw. Genesis 42:18,24


... denn ich bin ein gottesfürchtiger Mann.

 (gottesfürchtig)


Da wandte er sich von ihnen ab und weinte

(die Reaktion des sensiblen Josefs, beim ersten Besuch seiner Brüder in Ägypten)


1. Mose bzw. Genesis 43:30 ...


Hierauf aber brach Joseph schnell ab, denn sein Gefühl überwältigte ihn beim Anblick seines Bruders, so daß er weinen mußte; er ging deshalb ins Innengemach und weinte sich dort aus.  (Josef weint, als er Benjamin, den Jüngsten trifft)

1. Mose bzw. Genesis 45:1,2,5,14,15 ...

Da vermochte Joseph nicht länger an sich zu halten ...  Er brach aber in ein so lautes Weinen aus ...  Nun beunruhigt euch aber nicht und macht euch keine Vorwürfe darüber, daß ihr mich hierher verkauft habt! ... Darauf fiel er seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte, ... dann küßte er alle seine Brüder und umarmte sie unter Tränen;

(Josef ist vergebungsbereit und sensibel)

1. Mose bzw. Genesis 46:29 ...

und als er vor ihm erschien, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse

 (Josef trifft seinen Vater Jakob)


1. Mose bzw. Genesis 47:29-31

     

Ja, ich werde nach deinem Wunsche tun und er schwur ihm.

(Josef ist bereit, den letzten Willen seines Vaters Jakob (Israel) zu erfüllen, ihn in Kanaan zu begraben)


1. Mose bzw. Genesis 48:12

Joseph ... verneigte sich vor ihm bis zur Erde. 

(Als Jakob die Söhne Josefs segnen will, verneigt er sich vor seinem Vater)

1. Mose bzw. Genesis 45:5-8 und 50:17,19-21

Josef vergibt seinen Brüdern:

Nun beunruhigt euch aber nicht und macht euch keine Vorwürfe darüber, daß ihr mich hierher verkauft habt! Denn um uns alle am Leben zu erhalten, hat Gott mich euch vorausgesandt.«Denn jetzt herrscht die Hungersnot erst zwei Jahre im Lande, und fünf Jahre stehen noch bevor, in denen kein Pflügen und kein Ernten stattfinden wird. Darum hat Gott mich euch vorausgesandt, um das Fortbestehen eures Geschlechts auf Erden zu sichern und um euch, eine große Schar von Erretteten, am Leben zu erhalten. So habt also nicht ihr mich hierher gebracht, sondern Gott; der hat mich dem Pharao zum Vater (= vertrauten Berater) gemacht und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Gebieter im ganzen Lande Ägypten ... Da weinte Joseph, als sie ihm das sagen ließen ... Joseph aber antwortete ihnen: »Seid ohne Furcht! Denn stehe ich etwa an Gottes Statt? Ihr freilich hattet Böses gegen mich im Sinn, aber Gott gedachte es zum Guten zu wenden, um das auszuführen, was jetzt klar zutage liegt, nämlich um ein zahlreiches Volk (oder: viele Menschen) am Leben zu erhalten. Fürchtet euch also nicht! Ich selbst werde euch und eure Kinder versorgen.« So tröstete er sie und redete ihnen freundlich zu.

Glückspilz


Wollen wir das nicht alle?

Eine Glücksträhne, zahlreiche Glücksgriffe, bestes Gelingen unserer Aktivitäten, ein Lebenskünstler sein? Bei Josef war dies so !!! Ihm glückte alles, was er in die Hand nahm, der Herr war mit ihm und gab Glück zu Josefs Projekten. Überall waren der Segen und die Gnade des Herrn sichtbar. Der Herr neigte ihm die Herzen der Menschen zu. Josef war verständig und weise.


Warum war Josef ein Glückspilz?


Sicherlich auch deswegen, weil es für Josef nicht einmal ansatzweise vorstellbar war, das Gesetz der sexuellen Reinheit zu mißachten. Hinzu kommt, dass Josef demütig war, denn ihm war bewusst, dass seine Traumdeutungs-Fähigkeiten vom Herrn kommen. Und ganz bestimmt hat auch der Geist Gottes, der hoch konzentriert in Josef wohnte, zu seiner "glücklichen Hand" beigetragen. Außerdem war Josef dienstbereit, vergebungsbereit, treu, gottesfürchtig, elternehrend und sensibel.


Und wie ist das mit uns?


Ich bin sicher, unser himmlischer Vater wird ebenso unser Glück maximieren, wenn wir IHM und seinen Geboten gehorsam sind und und uns weiter josef-typische Eigenschaften aneignen.


Wie bei Josef, gibt es jedoch keine Garantie dafür, dass durch Gehorsam etc. alles glatt läuft. Da kann schon mal ein "Gefängnis-Aufenthalt" stören. Doch auch wenn die äußern Umstände manchmal nicht ganz stimmig sind, die inneren Umstände werden sicher dank des Gehorsams durch den Herrn optimiert.


Alles wird gut


Interessant ist, dass Josef am Ende den glücklichen Ausgang seiner Odyssee erkennt (Verkauf nach Ägypten, Gefängnis). Er sieht am Ende Gottes weise Absicht in seinem Lebenslauf. Dies wird in folgenden Worten deutlich: "um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch hergesandt ... Gott hat mich vor euch hergesandt, dass er euch übrig lasse auf Erden und euer Leben erhalte zu einer großen Errettung. Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott" 1. Mose bzw. Genesis 45:5, 7, 8

"Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen" 1. Mose bzw. Genesis 50:20


Wundern wir uns nicht zu sehr, wenn Dinge schief laufen. Das Blatt kann sich schnell wenden. Die Beweggründe unseres liebenden himmlischen Vaters hinter einem negativen Geschehen, können irgendwann sichtbar werden. Womöglich sehen wir bald das Licht am Ende des Tunnels und vorallen Dingen die grossen Zusammenhänge, die erst nur Gott kennt und die uns wegen unseres begrenzten Blickfelds oft verschlossen bleiben.



Nach seinem Verkauf nach Ägypten durch seine Brüder, landet Josef bei Potifar, des Pharaos Kämmerer und Obersten der Leibwache.

Die Frau Potifar verliebte sich in Josef und bedrängte ihn, doch er lehnt jeglichen sexuellen Kontakt ab, weil er dem Herrn gehorsam bleiiben will. Einmal hielt sie ihm am Kleid fest. Bei seiner Flucht blieb das Kleid in ihrer Hand. Sie nutzte den falschen Beweis um ihn bei ihrem Mann der Vergewaltigung anzuklagen. Potifar war wütend und warf ihn ins Gefängnis.


Im Gefängnis deutet Josef die Träume vom Mundschenk und vom Bäcker. Zwei Jahre später deutet er die Träume des Pharao und prophezeit dadruch eine Hungersnot. Er wird der zweite Mann (Regent) im ägyptischen Reich, sammelt Weizen für schlechte Zeiten und ist für den Weizen-Verkauf zuständig.


Seine Brüder reisen wegen der Hungersnot nach Ägypten um Weizen zu kaufen. Sie reisen wieder zurück nach Kanaan und später zum zweiten mal nach Ägypten. Josef outed sich und vergibt seinen Brüdern.


Die ganze Familie Jakoba (Israel) zieht nach Ägypten, um die Hungersnot zu überstehen.



Tag
15

1. Mose
(Genesis)

Kapitel

46

Verse

1-4

So brach denn Israel mit allen seinen Angehörigen auf, und als er nach Beerseba gekommen war, brachte er dort dem Gott seines Vaters Isaak Schlachtopfer dar. Da redete Gott mit Israel nachts in einem Gesicht und sagte: »Jakob, Jakob!« Er antwortete: »Hier bin ich!« Darauf sagte Gott: »Ich bin Gott, der Gott deines Vaters! Fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen; denn ich will dich dort zu einem großen Volk machen. Ich selbst will mit dir nach Ägypten hinabziehen, und ich selbst will dich (einst) auch wieder zurückführen, und Josephs Hand soll dir die Augen zudrücken.«

Zwischenstopp


Bevor Jakob nach Ägypten reist, opfert er noch in Beerscheba.


Das ist gut so, denn dort spricht Gott zu ihm in einer wichtigen Offenbarung:


Jakob, Jakob! ... Ich bin Gott ... fürchte dich nicht ... hinabzuziehen; denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen ... 

Ich will mit dir hinab ... ziehen und will dich auch wieder heraufführen.


Wenn auf uns eine schwere Aufgabe wartet, sollten wir einen Zwischenstopp bei Gott machen (Gebet, Schriftstudium, Meditieren, Opfern). Wenn wir dies tun, müssen wir uns nicht fürchten, denn der himmlische Vater wird uns Erfolg schenken und mit uns sein, bis zum finalen Happy End.

Der alte Jakob (neuer Name Israels, Sohn Isaaky, des Sohnes Abrahams) beginnt seine Reise nach Ägypten zu seinem geliebten Sohn Josef, der verkauft wurde von seinen Brüdern.


Er macht einen Zwischenstopp in Beerscheba (an dem Brunnen, an dem Abraham den Bund mit Abimelech schloss)


Dort erhält er eine sehr wichtige Offenbarung !!!

Tag
16

1. Mose
(Genesis)

Kapitel

47

Verse

9

... Die Zahl der Jahre meiner Wanderschaft beträgt hundertunddreißig Jahre; gering an Zahl und mühselig sind die Tage meiner Lebensjahre gewesen und reichen nicht an die Tage der Lebensjahre meiner Väter in der Zeit ihrer Wanderschaft heran.


(Einheitsübersetung: Die Zahl der Jahre meiner Pilgerschaft beträgt 130. Gering an Zahl und unglücklich waren meine Lebensjahre)






Wanderschaft


Unser Leben ist eine Wanderschaft.


In der Elberfelder Bibelübersetzung wird die Wanderschaft als "Fremdlingschaft" bezeichnet, in der Einheitsübersetzung als "Pilgerschaft".



In den Psalmen heißt es:


Deine Gebote sind mein Lied im Hause, in dem ich Fremdling bin
Psalm 119: 54


Es ist wichtig zu bekennen, dass wir Gäste und Fremdlinge auf Erden sind ...
(Hebräer 11:13)


Und auch, wenn unsere Wanderschaft zu kurz, zu unglücklich und zu böse war. Am Ende zählt doch nur das Eine: "Können wir Gott als unseren Hirten bezeichnen, als denjenigen, der uns geweidet hat, seitdem wir sind?

(siehe 1. Mose 48:15  ... Martin Luther Übersetzung bzw. Elberfelder Übersetzung)


Wenn der Lebensabend kommt und es Zeit ist, weiter zu wandern, dann ist es wichtig diesen einen Schatz mitzunehmen, nämlich die Erkenntnis und die Freude darüber, dass ER unser Hirte ist, dass ER uns geweidet hat.


Im Buch Mormon steht die Einladung für alle, die im Herzen rein sind:


"O ihr alle, die ihr im Herzen rein seid, hebt das Haupt empor und empfangt das angenehme Wort Gottes, und weidet euch an seiner Liebe, denn das dürft ihr, wenn ihr festen Sinnes seid, immerdar".
(Jakob 3:2)


Ist es nicht wunderbar, uns für IMMER an seiner Liebe weiden zu dürfen. Nutzen wir die Chance und machen wir das Beste aus unserer Wanderschaft.

Und weil wir fremd sind auf der Erde, ist es besonders wichtig, so eine Quelle des Glücks zu haben. Dank dieser Quelle können wir mit erhobenem Haupt durchs Leben wandern und dann, wenn es so weit ist, mit ebenso erhobenem Haupt weiter wandern.

Als Jakob (Israel) in Ägypten ankommt, bei seinem Sohn Josef, der verkauft wurde, stellt er sich beim Pharao vor. Dieser fragt ihn, wie alt er ist. Jakob gibt dem Pharao eine Antwort.

Tag
17


1. Mose
(Genesis)

Kapitel
49


Verse
8-12


Juda (d.h. der Gepriesene), du bist’s, den deine Brüder preisen werden! Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken liegen; vor dir werden sich verbeugen die Söhne deines Vaters. Ein junger Löwe ist Juda: vom Raub bist du emporgestiegen, mein Sohn. Er kauert sich nieder, streckt sich hin wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer darf ihn aufstören? Nicht wird das Zepter von Juda weichen noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis der kommt, dem er (d.h. der Herrscherstab) gebührt, und die Völker werden ihm Gehorsam leisten. Er bindet sein Eselfüllen an den Weinstock und das Junge seiner Eselin an die Edelrebe; er wäscht im Wein sein Gewand und im Blut der Trauben seinen Mantel; trübe sind ihm die Augen vom Wein, und die Zähne schimmern von Milch.



Erklärung:

Die Umschreibungen "Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe" und die Umschreibung "Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch" könnten sich auch auf das Millenium beziehen, in der der Wohlstand extrem gross sein wird. So groß, dass es üblich ist, seinen Esel an die Rebe zu binden. Dunkel von Wein, bedeutet möglicherweise "strahlender und funkelnder als Wein" und will die gesunden Menschen symbolisieren, die im Millenium leben
werden.

Die Tatsache, dass die Völker ihm anhangen, könnte ein Hinweis auf den globalen Respekt sein, dem Jesus beim zweiten Kommen entgegenströmen wird.

Quelle: Die Ryrie Studienbibel ... Elberfelder Bibel ... SCM R. Brockhaus, Witten ... Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg.
  


du bist`s


Als Jakob alle seine Söhne segnet, wird der Sohn Juda als besonderer Stamm betitelt. Warum? ... Weil aus seiner Linie Jesus Christus entpringen wird.


Juda bedeutet "Lobpreis"

Die Sache mit dem "jungen Löwen" bezieht sich vermutlich auf die Herrschaft König Davids ca. 640 Jahre nach Jakobs Segen. Und dennoch kann auch ein Gesamtbezug hergestellt werden auf die Kraft Jesu.


Und dann wird der Held beschrieben, der seinen Esel an den Weinstock bindet und das Junge seiner Eselin an die edle Rebe.

(in der Elberfelder Bibel wird für "Held" der Begriff "Schilo" gewählt. Dies bedeutet inetwa "der, der den Frieden bringt"

Hier ist nun Jesus Christus, der Messias gemeint, der sein Kleid in Wein waschen wird und seinen Mantel in Traubenblut.


Juda ist der besondere Stammvater, denn eines seiner Nachkommen wird Jesus Christus sein. Womöglich hilft uns diese Informationen, unseren Erlöser noch mehr zu verehren.


Paralellstellen:

Ich bin der wahre Weinstock ...
Johannes 15 : 1

Und dann, an dem Tag, werden sie sich nicht freuen und ihren immerwährenden Gott, ihren Fels und ihre Errettung, preisen? Ja, werden sie an dem Tag nicht Kraft und Nahrung vom wahren Weinstock empfangen? Ja, werden sie nicht zur wahren Herde Gottes kommen?
(Buch Mormon 1. Nephi 15 : 15 ... Nephi spricht zu seinen Brüdern um 600–592 v. Chr.)


Wer ist der, der von Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra, der so geschmückt ist in seinen Kleidern und einherschreitet in seiner großen Kraft? »Ich bin's, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.« Warum ist denn dein Gewand so rotfarben und dein Kleid wie das eines Keltertreters?
Jesaja 63 : 1-2


wenn er das Reich übergeben und es dem Vater makellos darreichen und sagen wird: Ich habe überwunden und habe die Weinkelter allein getreten, ja, die Weinkelter des heftigen Grimms des Allmächtigen Gottes
(Lehre und Bündnisse 76 : 107 ... Eine Vision, gegeben an Joseph Smith, den Propheten, und Sidney Rigdon am 16. Februar 1832 zu Hiram, Ohio)


Und auch die vom Stamm Juda werden nach ihren Leiden vor dem Herrn in Heiligkeit geheiligt werden, daß sie Tag und Nacht in seiner Gegenwart wohnen, für immer und immer. Und der Herr wird rotfarbene Kleider tragen, und seine Gewänder werden sein wie dessen, der im Weinbottich tritt.
(Lehre und Bündnisse 133 : 35, 48 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, am 3. November 1831 zu Hiram, Ohio)

Jakob (Israel) segnet seine Söhne ... besonders Juda

Tag
18


1. Mose
(Genesis)

Kapitel
49


Vers
18


Auf dein Heil (oder: deine Hilfe) harre ich, HERR!

Luther 1984: Herr, ich warte auf dein Heil

warten

Ein kurze Aussage von Jakob (Israel), als er seine Söhne, die Urväter der 12 Stämme Israels segnet. Nur ein kurzer Vers, der eines der zentralen Herausforderungen des Christenmenschen zusammenfasst. Wir alle warten auf MEHR vom Heil, vom Frieden durch Jesus. Vieles ist schon spürbar, schon da. Doch da kommt intensiveres Licht auf uns zu. Freuen wir uns darauf und genießen wir das, was schon greifbar ist. Das Warten lohnt sich, wir werden nicht enttäuscht, der vollkommene Tag wird kommen und das Licht wird bis dahin heller und heller werden, wenn wir in IHM verbleiben (siehe Lehre und Bündnisse 50: 23,24)

Paralellstellen

Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich. Denn du bist der Gott der mir hilft; täglich harre*** ich auf dich.
(Psalm 25 : 5 ***in der King James Übersetzung wird das Wort "wait" verwendet, in der Einheitsübersetzung das Wort "hoffen")

... dann wirst du erkennen, dass ich der Herr bin ... und dass keiner beschämt wird, der auf mich hofft***
(Jesaja 49 : 23 ***in der King James Übersetzung wird das Wort "wait" verwendet)


und das Volk des Herrn wird nicht beschämt werden. Denn das Volk des Herrn sind diejenigen, die auf ihn warten; denn noch immer warten sie auf das Kommen des Messias.
(Buch Mormon 2. Nephi 6 : 13 ... Jakob, der Bruder Nephis beschreibt jüdische Geschichte ... ca. 559 - 545 v. Chr.)


Wahrlich, ich sage euch, meine Freunde: Fürchtet euch nicht, euer Herz sei getrost; ja, freut euch immerdar, und gebt in allem Dank; ... harrt (wartet) geduldig auf den Herrn, denn eure Gebete sind dem Herrn Zebaot in die Ohren gedrungen und sind mit diesem Siegel und Zeugnis aufgezeichnet: Der Herr hat geschworen und beschlossen, daß sie gewährt werden sollen.
(Lehre und Bündnisse 98 : 2 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, am 6. August 1833 zu Kirtland, Ohio)

Denn seit Anbeginn der Welt haben die Menschen nicht vernommen, weder mit dem Ohr gehört, noch hat ein Auge gesehen—außer dir, o Gott—, was du Großes bereitet hast dem, der auf dich wartet. (Lehre und Bündnisse 133 : 45 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, am 3. November 1831 zu Hiram, Ohio

Bleib dran, das Licht wird heller und heller

Und was nicht erbaut, das ist nicht von Gott, sondern ist Finsternis. Was von Gott ist, das ist Licht; und wer Licht empfängt und in Gott verbleibt, empfängt mehr Licht; und jenes Licht wird heller und heller bis zum vollkommenen Tag.
(Lehre und Bünsnisse 50 : 23,24 Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, im Mai 1831 zu Kirtland, Ohio)


Nachdem Jakob (Israel) seinen Sohn Dan gesegnet hat, sagt er diese Worte.



Tag
19


1. Mose
(Genesis)

Kapitel
49


Vers
24-26


... bleibt sein Bogen doch beständig gespannt, und gelenkig sind seine Arme und Hände infolge der Hilfe des starken Gottes Jakobs, von dorther, wo der Hirt, der Felsen Israels ist, von dem Gott deines Vaters: er helfe dir! –, und mit dem Beistand des Allmächtigen: er segne dich mit Segensfülle vom Himmel droben, mit Segensfülle aus der Urflut, die in der Tiefe lagert, mit Segensfülle aus Brüsten und Mutterschoß! Die Segnungen deines Vaters überragen die Segensfülle der uralten Berge, die köstlichen Gaben der ewigen Höhen; mögen sie zuteil werden dem Haupte Josephs und dem Scheitel des Geweihten (oder: Fürsten) unter seinen Brüdern!


Im 1. Mose bzw. Genesis 48:15,16 bezeichnet Jakob den Herrn als seinen Hirten und auch als Engel, der ihn von allem Übel erlöst hat. (Jakobs Segen für Ephraim und Manasse, die Söhne Josefs)

"der Gott, der mein Hirt gewesen ist, seitdem ich lebe, bis auf diesen Tag,         der Engel, der mich aus allem Unglück errettet hat"





Hirte und Fels (Segensfülle)

Beziehe diesen Vers auf dich selbst:

So bleibt doch dein Bogen fest und deine Arme und Hände stark durch die Hände des Mächtigen in Jakob, durch IHN, den Hirten und Fels Israels.

Kraft durch den Mächtigen, durch IHN, den Hirten und Fels. Mehr brauchen wir nicht, stimmt`s?

Paralellstellen

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln
Psalm 23 : 1

Du Hirte Israels, höre ... Psalm 80 : 1

Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Wenn ihr doch heut auf seine Stimme hören wolltet.
Psalm 95 : 7

Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen. (Die gleiche Stelle aus der Einheitsübersetzung, anstatt Luther 84: Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam).
Jesaja 40 : 11

Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen. Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war. Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes. Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels. Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR. Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.
(Hesekiel 34 : 11-16)

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Johannes 10 : 14,15

Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
(Hebräer 13 : 21,21)

Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen. (1. Petrus 2 : 25)

So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen.
(1. Petrus 5 : 4)

... denn es ist ein Gott und ein Hirte über die ganze Erde. (Buch Mormon 1. Nephi 13 : 41 ... Der Prophet Nephi 600 - 592 v. Chr.)

Und die Zeit kommt schnell, da die Rechtschaffenen heraufgeführt werden müssen wie Kälber aus dem Stall, und der Heilige Israels muß regieren mit Herrschaft und Kraft und Macht und großer Herrlichkeit. Und er sammelt seine Kinder von den vier Enden der Erde; und er zählt seine Schafe, und sie kennen ihn; und es wird eine Herde sein und ein Hirte; und er wird seine Schafe weiden, und in ihm werden sie Weidegrund finden. (Buch Mormon 1. Nephi 22 : 24, 25 ... die Worte Nephis des Propheten 588 - 570 v. Chr.)

Und wer meine Stimme hören will, der wird mein Schaf sein; und ihn sollt ihr in die Kirche aufnehmen, und ihn werde ich auch aufnehmen. Denn siehe, dies ist meine Kirche; wer auch immer getauft wird, der soll zur Umkehr getauft werden. Und wen auch immer ihr aufnehmt, der soll an meinen Namen glauben, und ihm will ich ohne weiteres vergeben. Denn ich bin es, der die Sünden der Welt auf sich nimmt; denn ich bin es, der sie erschaffen hat; und ich bin es, der demjenigen, der bis ans Ende Glauben hat, einen Platz zu meiner rechten Hand gewährt. Denn siehe, mit meinem Namen werden sie gerufen; und wenn sie mich kennen, werden sie hervorkommen und auf ewig einen Platz zu meiner rechten Hand haben. (Buch Mormon Mosia 26 : 21- 26 ... Die Worte des Herrn asn Alma, den Propheten ... ca. 120 - 100 v. Chr.)


Siehe, ich sage euch: Der gute Hirte ruft euch; ja, und mit seinem eigenen Namen ruft er euch, und das ist der Name Christi; und wenn ihr auf die Stimme des guten Hirten nicht hören wollt, auf den Namen, mit dem ihr gerufen werdet, siehe, dann seid ihr nicht die Schafe des guten Hirten. Und nun sage ich euch, euch allen, die ihr den Wunsch habt, der Stimme des guten Hirten zu folgen: Kommt heraus von den Schlechten und sondert euch ab und rührt ihre Unreinheiten nicht an; und siehe, ihre Namen werden ausgelöscht werden, auf daß die Namen der Schlechten nicht den Namen der Rechtschaffenen zugezählt werden, damit sich das Wort Gottes erfülle, das da heißt: Die Namen der Schlechten werden nicht mit den Namen meines Volkes vermengt werden; denn die Namen der Rechtschaffenen werden in dem Buch des Lebens geschrieben sein, und ihnen werde ich ein Erbteil zu meiner rechten Hand gewähren. Und nun, meine Brüder, was habt ihr dagegen zu sagen? Ich sage euch: Wenn ihr dagegen sprecht, so macht dies nichts aus, denn das Wort Gottes muß sich erfüllen. Denn welcher Hirte unter euch, der viele Schafe hat, wacht nicht über sie, damit die Wölfe nicht in seine Herde einfallen und sie fressen? Und siehe, wenn ein Wolf in seine Herde einfällt, verjagt er ihn nicht? Ja, und schließlich wird er ihn, wenn er kann, vernichten. Und nun sage ich euch: Der gute Hirte ruft nach euch; und wenn ihr auf seine Stimme hört, so wird er euch in seine Herde bringen, und ihr seid seine Schafe; und er gebietet euch, nicht zuzulassen, daß ein reißender Wolf unter euch einfällt, damit ihr nicht vernichtet werdet. Und nun gebiete ich, Alma, euch in der Sprache dessen, der mir geboten hat: Achtet darauf, daß ihr die Worte tut, die ich zu euch gesprochen habe. Euch, die ihr der Kirche angehört, sage ich es als Gebot, denen aber, die nicht der Kirche angehören, sage ich es als Einladung, nämlich: Kommt und laßt euch taufen zur Umkehr, damit auch ihr von der Frucht des Baumes des Lebens essen könnt. (Buch Mormon ... Alma 5 : 38, 57 - 62 ... Die Worte Almas, des Propheten ca. 83 v. Chr.)

O kehrt um, kehrt um! Warum wollt ihr sterben? Wendet euch, wendet euch dem Herrn zu, eurem Gott. Warum hat er euch verlassen? Es ist, weil ihr euer Herz verhärtet habt; ja, ihr wollt nicht auf die Stimme des guten Hirten hören …
(Buch Mormon  Helaman 7 : 17, 18 ... ... die Worte Nephis, des Sohnes Helamans ... ca. 23 - 21 v. Chr.)

... sie werden wieder zur wahren Erkenntnis gebracht werden, nämlich zur Erkenntnis ihres Erlösers und ihres großen und wahren Hirten, und seinen Schafen zugezählt werden. (Buch Mormon ... Helaman 15 : 13 ... Samuel, der Prophet prophezeit über die Lamaniten ... ca. 6 v. Chr. )

Darum bin ich mitten unter euch, und ich bin der gute Hirte und der Stein Israels. Wer auf diesem Felsen baut, wird nie fallen.
(Lehre und Bündnisse 50 : 44 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, im Mai 1831 zu Kirtland, Ohio)


Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.
(Matthäus 7 : 24,25)

Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.
(Matthäus 7 : 15-18 ***hier wird klar, die Kirche des Herrn wird auf dem Felsen der Offenbarung gebaut)

Und nun siehe, wer auch immer von meiner Kirche ist und in meiner Kirche bis ans Ende ausharrt, den werde ich auf meinen Felsen gründen, und die Pforten der Hölle werden ihn nicht überwältigen. (Lehre und Bünsnisse 10 : 69 ... Offenbarung, gegeben an Joseph Smith, den Propheten, im Sommer 1828 zu Harmony, Pennsylvania)

ja, kehrt um und laßt euch taufen, ein jeglicher von euch, zur Vergebung eurer Sünden; ja, laßt euch taufen, nämlich mit Wasser, und dann kommt die Taufe mit Feuer und mit dem Heiligen Geist. Siehe, wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Das ist mein Evangelium; und denkt daran, daß sie Glauben an mich haben müssen, sonst können sie keineswegs errettet werden; und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen; ja, auf diesem Felsen seid ihr gebaut, und wenn ihr verbleibt, werden die Pforten der Hölle euch nicht überwältigen.
(Lehre und Bündnisse 33 : 11-13 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, an Ezra Thayre und Northrop Sweet im Oktober 1830 zu Fayette, New York)

Ja, weh sei dem, der sagt: Wir haben empfangen, und wir brauchen nicht noch mehr! Und schließlich, weh all denen, die zittern und zornig sind wegen der Wahrheit Gottes! Denn siehe, wer auf dem Felsen gebaut ist, nimmt sie mit Frohsinn an; und wer auf sandigem Grund gebaut ist, zittert davor, zu fallen.
(Buch Mormon 2. Nephi 28 : 28 ... Der Prophet Nephi spricht zu seinen Brüdern ca. 559 - 545 v. Chr.)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Dies ist meine Lehre, und wer darauf baut, der baut auf meinen Felsen, und die Pforten der Hölle werden ihn nicht überwältigen.
(Buch Mormon 3. Nephi 11 : 39 ...  Jesus erscheint dem Volk Nephi nach seiner Auferstehung und verkündet seine Lehre ca. 34 n.Chr.)

Und wenn ihr dies immer tut, seid ihr gesegnet, denn ihr seid auf meinem Felsen gebaut.
(Buch Mormon 3. Nephi 18 : 12 ... Hier empfiehlt Jesus dem Volk Nephi, das Abendmahl regelmäßig zu nehmen ca. 34 n. Chr.)

Darum fürchtet euch nicht, kleine Herde; tut Gutes; laßt Erde und Hölle sich gegen euch verbinden, denn wenn ihr auf meinem Felsen gebaut seid, können sie euch nicht überwältigen.
(Lehre und Bündnisse 6 : 34 ... Offenbarung, gegeben an Joseph Smith, den Propheten, und an Oliver Cowdery im April 1829 zu Harmony, Pennsylvania)


Siehe, ich gebiete dir, nicht etwa zu meinen, du seiest berufen zu predigen, ehe du berufen bist. Warte noch ein wenig, bis du mein Wort haben wirst, meinen Fels, meine Kirche und mein Evangelium, damit du meine Lehre mit Gewißheit kennst ... Baue auf meinem Felsen, der mein Evangelium ist ...
(Lehre und Bündnisse 11 : 15, 16, 24 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, an seinen Bruder Hyrum Smith im  Mai 1829 zu Harmony, Pennsylvania)

Darum, wenn du meine Kirche auf der Grundlage meines Evangeliums und meines Felsens errichtest, werden die Pforten der Hölle dich nicht überwältigen.
(Lehre und Bündnisse 18 : 5 ... Offenbarung an Joseph Smith, den Propheten, an Oliver Cowdery und David Whitmer, gegeben im Juni 1829 zu Fayette, New York)

Dies ist ein Teil des Segens Jakob (Israel) für seinen Sohn Josef

Tag
20


1. Mose
(Genesis)

Kapitel
50


Vers
24


... Gott aber wird sich euer sicherlich gnädig annehmen und euch aus diesem Lande in das Land zurückführen, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat.

Unser Land der Verheißung

In unserem Leben hält unser himmlischer Vater immer wieder neue "Länder der Verheißung" bereit. Länder, in denen Milch und Honig fließen. Länder des Friedens, Länder der Freiheit, Länder der Freude.

Dies sind unsere ersterbenswerten -Gefühls-Zustände, die wir mit seiner Hilfe erreichen können.

Er führt uns hinaus aus den emotionalen Tiefen in die Glücksgefühl-Höhen, die wir erklimmen, wenn sein Geist uns berührt.

Dies sind die letzten Worte Josefs, des Sohnes Jakobs, des Sohnes Isaaks, des Sohnes Abrahams.

Mit diesen Worten vesichert er seinen Brüdern, das Land Kanaan.