Studium des 2. Buch Mose bzw. Exodus
(wenn nicht anders angegeben, wird aus der Bibel-Übersetzung von Hermann Menge zitiert)




Tag

Buch

Kapitel

Vers(e)

Text

Kommentar

Hintergrund

Tag
1

2. Mose (Exodus)

Kapitel
1

Verse
17, 20,21

Aber die Hebammen waren gottesfürchtig und befolgten den Befehl des Königs von Ägypten nicht, sondern ließen die Knaben am Leben ... Gott aber ließ es den Hebammen gut ergehen ... und weil die Hebammen gottesfürchtig waren, verlieh Gott ihnen reichen Kindersegen (Luther 1984: "segnetet er ihre Häuser").


gottesfürchtig


Hier sind gottesfürchtige Hebammen am Werk, die aus Gewissensgründen Kinder schützen, gegen den Befehl des Pharaos.

Dies ist Gottesfurcht pur. Ein Mensch, der gottesfürchtig ist, dem wird es gut ergehen, dem wird reicher Segen zuteil.

Gottesfurcht ist jedoch nicht wörtlich zu nehmen und als "Furcht" oder "Angst" vor Gott zu interpretieren, sondern vielmehr als Respekt und Ehrfurcht.

Die guten Hebammen weigern sich den Tötungsbefehl des Paharao auszuführen, der besagt, dass alle männlichen Nachkommen der Israeliten getötet werden sollen. Diese Maßnahme empfand der Pharao als dringend erforderlich, um die Größe der Israeliten zu drosseln und die Gefahr von Aufstand und Krieg zu stoppen.

Die Israeliten befinden sich noch in Ägypten, ca. 1539 v. Chr.

Tag
2

2. Mose (Exodus)

Kapitel
2

Verse
23-25

Die Israeliten aber seufzten unter dem Frondienst und schrien auf, und ihr Hilferuf wegen des Frondienstes stieg zu Gott empor. Als Gott nun ihr Wehklagen hörte, gedachte er seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob; und Gott sah die Israeliten an, und Gott nahm Kenntnis davon (Luther 1984:"nahm sich ihrer an)

Die Wort Gottes im brennenden Busch 1. Mose bzw. Exodus 3:7-10, 16-17, 20-22

Hierauf sagte der HERR: »Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Fronvögte gehört; ja, ich kenne ihre Leiden! Daher bin ich herabgekommen, um sie aus der Gewalt der Ägypter zu erretten und sie aus jenem Lande in ein schönes, geräumiges Land zu führen, in ein Land, das von Milch und Honig überfließt, in die Wohnsitze der Kanaanäer, Hethiter, Amoriter, Pherissiter, Hewiter und Jebusiter. Weil also jetzt das Wehgeschrei der Israeliten zu mir gedrungen ist und ich auch gesehen habe, wie schwer die Ägypter sie bedrücken, so gehe jetzt hin! Denn ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten hinausführst.


Ich habe auf euch und auf das, was euch in ... widerfahren ist, genau achtgegeben ... und habe beschlossen, euch aus dem Elend ... in das Land ... wegzuführen, in ein Land, das von Milch und Honig überfließt.


Darum werde ich dann meine Hand ausstrecken und das Ägyptervolk mit all meinen Wundertaten schlagen, die ich in seiner Mitte verrichten werde; daraufhin wird er euch ziehen lassen.   Auch will ich dieses Volk bei den Ägyptern Gunst finden lassen, so daß ihr bei eurem Auszug nicht mit leeren Händen ausziehen sollt,  nein, jede Frau soll sich von ihrer Nachbarin und ihrer Hausgenossin silberne und goldene Schmucksachen und Kleider geben lassen; die sollt ihr dann euren Söhnen und Töchtern anlegen und so die Ägypter ausplündern.

Noch mehr aufbauende Worte von Gott für die Israeliten 1. Mose bzw. Exodus 6:5-8

Ich habe auch die Klagen der Israeliten gehört, die von den Ägyptern geknechtet werden, und habe meines Bundes (= meiner Bundeszusage) gedacht. Darum sage zu den Israeliten: ›Ich bin der HERR und will euch von dem Druck der Fronarbeiten der Ägypter frei machen und euch aus ihrem Zwangsdienst erretten und euch erlösen mit hoch erhobenem Arm und mit gewaltigen Strafgerichten. Und ich will euch zu meinem Volk annehmen und will euer Gott sein, und ihr sollt erkennen, daß ich der HERR, euer Gott, bin, der euch vom Druck des Frondienstes der Ägypter frei macht. Ich will euch auch in das Land bringen, dessen Verleihung ich dem Abraham, Isaak und Jakob durch einen feierlichen Eid zugesagt habe, und will es euch zum erblichen Besitz geben, ich, der HERR!‹

Hilferuf

Wir dürfen sicher, sein, wenn wir aufschreien könnten, wenn wir Hilferufe zu Gott senden, wenn wir vor lauter Schwermut und Sorge seufzen.

Unser Rufen steigt sicher zu Gott empor, Gott hört unser Wehklagen. Er erinnert sich an seinen Bund mit uns. Gott nimmt von uns Kenntnis und kümmert sich um uns und führt uns aus der Sklaverei in ein geräumiges Land, in dem Milch und Honig fließt.

In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass die Israeliten Mose nicht glaubten, als er ihnen die Befreiung ankündigte. In der Schrift wird uns auch der Grund für diesen Unglauben genannt. Es heißt im 2. Mose bzw. Exodus 6:9: "Mose berichtete dies den Israeliten; aber sie hörten nicht auf ihn aus Kleinmut und wegen des harten Frondienstes ... (Elberfelder Übersetzung: aber aus Verzagtheit und wegen ihrer schweren Arbeit, hörten sie nicht auf Mose)."

Der Herr reagiert auf unseren Hilferuf. Es ist wichtig, sensibel genug zu sein, damit wir bemerken, dass er bereit ist, uns zu befreien. In diesem Moment ist es hinderlich, wenn wir zu verzagt und zu beschäftigt sind.



Nachdem Mose durch ein Wunder vor der Ermordung gerettet wurde, musste er nach Midian fliehen, weil er im Alter von ca. 40 Jahren einen Ägypter erchlug. Dort heiratete er "Zippora", eine Tochter des Priesters. Einige Jahre später verschärft ein neuer Pharao die Versklavung der Israeliten enorm. Es kommt zu großem Wehklagen unter den Israeliten.

Während der Erscheinens Gottes im brennenden Dornenbusch auf dem Berg Horeb, erklärt Gott, dass er das Elend seine Volkes gesehen hat.

Die Israeliten befinden sich noch in Ägypten, ca. 1486 v. Chr.

Tag
3

2. Mose (Exodus)

Kapitel
4

Verse
10-12, 15

Mose aber sagte zum HERRN: Bitte, HERR! Ich bin kein Mann, der zu reden versteht; ich bin es früher nicht gewesen und bin es auch jetzt nicht, seitdem du zu deinem Knecht redest, sondern ich bin mit Mund und Zunge unbeholfen. Da antwortete ihm der HERR: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen, oder wer macht ihn stumm oder taub, sehend oder blind? Bin ich es nicht, der HERR?  So gehe also hin! Ich will schon mit deinem Munde sein und dich lehren, was du reden sollst

... ich aber will mit deinem und mit seinem (Aaron, Bruder von Mose) Munde sein und euch angeben, was ihr zu tun habt.


Jeremia hatte ein ähnliches Erlebnis ... Jeremia 1:6-9:

Da antwortete ich: Ach, HERR, mein Gott, sieh doch: ich verstehe ja nicht zu reden, denn ich bin noch so jung! Doch der HERR erwiderte mir: Sage nicht, du seiest noch so jung! Denn (oder: sondern) zu allen, wohin ich dich senden werde, sollst du gehen, und alles, was ich dir auftragen werde, sollst du reden. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin mit dir, um dich zu behüten!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.
Hierauf streckte der HERR seine Hand aus und berührte meinen Mund mit ihr; dann sagte der HERR zu mir: »Hiermit lege ich meine Worte in deinen Mund!
Wisse wohl: ich bestelle dich heute über (oder: für) die Völker und über (oder: für) die Königreiche (oder: Königshäuser), um auszureißen und niederzureißen, zu vernichten und zu zerstören, (aber auch) um aufzubauen und zu pflanzen.
     



 

      

 

 

     


Ich bin zu schwach

Der unsichere Mose, wird vom Herrn sehr deutlich motiviert, indem er ihm sagt, dass er über all den Dingen steht und alles lenkt. Die Botschaft für uns ist: Machen wir den Mund auf, trotz Bedenken, Schwächen und Ängsten. Der Herr wird mit uns sein und sich um uns kümmern, egal wie groß die Aufgabe ist.


Der Prophet Ether zum Volk Buch Mormon Ether 12:27

... und wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche. Ich gebe den Menschen Schwäche, damit sie demütig seien; und meine Gnade ist ausreichend für alle Menschen, die sich vor mir demütigen; denn wenn sie sich vor mir demütigen und Glauben an mich haben, dann werde ich Schwaches für sie stark werden lassen.

Matthäus 10: 19, 20 (Jesus zu seinen Jüngern)

Wenn man euch nun den Gerichten überliefert, so macht euch keine Sorge darüber, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben werden, was ihr reden sollt;
nicht ihr seid es ja, die dann reden, sondern der Geist eures Vaters ist es, der in euch redet.

Lukas 12 : 12 (Jesus zum Volk)

Denn der heilige Geist wird euch in eben der Stunde lehren  (= eingeben), was ihr sagen sollt.

Ein Auszug aus der Übersetzung der Bibel, wie sie dem Propheten Joseph Smith von Juni 1830 bis Februar 1831 offenbart wurde. Köstliche Perle, Mose 6: 32

Und der Herr sprach zu Henoch: Gehe hin und tue, wie ich dir geboten habe, und niemand wird dich durchbohren. Tue deinen Mund auf, und er wird erfüllt werden, und ich werde dir zu reden eingeben; denn alles Fleisch ist in meiner Hand, und ich werde tun, wie es mir gut scheint.


Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, am 8. August 1831 im Kreis Jackson, Missouri ... Lehre und Bündnisse 60: 2-4

... aber an einigen habe ich kein Wohlgefallen, denn sie wollen ihren Mund nicht auftun, sondern aus Menschenfurcht verbergen sie das Talent, das ich ihnen gegeben habe. Weh solchen, denn mein Zorn ist gegen sie entflammt. Und es wird sich begeben: Wenn sie mir nicht mehr Glaubenstreue erzeigen, wird ihnen selbst das weggenommen werden, was sie haben. Denn ich, der Herr, herrsche in den Himmeln oben und über die Heere der Erde; und an dem Tag, da ich meine Juwelen herrichte, werden alle Menschen wissen, was es ist, das die Macht Gottes bezeugt.

Offenbarung, gegeben an Joseph Smith, den Propheten im Juli 1830 zu Harmony, Pennsylvania ... Lehre und Bündnisse 24: 5-7

Und du sollst auch weiterhin Gott in meinem Namen anrufen und das niederschreiben, was dir vom Tröster gegeben wird, und der Kirche alle Schriften erläutern. Und es wird dir im selben Augenblick eingegeben werden, was du reden und schreiben sollst, und sie sollen es vernehmen, sonst schicke ich ihnen einen Fluch statt eines Segens. Denn du sollst dein ganzes Dienen Zion widmen, und darin wirst du Kraft haben.

Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, an Oliver Cowdery im September 1830 zu Fayette, New York ... Lehre und Bündnisse
28: 4

Und wann immer du durch den Tröster veranlaßt wirst, zur Kirche zu sprechen oder sie zu lehren, oder immer aufgrund eines Gebots, magst du solches tun.

Der Herr hat Mose beauftragt zur Befreiung der Ägypter nach Ägypten zurück zu kehren, nachdem er nach Midian geflohen ist und Zippora geheiratet hat. Doch Mose fühlt sich schwach und unfähig, denn er isr kein guter Redner. Aaron, sein Bruder, wird sein Sprecher.

Die Israeliten befinden sich noch in Ägypten, ca. 1446 v. Chr.

Tag
4

2. Mose (Exodus)

Kapitel
4

Vers
31

Da schenkte ihm das Volk Glauben, und als sie hörten, daß der HERR sich der Israeliten gnädig angenommen und ihr Elend angesehen habe, verneigten sie sich und warfen sich zur Erde nieder.(Luther: neigten sie sich und beteten an).

verneigen

Es ist gut, uns vor dem HERRN zu verneigen, uns vor IHM nieder zu werfen und IHN anzubeten. In erster Linie ist damit die innere Haltung gemeint.

Diese ehrfürchtige Einstellung zu unserem "König", ist vorallen dann empfehlenswert, wenn wir erkennen, dass ER unser Elend angesehen hat und sich uns gnädig angenommen hat.

JESUS hat uns von der Sünde befreit, ER hat uns Zugang zum ewigen Leben und zu seinem Reich geschenkt. Schenken wir ihm unseren Glauben und verneigen wir uns vor IHM.


Nach seiner Flucht nach Midian und seiner Heirat mit Zippora und seiner Berufung, kehrt Mose nach Ägypten zurück. Aaron, sein Bruder wird ihm vom Herrn entgegengeschickt. Die beiden informieren die Ältesten von der geplanten göttlichen Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei.

Die Israeliten befinden sich noch in Ägypten, ca. 1446 v. Chr.

Tag
5

2. Mose (Exodus)

Kapitel
7

Verse
3-5, 10-13

Ich aber will das Herz des Pharaos verhärten, um viele Zeichen und Wunder im Lande Ägypten zu verrichten.  Wenn der Pharao nun auf euch nicht hört, so will ich meine Hand an (oder: auf) die Ägypter legen und meine Heerscharen, mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten unter gewaltigen Strafgerichten wegführen. Dann werden die Ägypter zur Erkenntnis kommen, daß ich der HERR bin, wenn ich meine Hand gegen die Ägypter ausgestreckt und die Israeliten aus ihrer Mitte weggeführt habe ...

      

... Da gingen Mose und Aaron zum Pharao und taten so, wie der HERR ihnen geboten hatte: Aaron warf seinen Stab vor den Pharao und dessen Hofleute hin, und er verwandelte sich in eine große Schlange.  

Aber der Pharao ließ auch seinerseits die Weisen und Zauberer kommen, und auch sie, die ägyptischen Zauberkünstler, taten dasselbe vermittels ihrer Geheimkünste:  

Jeder warf seinen Stab hin, da verwandelten diese sich in Schlangen; jedoch Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.  

Aber das Herz des Pharaos blieb hart, so daß er nicht auf sie hörte, wie der HERR es vorausgesagt hatte.

die Hand des Herrn

Der HERR ist stark, wenn es um Befreiung geht. Harte Herzen der Unterdrücker sind manchmal gottgewollt, damit ER durch Wunder zeigen kann, dass ER der HERR ist. ER wird uns wegführen aus der Gefangenschaft, manchmal auch mithilfe gewaltiger Strafgerichte. ER wird SEINE starke Hand ausstrecken gegen unsere Unterdrücker. Diese werden erkennen, dass ER der HERR ist.

Im Beispiel bewirkt der Herr die Verwandlung des Stabes Aarons in eine große Schlange. Herbeigerufene Weise und Zauberer verwandeln ihre Stäbe ebenso in Schlangen, doch Aarons große Schlange frisst diese auf.

Auch in unserem Leben, kann der HERR für uns Wunder vollbringen. Und wenn dann die Welt und das Gewöhnliche versucht, uns durch Zauberkünste zu beeindrucken, dürfen wir wissen, dass dies alles nichts ist, gegen die Wunder, die die starke Hand Gottes bewirkt.

Die trickreiche Welt, die uns mit scheinbar so peppigen Faszinationen hypnotisieren will, sieht ganz blass und mager aus, wenn unser himmlischer Vater SEINE echte Kraft und Macht ins Spiel brngt.

Moses ist jetzt 80 Jahre alt. Aaron 83 Jahre. Der Herr sendet sie zum Pharao und motiviert die beiden mit starken Worten.

Beim Pharao geschieht das Wunder: der Stab Aarons wird zur Schlange !!!

Die Israeliten befinden sich noch in Ägypten, ca. 1446 v. Chr.

Tag
6

2. Mose (Exodus)

Kapitel
11

Kapitel
12

Kapitel
13





Vers(e)
3

35,36, 42, 51


3,5, 21, 22

















Der HERR stimmte dann die Ägypter günstig gegen das Volk ...

Die Israeliten hatten aber (zuvor) die Weisung Moses befolgt und sich von den Ägyptern silberne und goldene Wertsachen sowie Kleider erbeten; und der HERR hatte dabei die Ägypter gegen das Volk günstig gestimmt, so daß sie ihnen das Erbetene gewährten; und so plünderten sie die Ägypter aus.

Eine Nacht des Wachens (= eine durchwachte Nacht) für den HERRN war das, damit er sie aus Ägypten wegführe ...

An eben diesem Tage führte der HERR die Israeliten aus Ägyptenland, Schar um Schar. (Luther-Übersetzung 1984)

Denn mit starker (Luther 1984: mächtiger) Hand hat der HERR euch von dort weggeführt ... ein Land, das von Milch und Honig überfließt ...

Der HERR aber zog vor ihnen her, bei Tage in einer Wolkensäule, um ihnen den Weg zu zeigen, und nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie bei Tag und bei Nacht wandern könnten: nicht wich die Wolkensäule bei Tage und nicht die Feuersäule nachts von der Spitze des Zuges.


unser Auszug aus Ägypten

Wir alle müssen immer wieder aus unserem "Ägypten" ausziehen. Ägypten könnte in diesem Fall eine Art Knechtschaft bzw. Verskalvung symbolisieren, in der wir uns wegen  unserer unguten Gedanken, Gefühle, Worte und Taten befinden.

Es gibt den Gegenspieler von JESUS CHRISTUS, nämlich Satan. Er versucht wegzulocken vom HERRN. Die Folgen sind dann genau diese unguten und negativen Gedanken, Gefühle, Worte und Taten.

Es ist gut, wenn wir uns zum Auszug aus unserem Ägypten entscheiden. Das Resultat sind sehr positive und angenehme Gedanken, Gefühle, Worte und Taten.

Wir können uns darauf verlassen, wenn wir ausziehen aus dem Zustand der Unterdrückung und uns vom BEFREIER JESUS CHRISTUS führen lassen, dann wird das Ganze gut gelingen.

Die Umstände unseres Auszuges werden vom HERRN selbst begünstigt sein. Wir werden unser Ägypten mit dazugewonnenen Wertsachen verlassen. (siehe 1. Timotheus 4:7,8 ... Ich habe den guten Kampf gekämpft, habe den Lauf vollendet, den Glauben unverletzt bewahrt [oder: habe Treue gehalten]: fortan liegt für mich der Siegeskranz (Luther: die Krone) der Gerechtigkeit bereit, den der Herr, der gerechte Richter, mir an jenem Tage zuteilen [oder: zuerkennen] wird ... Menge-Übersetzung).

Wenn wir ausziehen aus unserem Ägypten, erlebt der HERR eine durchwachte Nacht und kümmert sich um jeden Einzelnen, ganz so, wie eine Mutter um ihr Kind, bzw.  wie eine Henne um ihre Küken (siehe Matthäus 23:37).

Der HERR zieht vor uns her und zeigt uns den Weg, ER erleuchtet uns die Nacht und bleibt an der Spitze.

Vor dem Auszug der Israeliter aus Ägypten, rettete ein Schutz-Zeichen an der Tür die Menschen vor der 10. Plage (Tod der Erstgeborenen), bzw. dem Verderber ... siehe 12:23. Mit diesem Zeichen signalisierten die Menschen ihre Bereitschaft zur Befreiung. Womöglich ist es gut, wenn auch wir ein Zeichen der Bereitschaft zur Befreiung, zum Auszug aus unserem Ägypten bereit halten (2. Korinher 3:3 "vom Brief Christi")

Hier spricht Alma der Jüngere vom äusserlichen Zeichen des Gesichtsaudruckes:

Und nun siehe, ich frage euch, meine Brüder in der Kirche: Seid ihr geistig aus Gott geboren? Habt ihr sein Abbild in euren Gesichtsausdruck aufgenommen? Habt ihr diese mächtige Wandlung in eurem Herzen erlebt?
Buch Mormon Alma zum Volk in Zarahemla  ... um 83 v. Chr.  )               

Nachdem die 10. Plage (Tod der Erstgeburten) übers Land gezogen ist, vertreiben die Ägypter die Israeliten. So beginnt der Auszug aus Ägypten, bzw. aus der Knechtschaft. 

ca. 1446 v. Chr.

Tag
7

2. Mose (Exodus)

Kapitel
14





Verse
10-14

















Als nun der Pharao nahe herangekommen war und die Israeliten hinschauten und die Ägypter erblickten, die hinter ihnen herzogen, da gerieten die Israeliten in große Angst und schrien zum HERRN  und sagten zu Mose: »Hast du uns etwa deshalb, weil es in Ägypten keine Gräber gab, mitgenommen, damit wir in der Wüste sterben? Was hast du uns da angetan, daß du uns aus Ägypten weggeführt hast! Haben wir dir nicht schon in Ägypten aufs bestimmteste erklärt: Laß uns in Ruhe: wir wollen den Ägyptern dienen!; denn besser wäre es für uns, den Ägyptern zu dienen, als hier in der Wüste zu sterben!

Da entgegnete Mose dem Volk: »Fürchtet euch nicht! Haltet nur stand, so werdet ihr sehen, welche Rettung euch der HERR heute noch schaffen wird! Denn so, wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie in alle Ewigkeit nicht wieder sehen.      Der HERR wird für euch streiten, verhaltet ihr euch nur ruhig! 

Die Ägypter kommen - fürchtet euch nicht ...

Wie oft stehen wir vor Herausforderungen, die uns zu mächtig sind. Angst und Sorge machen sich breit.

Wie wichtig ist dann unsere innere Sicherheit, dass wir uns in Verbindung mit dem HERRN nicht fürchten müssen.

Wir müssen lediglich konsequent und standhaft sein und die tägliche Rettung durch unseren ERLÖSER JESUS CHRISTUS im Blick behalten.

Ganz ruhig und gelassen können wir jeden Tag neu beginnen, ER wird für uns streiten.

Die täglichen Schwierigkeiten und Bedrohungen werden kleiner oder verschwinden völlig.


Die Israeliten sind nach der 10. Plage (Tod der Erstgeburten), von der sie dank des Schutzzeichens an der Tür verschont wurden, aus Ägypten vertrieben worden. Nach einer Richtungsänderung von süd-östlich nach süd-westlich, lagern sie nun direkt am Schilfmeer (wahrscheinlich das rote Meer) zwischen Migdol und Pi-Hahirot. Verfolgt werden sie von der ägyptischen Armee, bestehend aus 600 Wagen samt Kämpfern. Die Israeliten reagieren entsprechend und verständlicherweise ängstlich und vorwurfsvoll, doch Mose findet die richtigen Worte.

ca. 1446 v. Chr.

Tag
8

2. Mose (Exodus)

Kapitel
15





Verse
1-3, 6-7, 11, 13, 18




... Singen will ich dem HERRN, denn hocherhaben ist er ... Meine Stärke und mein Lobgesang ist der HERR, der mir Rettung geschafft hat; er ist mein Gott: ihn will ich preisen ... ihn will ich erheben! Der HERR ist ein Kriegsheld, HERR ist sein Name ... Deine Rechte, o HERR, ist herrlich durch Kraft; deine Rechte, o HERR, zerschmettert den Feind.  Durch die Fülle deiner Hoheit vernichtest du deine Gegner; du läßt deine Zornglut ausgehn: die verzehrt sie wie Spreu ...  Wer ist dir gleich, HERR, unter den Göttern? wer ist wie du so herrlich an Majestät, furchtbar an Ruhmeswerken, ein Wundertäter?  ... Mit deiner Huld hast du das Volk geleitet, das du erlöst hast; mit deiner Kraft hast du es geführt zu deiner heiligen Wohnstatt ... Der HERR ist (oder: bleibt) König immer und ewig! 

sing dein Loblied ...

Nachdem die Israeliten dank der Meeresteilung vor den Ägyptern fliehen konnten, singen sie dem HERRN ein Loblied.

Auch wir können den HERRN täglich loben, denn immer wieder befreit er uns aufs Neue.


Nachdem Mose das Schilfmeer (wahrscheinlich rotes Meer) geteilt hat und die Israeliten erfolgreich vor der nachfolgenden ägyptischen Armee fliehen konnten, indem sie das Meer durchquerten, während die Ägypter ertranken, singen Mose und sein Volk ein Lob-Lied.
ca. 1446 v. Chr.


Tag
9

2. Mose (Exodus)

Kapitel
15





Verse
23-26





Als sie dann nach Mara kamen, konnten sie das Wasser dort nicht trinken, weil es bitter war; daher hieß der Ort Mara (= Bitterkeit). Da murrte das Volk gegen Mose und sagte: Was sollen wir trinken? Da flehte er laut zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Holz; als Mose dieses in das Wasser geworfen hatte, wurde das Wasser süß. Dort gab er (d.h. der HERR) dem Volk Gesetze und Verordnungen und stellte es dort auf die Probe,  indem er sagte: Wenn du auf die Weisungen des HERRN, deines Gottes, willig hörst und das tust, was ihm wohlgefällt, wenn du seinen Befehlen gehorchst und alle seine Gebote beobachtest, so will ich von allen Heimsuchungen (Luther: Krankheiten), die ich über die Ägypter verhängt habe, keine über dich kommen lassen; denn ich, der HERR, bin dein Arzt (= der dich heilt). 


... ich der Herr bin dein Arzt ... Gehorsam macht gesund ... süß statt bitter ...

Hier erhalten wir eine Botschaft nach dem Motto: Gehorsam macht gesund, denn JESUS ist unser Arzt. Es ist gut, auf die Gesetze, Verordnungen und Weisungen des HERRN willig zu hören. Dabei ist es wichtig, das zu tun, was IHM gefällt, SEINE Befehle auszuführen und SEINE Gebote ernst zu nehmen.

Als Belohnung für unsere Bereitschaft, werden wir so weit wie möglich von Krankheiten verschont.

***Hinweis: Für unser Leben bedeuted dies nicht, dass wir stets gesund bleiben, wenn wir JESUS folgen, denn wir werden geprüft, wenn es nötig ist. Doch wir werden tendenziell und weitmöglichst gesund sein und sicherlich stets innerlich eine gewisse Gesundheit spüren können, durch SEINEN Geist und SEINE Liebe und ganz sicherlich vollkommene und umfangreiche Gesundheit erleben, am Ende in SEINEM Reich, wenn wir IHM treu bleiben.

Und ganz so, wie der HERR durch Mose bitteres Wasser süß gemacht hat, kann ER unser manchmal so bitter schmeckendes Leben versüßen, wenn wir es IHM durch unseren Gehorsam ermöglichen.

Nach der Meer-Teilung zogen die Israeliten drei Tage in die Wüste Schur, fanden jedoch kein Wasser. Später fanden sie verdorbenes, bitteres Wasser. Das Volk beschwert sich. Moses reinigt das Wasser, durch ein Holz, welches er hinein wirft ... Diesen Ort nannten sie Mara, weil das Wasser dort so bitter war. Nach diesem Ereignis ziehen die Israeliten weiter nach Elim, wo es 12 Wasserquellen und 70 Palmen gibt.
ca. 1446 v. Chr.

Tag
10

2. Mose (Exodus)

Kapitel
16





Verse
22-30, 32-34, 36





Am sechsten Tage aber hatten sie doppelt so viel Brot gesammelt ... Folgendes ist es, was der HERR geboten hat: ›Ein Ruhetag, ein dem HERRN heiliger Feiertag (Sabbat) ist morgen (oder: soll morgen sein)!  Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; alles aber, was übrigbleibt, legt beiseite und hebt es euch für morgen auf! Da hoben sie es bis zum folgenden Morgen auf, wie Mose angeordnet hatte, und diesmal wurde es nicht übelriechend, und auch kein Wurm war darin (Hinweis: zuvor hatten die Israeliten gegen die Anweisung unter der Woche am Abend Manna übrig gelassen, welches am nächsten Morgen verdorben war) ... Da sagte Mose: »Eßt es heute! Denn heute ist Sabbatfeier für den HERRN: heute werdet ihr auf dem Felde nichts finden. Sechs Tage sollt ihr es sammeln; aber am siebten Tage ist Sabbat (= Ruhetag), an diesem gibt es keins. Als trotzdem am siebten Tage einige vom Volk hinausgingen, um zu sammeln, fanden sie nichts.  Da sagte der HERR zu Mose: »Wie lange wollt ihr euch noch weigern, meine Gebote und Weisungen zu befolgen? Seht doch! Weil der HERR euch den Sabbat eingesetzt hat, darum gibt er euch am sechsten Tage Brot für zwei Tage. Bleibt also alle daheim: niemand verlasse am siebten Tage seine Wohnung! So ruhte denn das Volk am siebten Tage.


Hierauf sagte Mose: Folgendes hat der HERR geboten: Ein Gomer voll soll davon für eure künftigen Geschlechter aufbewahrt werden, damit sie das Brot sehen, mit dem ich euch in der Wüste gespeist habe, als ich euch aus dem Lande Ägypten wegführte. Da befahl Mose dem Aaron: Nimm einen Krug, tu einen Gomer Manna hinein und stelle ihn hin vor den HERRN zur Aufbewahrung für eure künftigen Geschlechter!  Nach dem Befehl, den der HERR dem Mose gegeben hatte, stellte Aaron (den Krug später) vor die Gesetzestafeln in der Bundeslade zur Aufbewahrung ... Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.  

... gib dem HERRN Zeit & Geld zurück (Sabbat und Zehnter)

Hier zeigt der HERR auf wundersame Weise, dass er den reichen Segen förmlich vom Himmel regnen lassen kann. ER versorgt sein Volk mit dem, was es braucht.

Besonders betrachtenswert ist das Manna, welches die Isaeliten ca. 40 Jahre ernährte.

Aussehen und Beschaffenheit:

  • rund, klein
  • wie Reif auf der Erde
  • wie weißer Koriandersamen
  • wie eine Semmel
  • schmilzt in der Sonne

Geschmack:

  • süßlich

Besonderheit:

  • niemand kann sich daran bereichern, denn auch wenn einer mehr sammelt, hat am Ende jeder soviel, wie er zum Leben braucht
  • unter der Woche verdirbt es bis zum nächsten Morgen, wenn es aufgehoben wird. Am Sabbatvorabend bleibt es jedoch frisch für den Sabbat, wenn es aufgehoben wird.
  • am Vorabend des Sabbats gibt es die doppelte Menge, am Sabbat selbst gibt es nichts.

Als der HERR die Himmelspforten öffnet und das Volk auf diese Weise versorgt, vermittelt er zwei wichtige Prinzipen.

Zum einen erwartet der HERR, IHM einen Tag zu weihen, nämlich den Sabbat. An diesem Tag ist es wichtig, IHN zu verehren und das Alltägliche abzuschalten. Zum anderen möchte der HERR 10% des Mannas zurück haben.

Hier wird noch vor der Übermittlung der 10 Gebote etwas Wichtiges verdeutlicht. Wir sollen einen Tag für IHN reservieren und IHM 10% dessen zurück zahlen, was uns als Einkommen zukommt.

Auch heute noch ist die Sabbat-Heiligung und das Gesetz des Zehnten in Kraft und von höchster Priorittät.

Nehmen wir das Ganze nicht auf die leichte Schulter, sondern beachten wir besser diese beiden fundamentalen Gesetze.

Interessant ist, dass auch heute noch Zeit und Geld zu den Dingen gehören, die meist sehr knapp sind. Hier fordert der HERR von uns wirklich die Dinge, an denen wir hängen.



... die Israeliten reisen von Elim in die Wüste „Sin“ (zwischen Elim und Sinai). 2,5 Monate sind seit dem Auszug aus Ägypten vergangen. Dort beschwert sich das hungernde Volk und sehnt sich zurück nach den Fleischtöpfen in Ägypten. Das Volk wird daraufhin mit Wachteln und Manna gespeist.
ca. 1446 v. Chr.

Tag
11

2. Mose (Exodus)

Kapitel
17





Verse
3-6, 8-13





Weil aber das Volk dort infolge des Wassermangels Durst litt, murrte es gegen Mose und sagte: Warum hast du uns nur aus Ägypten hergeführt? Etwa um mich und meine Kinder und mein Vieh hier verdursten zu lassen? Da betete Mose laut zum HERRN mit den Worten: Was soll ich mit diesem Volk machen? Es fehlt nicht viel, so steinigen sie mich!. Da antwortete der HERR dem Mose: Tritt an die Spitze des Volkes und nimm einige von den Ältesten der Israeliten mit dir! Auch deinen Stab, mit dem du den Nil geschlagen hast, nimm in die Hand und gehe! Dann will ich dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten, und wenn du dann an den Felsen geschlagen hast, wird Wasser aus ihm hervorfließen, so daß das Volk zu trinken hat.« Mose tat so vor den Augen der Ältesten Israels.

Als darauf die Amalekiter heranrückten, um mit den Israeliten bei Rephidim zu kämpfen, befahl Mose dem Josua: Wähle uns (oder: dir) Männer aus und ziehe zum Kampf mit den Amalekitern aus! Morgen will ich mich mit dem Gottesstabe in der Hand auf die Spitze des Hügels stellen. Josua tat, wie Mose ihm befohlen hatte, (und zog aus,) um mit den Amalekitern zu kämpfen, während Mose, Aaron und Hur auf die Spitze des Hügels stiegen. Solange nun Mose seinen Arm hochhielt, hatten die Israeliten die Oberhand; sobald er aber seinen Arm ruhen (= sinken) ließ, waren die Amalekiter siegreich. Als nun schließlich die Arme Moses erlahmten, nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn, und er setzte sich darauf; dann stützten Aaron und Hur seine Arme, der eine auf dieser, der andere auf jener Seite; so blieben seine Arme fest bis zum Sonnenuntergang, so daß Josua die Amalekiter und ihr Kriegsvolk mit der Schärfe des Schwertes niederhieb.          

Beten hilft !!!

Der verzweifelte und womöglich auch ängstliche Moses, schreit zum Herrn, denn die Israeliten sind wohl wegen ihrer Wut auf ihn kurz davor, ihn zu steinigen. Das Ganze geschieht in Refidim, kurz nach der Speisung mit Manna und Wachteln. Das Volk hat Durst, ist ärgerlich und bereut den Auszug aus Ägypten.

Mose ist völlig ratlos und tut genau das Richtige. Er fragt den Herrn, was soll ich machen. Die Antwort kommt sofort und führt zum Wasser-Wunder am Berg Horeb, wo Mose durch das Schlagen mit einem Stock auf einen Felsen, eine Quelle aktiviert.

Als dann die Amalekiter angreifen und Josua in den Kampf zieht, steht Mose mir erhobenen Armen betend auf dem Berg. Sobald er die Arme herabsenkt, wird die kämpfende israeltische Truppe vom Feind zurück gedrängt. Deshalb stützen Aaron und Hur die Arme, damit der Sieg geschieht.

Wie schön ist dies für uns zu wissen. Wenn wir nicht mehr weiter wissen, können wir jederzeit unseren himmlischen Vater um Rat bitten. Und selbst beängstigende Bedrohungen können wir mithilfe eines glaubensstarken Gebtes abwenden, wenn es der Wille Gottes ist.

Nutzen wir also die Macht des Gebetes. Es kann Wunder wirken !!!

... nachdem die Israeliten mit Manna und Wachteln gespeist wurden, ziehen sie weiter nach Refidim, wo es kein Wasser gibt. Dort beschweren sie sich bei Moses, sodass Mose befürchten muss, gesteinigt zu werden.

Er bittet den HERRN um Hilfe und kann anschließend durch das Schlagen mit seinem Stab auf den Felsen (Horeb), Trinkwasser strömen lassen.

Kurze Zeit später greifen die Amalekiter an. Josua wird zum Heeresführer ernannt und Moses steht auf dem Berg und hält gebetserfüllt die Arme hoch, denn wenn er die Arme herablässt, verliert Josua. Aaron (der Bruder von Mose) und Hur, stützen dem ca. 80-jährigen Mose die Arme.
ca. 1446 v. Chr.


Tag
12

2. Mose (Exodus)

Kapitel
18





Verse
17-23






Da sagte sein Schwiegervater zu ihm: Dein Verfahren ist nicht zweckmäßig;  dabei mußt du selbst und ebenso auch diese Leute, die bei dir stehen, ganz erschöpft werden; denn die Sache ist zu schwer für dich, und du allein kannst sie nicht durchführen. Nun höre mich an: ich will dir einen Rat geben, und Gott möge mit dir sein! Sei du der Vertreter des Volkes Gott gegenüber und bringe du ihre Anliegen vor Gott!  Mache ihnen daneben die Rechtssprüche und Entscheidungen klar und gib ihnen den Weg an, den sie innezuhalten haben, und das Verfahren, das sie beobachten müssen. Zugleich sieh dich aber unter dem ganzen Volke nach tüchtigen, gottesfürchtigen und zuverlässigen Männern um, die keiner Bestechung zugänglich sind, und setze diese als Obmänner über sie, die einen über tausend, andere über hundert, andere über fünfzig und andere über zehn,
damit sie dem Volke jederzeit Recht sprechen, und zwar so, daß sie alle wichtigen Sachen vor dich bringen, alle geringfügigen Sachen aber selbst entscheiden! Auf diese Weise verschaffe dir Erleichterung und laß sie die Last mit dir tragen!  Wenn du es so machst und Gott es dir gestattet, so wirst du dabei bestehen können, und auch alle diese Leute werden befriedigt nach Hause zurückkehren.

... gemeinsam sind wir stark !!!

Wie oft meinen wir, wir müssten alles alleine schaffen und bitten nicht um Hilfe.

Moses führt alle richterlichen Aufgaben alleine durch und ist dadurch extrem überlastet.

Sein Schweigervater Jitro empfiehlt ihm, die Lasten zu verteilen, indem er ddiverse Aufgaben delegiert.

Wir müssen nicht bis zur Erschöpfung alles alleine meistern. Hilfe annehmen können, ist das Zauberwort.


Nach dem wundersamen Sieg über die Amalekiter, kommt Jitro (Moses Schwiegervater, mit Zippora (Moses Ehefrau, die er zurückgesendet hat), sowie mit den beiden Söhnen Gerschon und Elieser zu Besuch !!!
Jitro erlebt, wie Moses sich den ganzen Tag mit allen richterlichen "Klein-Aufgaben" aufhält und empfiehlt ihm, diese Dinge an Helfer zu delegieren. Moses folgt diesem Rat. Jitro reist wieder ab !!! ca. 1446 v. Chr.

Tag
13

2. Mose (Exodus)

Kapitel
19


Verse
4-8


Ihr habt selbst gesehen, was ich an den Ägyptern getan und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch hierher zu mir gebracht habe.       Und nun, wenn ihr meinen Weisungen willig gehorcht und meinen Bund haltet, so sollt ihr aus (oder: vor) allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde ... ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein ... Das ganze Volk aber antwortete einmütig: Alles, was der HERR geboten hat, wollen wir tun!

Paralellstelle: Hierauf kam Mose und teilte dem Volke alle Verordnungen des HERRN und alle Rechtssatzungen mit. Da gab das ganze Volk einstimmig die Erklärung ab: Alle Verordnungen, die der HERR erlassen hat, wollen wir ausführen ... und sie erklärten: Alles, was der HERR geboten hat, wollen wir tun und willig erfüllen.
2. Mose (Exodus) 24:3, 7

Paralellstelle: Buch Mormon Mosia 18:11 ... Und als nun das Volk diese Worte gehört hatte, klatschten sie vor Freude in die Hände und riefen aus: Das ist unser Herzenswunsch ... ...  um 147–145 v. Chr.

Hier erleben wir eine ähnliche Begeisterung, als Alma der Ältere (der von den Knechten König Noas floh, nachdem er den Worten Abinadis glaubte und verfolgt wurde) in der Wildnis predigt.

Adlersflügel und große Begeisterung

Hier beschreibt der HERR, wie ER sein Volk auf Adlersflügeln trägt und wie sie durch ihre Bündnisse und durch ihren Gehorsam SEIN Eigentum und ein heiliges Volk werden.

Die Reaktion auf solch eine glorreiche Aussicht kommt einig und kraftvoll. Das Volk Israel ist freudig zum absoluten Gehorsam bereit.

Auch wir werden oft vom HERRN wie durch Adlersflügel nach oben katapultiert und erhielten ähnliche Verheißungen. Ich denke, unsere Reaktion sollte auch so euphorisch sein.



Die Israeliten erreichen am ersten Tag des dritten Monats nach ihrem Auszug aus Ägypten die Wüste Sinai und den Berg Sinai (da, wo die zehn Gebote empfangen werden). Die vorherige Etappe war Refidim. ca. 1446 v. Chr.

Tag
14

2. Mose (Exodus)

Kapitel
20

Verse
22-24

Ihr habt selbst gesehen, daß ich vom Himmel her mit euch geredet habe.                      

Darum sollt ihr keine anderen Götter neben mir anfertigen: Götter von Silber und Götter von Gold sollt ihr euch nicht anfertigen! Einen Altar von Erde sollst du mir herstellen und auf ihm deine Brandopfer und Heilsopfer, dein Kleinvieh und deine Rinder darbringen! An jeder Stätte, wo ich ein Gedächtnis meines Namens stiften werde, will ich zu dir kommen und dich segnen.

Paralellstelle: denn wo zwei oder drei auf meinen Namen hin (oder: in meinem Namen) versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen ...
Matthäus 18:20 
              

Gott treu bleiben

Gott erwartet unsere Treue zu IHM, zu IHM allein, denn er hat zu uns gesprochen. ER will, dass wir IHM Opfer bringen (auf Angenehmes verzichten). Sein Lohn ist großartig. Da, wo wir SEINEM Namen gedenken, da wird ER zu uns kommen und UNS segnen.

Nachdem Mose in der Wüste Sinai auf dem Berg Sinai die zehn Gebote empfangen hat, floh das Volk vor den Donnern und Blitzen, etc. Sie baten Mose zu sprechen und wollten aus Angst nicht direkt von Gott angesprochen werden. Das Volk hielt Abstand und Mose näherte sich der Dunkelheit, in der Gott sich befand. Dort sagte Gott ihm diese Worte.  ca. 1446 v. Chr.

Tag
15


2. Mose (Exodus)

Kapitel
22


Kapitel
23

Verse
20-30


Verse
1-9

Keine Witwe oder Waise sollt ihr bedrücken ...                 

Wenn du jemandem aus meinem Volk, einem Armen, der neben dir wohnt, Geld leihst, so sollst du dich nicht als Wucherer gegen ihn benehmen: ihr sollt keine Zinsen von ihm fordern. – 

Wenn du dir von einem andern den Mantel als Pfand geben läßt, so sollst du ihm diesen bis zum Sonnenuntergang zurückgeben ... Gott sollst du nicht lästern und einem Fürsten in deinem Volk nicht fluchen ... Mit der Abgabe von dem Überfluß deiner Tenne und von dem Abfluß deiner Kelter sollst du nicht zögern. – Den Erstgeborenen deiner Söhne sollst du mir geben ... Ebenso sollst du es mit deinen Rindern und deinem Kleinvieh halten! Sieben Tage soll (das Erstgeborene) bei seiner Mutter bleiben, und am achten Tage sollst du es mir darbringen ... Heilige Männer sollt ihr mir sein ...

Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten ... Du sollst dich nicht der großen Menge zu bösem Tun anschließen und bei einem Rechtsstreit nicht so aussagen, daß du dich nach der großen Menge richtest, um das Recht zu beugen ... Den Vornehmen sollst du in seinem Rechtshandel nicht begünstigen ... Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, so sollst du ihm das Tier unweigerlich wieder zuführen ...  Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last zusammengebrochen siehst, so hüte dich, ihn bei dem Tier allein (= ohne Beistand) zu lassen! Du sollst unweigerlich im Verein mit ihm die Hilfeleistung vollbringen ...  Beuge nicht das Recht eines von den Armen deines Volkes in einem Rechtshandel ... Von falscher Anklage halte dich fern und hilf nicht dazu, einen Unschuldigen, der im Recht ist, ums Leben zu bringen! denn ich lasse den Schuldigen nicht Recht haben (oder: nicht ungestraft) ... Nimm keine Bestechungsgeschenke an; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verdrehen die Sache der Unschuldigen ...  Einen Fremdling sollst du nicht bedrücken! Ihr wißt ja selbst, wie einem Fremdling zumute ist; denn ihr seid selbst Fremdlinge im Land Ägypten gewesen.

Rechtsordnungen

Hier lernen wir, wie wir heilige Leute sein können und dass es oft gut ist, NICHT mit dem Strom zu schwimmen.


Nachdem Mose in der Wüste Sinai auf dem Berg Sinai die zehn Gebote empfangen hat, werden ihm auch die Rechtsordnungen übermittelt ... ca. 1446 v. Chr.

Tag
16

2. Mose (Exodus)

Kapitel
23

Verse
20-23

Wisse wohl: ich will einen Engel vor dir hergehen lassen, um dich unterwegs zu behüten und dich an den Ort zu bringen, den ich dir bestimmt habe. Nimm dich vor ihm in acht, gehorche seinen Weisungen und sei nicht widerspenstig gegen ihn; denn er würde euch eure Verschuldungen nicht vergeben, weil ich persönlich in ihm bin. Doch wenn du seinen Weisungen willig gehorchst und alles tust, was ich (dir durch ihn) gebieten werde, so will ich der Feind deiner Feinde und der Bedränger deiner Bedränger sein.
Wenn mein Engel nun vor dir hergeht und dich in das Land der Amoriter, Hethiter, Pherissiter, Kanaanäer, Hewiter und Jebusiter bringt und ich sie ausrotte ... 


Der führende und beschützende Engel ... der Feind unserer Feinde ...

Auch für uns ist der Engel da, der uns behütet und uns an die richtigen Orte bringt.

Es ist wichtig, den Weisungen dieses Engels (dieser Engel könnte auch Gott in Engelsform sein) zu gehorchen und NICHT widerspenstig zu sein, dann wird Gott der Feind unserer Feinde und der Bedränger unserer Bedränger sein (welch ein Schutzversprechen).

Feinde und Bedränger haben wir genug. Wir alle haben unsere Amoriter, Hethiter, Pherissiter, Kanaanäer, Hewiter und Jebusiter (unsere inneren und womöglich auch äusseren Angreifer und Störer).

Gott selbst, bzw. sein gesendeter Engel wird diese inneren und äusseren Feinde vernichten.

Nachdem Mose in der Wüste Sinai auf dem Berg Sinai die zehn Gebote empfangen hat, werden ihm auch die Rechtsordnungen, Sabbat-Anweisungen und die Eckdaten zu den 3 jährlichen Festen (Fest der ungesäuerten Brote, Fest der Ernte, Fest der Lese) übermittelt ... Danach erhält das Volk die wunderbare Verheißung vom führenden und beschützenden Engel ...  ca. 1446 v. Chr.

Tag
17

2. Mose (Exodus)

Kapitel
23

Verse
24-33

... dann wirf dich vor ihren Göttern nicht nieder, diene ihnen nicht und ahme ihr Tun nicht nach! Nein, du sollst ihre Götzenbilder allesamt niederreißen und ihre Malsteine zertrümmern.  Dient vielmehr dem HERRN, eurem Gott, so will ich dein Brot und dein Wasser segnen und Krankheiten von dir fernhalten; keine Frau soll in deinem Lande eine Fehlgeburt tun oder kinderlos bleiben, und ich will deine Lebenstage auf die volle Zahl bringen. Meinen Schrecken will ich vor dir hergehen lassen und alle Völker, zu denen du kommst, verzagt machen und alle deine Feinde vor dir die Flucht ergreifen lassen. Die Hornissen will ich vor dir hersenden, damit sie die Hewiter, Kanaanäer und Hethiter vor dir vertreiben. Nicht in einem Jahr will ich sie vor dir her vertreiben, sonst würde das Land zur Wüste (oder: Öde) werden und die wilden Tiere zu deinem Schaden überhandnehmen; nein, nach und nach will ich sie vor dir vertreiben, bis du so zahlreich geworden bist, daß du das ganze Land in Besitz nehmen kannst. Und ich will dein Gebiet sich ausdehnen lassen vom Schilfmeer bis zum Meer der Philister und von der Wüste bis an den Euphratstrom; denn ich will die Bewohner des Landes in deine Gewalt geben, daß du sie vor dir her vertreibst. Du darfst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Vertrag schließen; sie dürfen in deinem Lande nicht wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Sünde gegen mich verführen; denn wenn du ihren Göttern dientest, so würde das dich ins Verderben stürzen.

Fallstricke, oder lieber Schutz, Wohlergehen, Gesundheit und ein langes Leben?

Hier kommt klar zum Ausdruck, worum es wirklich geht. Wir müssen uns entscheiden, wem wir dienen wollen, Gott oder den Götzen (heute gibt es viele moderne Götzen). Es ist wichtig die Götzen-Vergangenheit bzw. die Götzen-Gefahr völlig zu beenden bzw. auszuschließen.

Wenn wir lieber dem HERRN dienen, dann kann der Segen für uns stattfinden und die Fallstricke, die der Götzendienst mit sich bringt, werden vermieden.

Hinweis: die aufgezählten Segnungen (Gesundheit, langes Leben, etc.) wurden speziell für die damaligen Israeliten ausgesprochen. Für uns ist dies nicht 1 zu 1 übertragbar. Wir können uns jedoch sicher sein, dass Gott uns gemäß seinem Willen behüten und beschützen wird. Ein Leben ohne Krankheit und Not wird uns nicht verheißen, doch Gott wird sicher auf unserer Seite sein. Durch Gehorsam schaffen wir jedoch optimale Vorraussetzungen und Bedingungen dafür, dass Gott uns genau mit diesen Dingen segnen kann, wenn es in seinen Plan passt.


Nachdem Mose in der Wüste Sinai auf dem Berg Sinai die zehn Gebote empfangen hat, werden ihm auch die Rechtsordnungen, Sabbat-Anweisungen und die Eckdaten zu den 3 jährlichen Festen (Fest der ungesäuerten Brote, Fest der Ernte, Fest der Lese) übermittelt ... Danach erhält das Volk die wunderbare Verheißung vom führenden und beschützenden Engel und wird dann über Götzendienst und Gehorsam aufgeklärt ...  ca. 1446 v. Chr.

Tag
18

2. Mose
(Exodus)

Kapitel
29

Verse
43-46

Ich will dort nämlich mit den Israeliten in Verkehr treten (oder: mich den Israeliten offenbaren), und es (das Zelt) wird durch meine Herrlichkeit geheiligt werden.         Ich will also das Offenbarungszelt und den Altar heiligen; auch Aaron und seine Söhne will ich heiligen, damit sie mir als Priester dienen; und ich will inmitten der Israeliten wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen erkennen, daß ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie aus Ägypten hinausgeführt habe, um mitten unter ihnen zu wohnen, ich, der HERR, ihr Gott.

ein heiliger Ort

es ist wichtig, einen durch SEINE Herrlichkeit geheiligten Ort zu haben, an dem Gott anwesend ist, mit uns Kontakt aufnimmt und uns Erkenntnis schenkt.

Nachdem Mose in der Wüste Sinai auf dem Berg Sinai die zehn Gebote empfangen hat, wird ihm auch alles rund um die Stiftshütte offenbart. ...  ca. 1446 v. Chr.

Tag
19

2. Mose
(Exodus)

Kapitel
30

Verse
31-33 und 37-38

Den Israeliten aber sollst du folgendes gebieten: Als ein mir heiliges Salböl soll dieses euch für alle eure Geschlechter gelten! Auf keines Menschen Leib darf es gegossen werden! und ihr dürft solches Salböl nicht in der gleichen Zusammensetzung für euren eigenen Gebrauch bereiten: es ist heilig und soll euch auch als heilig gelten!  Wer ein gleiches durch Mischung herstellt und etwas davon an eine unbefugte Person bringt, der soll aus seinen Volksgenossen ausgerottet werden!‹«


Das Räucherwerk aber, das ihr für euch selbst bereitet, dürft ihr nicht in dem gleichen Mischungsverhältnis herstellen; nein, es soll dir als dem HERRN geheiligt gelten!         Wer sich das gleiche Räucherwerk bereitet, um seinen Wohlgeruch zu genießen, soll aus seinen Volksgenossen ausgerottet werden!«

für den Herrn das Besondere

Hier geht es um das Salböl und das Räucherwerk für die Stiftshütte. Es handelt sich hierbei um besondere Rezepte für heiligen Zweck. Im gleichen Mischungsverhältnis soll es niemals für den Alltagsgebrauch eingesetzt werden.

Ich denke, heute gilt das Gleiche. Unsere Geschenke an den HERRN sollten NUR für IHN sein. Wir sollten Besonderes für IHN reservieren.

Die Zeit, die wir IHM schenken, sollte wirklich nur zu seinem Glück bestimmt sein. 

Nachdem Mose in der Wüste Sinai auf dem Berg Sinai die zehn Gebote empfangen hat, wird ihm auch alles rund um die Stiftshütte offenbart. ...  ca. 1446 v. Chr.

Tag
20

2. Mose
(Exodus)

Kapitel
32



Kapitel
33



Kapitel
34

Verse
11-14
30, 32



2,3
12-19



5-9

Mose aber suchte den HERRN, seinen Gott, zu besänftigen, indem er sagte: Warum, o HERR, soll dein Zorn gegen dein Volk entbrennen, das du mit großer Kraft und starkem Arm aus dem Land Ägypten herausgeführt hast? Warum sollen die Ägypter sagen: In böser Absicht (oder: zum Unheil) hat er sie hinausgeführt, um sie in den Bergen umkommen zu lassen und sie vom Erdboden zu vertilgen? Laß ab von deiner Zornesglut und laß dir das Unheil leid sein, das du deinem Volk zugedacht hast!  Denke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst zugeschworen und verheißen hast: Ich will eure Nachkommenschaft so zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und will dies ganze Land, von dem ich geredet habe, euren Nachkommen zu ewigem Besitz geben. Da ließ der HERR sich das Unheil leid sein, das er seinem Volk zugedacht hatte.


Am andern Tage aber sagte Mose zum Volk: Ihr habt eine schwere Sünde begangen; darum will ich jetzt zum HERRN hinafsteigen! Vielleicht kann ich euch Sühne für eure Sünde erwirken.  So kehrte denn Mose zum HERRN zurück und sagte: Ach bitte! Dieses Volk hat eine schwere Sünde begangen: es hat sich einen Gott aus Gold angefertigt! Und nun – vergib ihnen doch ihre Sünde! Wo nicht, so streiche lieber mich aus deinem Buche aus, das du geschrieben hast!


Ich will aber einen Engel vor dir hersenden und die Kanaanäer, Amoriter, Hethiter, Pherissiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben, – in ein Land, das von Milch und Honig überfließt. (Luther 1984: und will dich bringen in das Land, darin Milch und Honig fließt). Doch ich selbst will nicht in deiner Mitte hinaufziehen, weil du ein halsstarriges Volk bist; ; ich müßte dich sonst unterwegs vertilgen.


Hierauf sagte Mose zum HERRN: Siehe, du hast mir wohl geboten, dieses Volk (nach Kanaan) hinaufzuführen, hast mich aber nicht wissen lassen, wen du mit mir senden willst; und doch hast du zu mir gesagt: Ich kenne dich mit Namen, und du hast auch Gnade bei mir gefunden! Wenn ich denn wirklich Gnade bei dir gefunden habe, so laß mich doch deine Pläne wissen, damit ich dich erkenne und damit ich (inne werde, daß ich) Gnade bei dir gefunden habe! Bedenke doch auch, daß dies Volk dein Volk ist!  Da antwortete der HERR: Wenn ich in Person mitzöge, würde ich dir dadurch Beruhigung verschaffen? (Luther 1984: Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen, ich will dich zur Ruhe leiten). Da entgegnete ihm Mose: Wenn du nicht in Person mitziehst, so laß uns lieber nicht von hier wegziehen! Woran soll man denn sonst erkennen, daß ich samt deinem Volk Gnade bei dir gefunden habe? Doch eben daran, daß du mit uns ziehst und daß wir, ich und dein Volk, dadurch vor allen Völkern auf dem Erdboden ausgezeichnet werden.
Da antwortete der HERR dem Mose: Auch diese Bitte, die du jetzt ausgesprochen, will ich dir erfüllen; denn du hast Gnade bei mir gefunden, und ich kenne dich mit Namen. Als Mose nun bat: Laß mich doch deine Herrlichkeit schauen!                
antwortete der HERR: Ich will all meine Schöne (Luther 1984: Güte) vor deinen Augen vorüberziehen lassen und will den Namen des HERRN laut vor dir ausrufen, nämlich daß ich Gnade erweise, wem ich eben gnädig bin, und Barmherzigkeit dem erzeige, dessen ich mich erbarmen will.


Da fuhr der HERR im Gewölk hernieder, und er (Mose) trat dort neben ihn und rief den Namen des HERRN an. Da zog der HERR vor seinen Augen vorüber und rief aus: Der HERR, der HERR ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Gnade und Treue, der Gnade auf Tausende hin (oder: Tausenden; vgl. 20,6) bewahrt, der Unrecht, Übertretung und Sünde vergibt, doch auch (den Schuldigen) keineswegs ungestraft läßt, sondern die Schuld der Väter an Kindern und Kindeskindern heimsucht, am dritten und am vierten Glied. Da verneigte sich Mose eilends bis zur Erde, warf sich nieder und sagte: Habe ich irgend Gnade bei dir, o Herr, gefunden, so wolle mein Herr doch in unserer Mitte einherziehen! Denn es ist ein halsstarriges Volk. Aber vergib uns unsere Schuld und Sünde und laß uns dein Eigentum sein!              

SEIN Eigentum werden und bleiben


Manchmal ist es angesichts unserer fatalen Schwächen und Fehler womöglich notwendig, den ewigen Richter zu besänfigen und angestrengt Vergebung zu bewirken, um nicht das Ganze Strafmaß empfangen zu müssen.

Ich denke, wir alle sind zumindest gelegentlich halstarrig (= inetwa stolz und stur). Wir stehen uns of selbst im Weg und damit auch dem HERRN JESUS CHRISTUS, der alle Hindernisse beseitigen wird und allses Storende vertreiben wird, um uns sicher in das Land zu führen, welches überlfießt an allem erdenklich Begehrenswertem, in einen Ruhe- und Friedenszustand nämlich, der äusserst erstrebenswert ist.

Ergreifen wir doch demnach die göttliche Hand, die uns zugestreckt wird und tun alles dafür, um Gnade bei IHM zu finden.

Ganz sicher ist es in diesem Zusammenhang sinnvoll und hilfreich, SEINE Pläne (Luther 1984: Wege) zu wissen, IHN zu erkennen und SEINE Herrlichkeit zu schauen.

ER kennt jeden von uns mit Namen, ER zeigt uns SEINE Schöne, SEINE Güte.

ER sichert uns SEINE Gnade und Barmherzigkeit zu, wenn wir bereit sind, gwisse Dinge abzulegen, wie die Israeliten damals ihren Körperschmuck.

Der HERR beschreibt sich ja selbst folgendermaßen:

Der HERR, der HERR ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Gnade, der Unrecht, Übertretung und Sünde vergibt, doch auch (den Schuldigen) keineswegs ungestraft läßt ...

Es ist also absolut erforderlich und zielführend, wenn wir uns (genau wie Mose), eilends zur Erde neigen und unseren Schöpfer anbeten, damit ER gnädig in unsere Mitte einziehen kann und wir letztendlich SEIN Eigentum werden.



Die Fertigung und Anbetung des goldenen Kalbes, brachte den Israeliten höchste göttliche Verachtung und harte Konsequenzen bis hin zur drohenden Vernichtung. Mose versucht mit allem Eifer und bis zur Selbstaufgabe, die Situation wieder gerade zu biegen. Dies gelingt ihm auch Schritt für Schritt, denn der HERR vernichtet nicht und belässt es bei Schlägen. Allerdings ist der HERR zunächst nicht bereit, das halsstarrige Volk während der Weitereise selbst zubegleiten und sichert zunächst lediglch einen Führungs-Engel zu. Später dann allerdings, nachdem die Israeliten umkehrwillig den Körperschmuck abgelegt haben und nachdem Mose die Sichtung SEINER Herrlichkeit extrem begehrt hat, ist der HERR offensichtlich wieder bereit, das Volk persönlich zu begleiten.

ca. 1446 v. Chr.

Tag
21

2. Mose
(Exodus)

Kapitel
34

Verse 10-17

Da antwortete der HERR: Wohlan, ich schließe einen Bund: vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie auf der ganzen Erde und unter allen Völkern noch nie vollführt sind, und das ganze Volk, in dessen Mitte du lebst, soll das Walten des HERRN wahrnehmen; denn wunderbar soll das sein, was ich an dir tun werde. Beobachte wohl (Luther 1984: Halte), was ich dir heute gebiete! Siehe, ich will vor dir die Amoriter, Kanaanäer, Hethiter, Pherissiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben. Hüte dich wohl, mit den Bewohnern des Landes, in das du kommen wirst, einen Vertrag zu schließen, damit sie für dich nicht, wenn sie unter dir wohnen bleiben, ein Fallstrick werden!  Ihr sollt vielmehr ihre Altäre niederreißen, ihre Malsteine zertrümmern und ihre Götzenbäume umhauen. Denn du sollst keinen andern Gott anbeten! Denn der HERR heißt Eiferer und ist ein eifersüchtiger Gott. Schließe daher ja keinen Vertrag mit den Bewohnern des Landes, damit du nicht, wenn sie ihren Götzendienst treiben und ihren Göttern opfern und sie dich dazu einladen, an ihren Opfermahlen teilnimmst. Du würdest dann auch von ihren Töchtern manche für deine Söhne zu Frauen nehmen, und diese würden, wenn sie ihren Götzendienst treiben, deine Söhne zu demselben Götzendienst verführen. Du sollst dir keine gegossenen Gottesbilder machen!               

Bundeswunder und Götzen-Fallstrick

Nie dagewesene Wunder werden als Folge des erneuerten Bundes genannt. Jeder wird das Walten (Luther 1984: das Werk) des HERRN bemerken.

Wie gut es doch ist, dies zu wissen. Der HERR wird wunderbares vollbringen für uns, wenn wir uns mit IHM verbünden, z.B. durch die Taufe.

Er verspricht auch, unsere Feinde (diejenigen bzw. die Dinge, die uns auf unserem Weg zurück zum Vater im Himmel im Weg stehen), zu vertreiben.

Was wollen wir mehr?

Doch Vorsicht: Es ist nicht gut, uns zu stark mit dem Weltlichen zu verbinden zu verbinden, denn dies kann uns zum Fallstrick werden. Wir sollten unser Umfels sauber halten und notfalls die Dinge, die uns ablenken zertrümmern.

Auf jeden Fall ist es wichtig, unserem Gott treu zu bleiben und IHN nicht eifersüchtig zu machen, indem wir uns nach anderen Göttern umsehen.

interessante Stellen zu diesem Thema:

darum will ich fernerhin wunderlich mit diesem Volk verfahren, wunderlich und wundersam, so daß die Weisheit seiner Weisen zuschanden werden soll und von dem Verstande seiner Verständigen (oder: von der Klugheit seiner Klugen) nichts zu sehen ist.

Jesaja 29:14 (Menge-Übersetzung) ... hier spricht Jesaja über ein wunderbares Werk in den Letzten Tagen


Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt hinwegzunehmen, sondern sie vor dem Bösen zu behüten. Sie gehören nicht zur Welt, wie auch ich nicht der Welt angehöre.

Johannes 17: 16-17 (Menge-Übersetzung) ... Jesus betet für seine Jünger                      



Nach der Fertigung und Anbetung des goldenen Kalbes, wird das Volk geschlagen und durch das Abnehmen des Körperschmucks gedemütigt. Mose war sehr wütend wegen dieser massiven Abkehr vom HERRN, zerstörte die Gesetzestafeln und verhandelte eindringlich mit dem HERRN, um ihn gnädig zu stimmen.

Letztendlich willigt der HERR in eine Bundes-Errneuerung ein, beauftragt Mose, neue Gesetzestafeln zu fertigen und warnt das Volk jedoch eindringlich vor erneutem Götzendienst.

ca. 1446 v. Chr.

Tag
22

2. Mose
(Exodus)

Kapitel
35







Kapitel 36

Verse
5, 8, 10, 21, 22, 23, 24, 25, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35


Verse
1-7

Bringt von eurem Besitz eine Abgabe für den HERRN! Jeder, den sein Herz dazu treibt ... Öl für den Leuchter, sowie Gewürzkräuter für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk ... Und alle, die kunstverständig unter euch sind, mögen kommen und alles herstellen, was der HERR geboten hat ... dann aber kam ein jeder, den sein Herz dazu trieb, und jeder, der einen willigen Sinn besaß, brachte die Beisteuer für den HERRN zur Herstellung des Offenbarungszeltes und für den gesamten heiligen Dienst in ihm und für die heiligen Kleider ... und zwar kamen sowohl die Männer als auch die Frauen, jeder, den sein Herz dazu trieb; sie brachten Spangen, Ohrringe, Fingerringe und Halsgeschmeide, goldene Schmucksachen aller Art; und jeder, der dem HERRN etwas von Gold als Weihgabe darzubringen beschlossen hatte, brachte es herbei ... und jeder, in dessen Besitz sich blauer und roter Purpur und Karmesin, Byssus und Ziegenhaar, rotgefärbte Widderfelle und Seekuhhäute befanden, brachte sie herbei ... jeder, der eine Beisteuer an Silber und Kupfer leisten wollte, brachte die Spende für den HERRN herbei; und jeder, in dessen Besitz sich Akazienholz zu irgendeiner Verwendung befand, brachte es herbei ...  Und alle Frauen, welche die erforderliche Geschicklichkeit besaßen, spannen eigenhändig und brachten das Gespinst herbei: blauen und roten Purpur, karmesinfarbige Garne und Byssus ... So brachten die Israeliten, alle Männer und Frauen, die sich dazu getrieben fühlten, zu dem ganzen Werk, dessen Ausführung der HERR durch Mose geboten hatte, etwas beizutragen, freiwillige Gaben für den HERRN dar ...


Hierauf sagte Mose zu den Israeliten: Wisset wohl: der HERR hat Bezaleel ... mit göttlichem Geist erfüllt, mit Kunstsinn, Einsicht, Verstand und allerlei Fertigkeiten, nämlich um Kunstwerke zu ersinnen, Arbeiten in Gold, Silber und Kupfer auszuführen, Edelsteine zu schneiden, um Kunstwerke damit zu besetzen, Holz zu schnitzen, kurz Werke jeder Art kunstvoll herzustellen. Aber auch die Gabe, andere zu unterweisen, hat er ihm verliehen, ihm und Oholiab ... Er hat sie beide mit Kunstsinn reich ausgestattet ...


So werden denn Bezaleel und Oholiab und alle kunstverständigen Männer, denen der HERR Kunstsinn und Einsicht verliehen hat, so daß sie sich auf die Ausführung aller für das Heiligtum erforderlichen Arbeiten verstehen, alles nach den Anordnungen des HERRN ausführen ...


Hierauf berief Mose den Bezaleel und Oholiab und alle kunstverständigen Männer, denen der HERR Kunstsinn verliehen hatte, alle, die sich dazu getrieben fühlten, sich an der Ausführung des Werkes zu beteiligen.


Sie empfingen dann von Mose alle die Gaben, welche die Israeliten zur Ausführung der Arbeiten für das Heiligtum beigesteuert hatten; man brachte ihm aber an jedem Morgen immer noch freiwillige Geschenke. Da kamen alle Künstler, welche die ganze Arbeit für das Heiligtum auszuführen hatten, Mann für Mann, von der besonderen Arbeit, mit der sie beschäftigt waren, und sagten zu Mose: Das Volk bringt viel mehr, als zur Verwendung für die Arbeiten, deren Ausführung der HERR geboten hat, erforderlich ist. Da ließ Mose durch Ausruf im Lager bekanntmachen: Niemand, weder Mann noch Frau, möge fernerhin noch eine Arbeit als Beisteuer für das Heiligtum anfertigen! Da mußte das Volk aufhören, noch weitere Spenden zu bringen; denn der gelieferte Vorrat reichte für die Ausführung aller Arbeiten aus, ja es blieb davon noch übrig.

Opfer und Fähigkeiten

Das Schöne bei diesem Ereignis, ist die Freiwilligkeit und die individuelle Anpassung an die Einzel-Situation jedes Beteiligten.

Das Motiv für das Opfer wird klar benannt. Das Herz sollte dazu antreiben, wir sollten uns zum Dienst getrieben fühlen.

Interessant ist auch die Tatsache, dass die beiden Kunsthandwerker vom HERRN selbst mit göttlichem Geist, Kunstsinn, Einsicht, Verstand, Weisheit und allerlei Fertigkeiten, erfüllt und reich ausgestattet wurden. Sie waren befähigt worden, Kunstwerke zu ersinnen.


Diese Handwerker waren kunstverständige Männer mit Kunstsinn und Einsicht, die die erforderlichen Arbeiten ganz nach den Anweisungen des HERRN (also in seinem Sinn) ausführten.

Das Ganze endet im Überfluss von Gaben und Opfern, denn das Volk konnte kaum in seiner Gabe-Bereitschaft gebremst werden.

Ich sehe hier eine Formel für unseren Dienst im Werk des HERRN.

Es ist wichtig, dass jeder freiwillig dient und ganz gemäss seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Beim Dienst ist es wichtig, ganz im Sinne des HERRN zu handeln. Wichtig ist auch, dass der Dienst kunstvoll ausgeführt wird und nicht grob und unsensibel.

Nach der Fertigung und Anbetung des goldenen Kalbes, der anschließenden Bestrafung der Israeliten und der letztendlichen Einwilligung in die Bündniserneuerung, wird die Siftshütte erbaut. Hier wird beschrieben, wie gern das Volk seinen Beitrag zu diesem heiligen Gebäude leistet.


ca. 1446 v. Chr.




























































































































































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