High-Lights meines Studiums des Buches 1. Nephi (Buch Mormon)
(in Tage aufgeteilt, damit eine Art "mit dem Buch Mormon durch´s Jahr" entstehen kann)


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Geschichtlicher Überblick des Buches 1. Nephi


Ein Bericht von Lehi, seiner Frau Saria und den vier Söhnen Laman, Lemuel, Sam und Nephi. Weil der Prophet Lehi den Einwohnern Jerusalems ca. 600 v.Chr. in Jerusalem mit ihrer Schlechtigkeit konfrontiert und die Zerstörung Jerusalems prophezeit, wollen sie ihn töten. Doch der Herr warnt ihn und rät ihm zur Flucht. Die Familie reist drei Tage in die Wildnis. Nephi kehrt mit seinen Brüdern zurück nach Jerusalem, um den Bericht der Juden zu holen. Die Familie Ischmaels,  schließt sich der Familie Lehis an. Beide Familien durchqueren ca. 8 Jahre die Wildnis, bis sie schließlich das Meer und einen Ort erreichen, den sie wegen der vielen Früchte und des vielen Honigs "Bountiful = Überfluß" nannten. Dort baut Nephi ein Schiff, mit dem die Reise zum verheißenen Land möglich wird.


Tag

Buch

Kapitel

Vers(e)

Text

Kommentar

Hintergrund

Tag
1

Buch

1. Nephi

Kapitel

1

Vers

1

Ich, Nephi, stamme von guten Eltern, darum ist mir von allem Wissen meines Vaters etwas beigebracht worden; und da ich im Laufe meiner Tage viele Bedrängnisse erlebt habe, da mir der Herr jedoch alle meine Tage auch viel Gunst erwiesen hat; ja, da mir eine reiche Erkenntnis von der Güte Gottes und seinen Geheimnissen zuteil geworden ist, darum mache ich einen Bericht von meinen Handlungen in meinen Tagen.



Der gute erste Vers


Der erste Vers dieses heiligen Berichtes, übertrifft nach meiner Meinung die Erwartungen, die an einen ersten Vers gerichtet werden können. Eltern wird Mut gemacht, gut zu sein und Wissen an die Kinder zu vermitteln. Dankbarkeit macht sich breit, denn es wird daran erinnert, dass wir uns während unserer Bedrängniss an die Gunst des Herrn erinnern sollen. Zudem wird die Güte Gottes erwähnt und dazu motiviert, seine Geheimnisse zu ergründen. Könnte ein erster Vers einer heiligen Schrift mehr Gutes beinhalten?

Nephi, der Sohn Lehis lebt in Jerusalem

ca. 600 v. Chr.

Tag
2

Buch
1. Nephi

Kapitel
1

Vers

5

Darum begab es sich: Mein Vater Lehi ging hinaus und betete zum Herrn, ja, nämlich aus ganzem Herzen, für sein Volk.



Für andere Beten


Wie wichtig ist es doch, für diejenigen, die uns anvertraut sind und die wir lieben und schätzen (unsere Kinder, unsere Schüler, unsere Angestellten, unsere Freunde, unsere Nachbarn u.s.w.), aus ganzem Herzen zu beten. Vergessen wir dies nicht !!!

Lehi, ein Prophet, lebt in Jerusalem in einer Zeit grosser Schlechtigkeit, in der viele Propheten das Volk zur Umkehr rufen

ca. 600 v. Chr.

Tag
3

Buch
1. Nephi

Kapitel
1

Verse

14-15

Und es begab sich: Als mein Vater viel Großes und Wunderbares gelesen und gesehen hatte, rief er vieles zum Herrn, wie etwa: Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, Allmächtiger Gott! Dein Thron ist hoch in den Himmeln, und deine Macht und Güte und Barmherzigkeit sind über allen Bewohnern der Erde; und weil du barmherzig bist, wirst du nicht zulassen, daß die zugrunde gehen, die zu dir kommen!

Und nach dieser Weise waren die Worte meines Vaters, als er seinen Gott pries; denn seine Seele freute sich, und sein Herz war ganz erfüllt der Dinge wegen, die er gesehen hatte, ja, die der Herr ihm gezeigt hatte.





Dankbarkeit und Freude


Haben wir nicht auch Großes und Wunderbares gesehen und allen Grund dazu den Herrn mit folgenden Worten zu loben ?


  • Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, Allmächtiger Gott! Dein Thron ist hoch in den Himmeln, und deine Macht und Güte und Barmherzigkeit sind über allen Bewohnern der Erde; und weil du barmherzig bist, wirst du nicht zulassen, daß die zugrunde gehen, die zu dir kommen!



Gibt es nicht täglich genug Ursachen, die unsere Seele erfreuen und unser Herz ganz erfüllen?

Der Prophet Lehi lobt Gott, wegen einer Vision, die ihm gezeigt wurde.

ca. 600 v. Chr.

Tag
4

Buch
1. Nephi

Kapitel
1

Vers
20

Aber siehe, ich, Nephi, werde euch zeigen, daß die liebevolle, große Barmherzigkeit des Herrn über all denen waltet, die er ihres Glaubens wegen erwählt hat, um sie mächtig zu machen, ja, zur Kraft der Befreiung.



Der Herr lässt uns NICHT hängen


Wenn wir uns dem Herrn im Glauben zuwenden und wir dadurch SEINE Erwählten sind, dann werden wir durch seine Barmherzigkeit mächtig und werden befreit von jeder Fessel, die uns bindet.

Nachdem Lehi, der Vater Nephis das Volk in Jerusalem zur Umkehr gerufen hatte, wollten sie ihn töten. An dieser Stelle schreibt Nephi seione berühmten Worte.

ca. 600 v. Chr.

Tag
5

Buch
1. Nephi

Kapitel

2

Verse

9-10

O daß du wärest wie dieser Fluß und beständig zur Quelle aller Rechtschaffenheit eiltest! O daß du wärest wie dieses Tal, fest und standhaft und unverrückbar im Halten der Gebote des Herrn!



Die guten Wünsche eines Vaters für seine Söhne


Lehi wünscht seinen Söhnen Laman und Lemuel nur das Beste, nämlich Rechtschaffenheit und Gehorsam. Gute Eltern motivieren ihre Kinder zu guten Taten und zum Halten der Gebote. Wir alle sollten wie ein Fluss zur Quelle aller Rechtschaffenheit eilen und standhaft und unverrückbar sein, wie ein Tal, wenn es um das Befolgen der Gebote des Hernn geht.

Gott hatte Lehi beauftragt aus Jerusalem zu fliehen. Sie fliehen 3 Tage lang in die Wildnis Richtung Rotes Meer. Es war eine schnelle Flucht vor den Bedrohern. Der Besitz wurde zurück gelassen. Sie befinden sich nun in einem Tal an einem Fluss. Das Tal und den Fluss benennt Lehi nach seinen rebellischen Söhnen Laman und Lemuel.

ca. 600 v. Chr.

Tag
6

Buch
1. Nephi

Kapitel
2

Vers
12

Und sie murrten, weil sie das Walten jenes Gottes nicht erkannten, der sie erschaffen hatte.



Konstruktiv oder Destruktiv, Positiv oder Negativ


Laman und Lemuel waren meist negativ eingestellt bezüglich der Visionen ihres Vaters und ihres Bruders Nephi. Sie wirkten gegen die Reise ins verheißene Land und gegen den Aufbau einer rechtschaffenen Nation.


Wir müssen uns entscheiden, ob wir positiv mitwirken wollen oder lieber kitisierend im Weg stehen wollen. Das Rezept zum Guten wird genannt: Wenn wir das Walten jenes Gottes erkennen, dann tendieren wir weniger zum Murren (Motzen).



  • Auch Johannes wusste, dass Gotteserkenntnis die Grundlage ist für ein gutes Leben: „Wenn wir seine Gebote halten, erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm.


1. Johannes 2:3,4 (Einheitsübersetzung)


  • Hier nennt Jesus die Ursache, warum manche die Jünger verfolgen: "Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben."


Johannes 16:2-3 (Einheitsüberstzung)


Bemühen wir uns also, Gott zu erkennen, damit wir nicht zu den Feinden Jesu werden.

Hier nennt Nephi den Grund dafür, warum Laman und Lemuel, seine rebellischen Brüder, murrten bzw. kritisierten.

ca. 600 v. Chr.

Tag
7

Buch
1. Nephi

Kapitel
2

Vers
16

Ich, Nephi  hatte auch großes Verlangen, von den Geheimnissen Gottes zu wissen; darum rief ich den Herrn an; und siehe, er besuchte mich und erweichte mir das Herz, so dass ich alle die Worte glaubte; darum lehnte ich mich nicht auf.



Ein weiches Herz bringt uns und andere voran


Wenn wir mit grosses Verlangen gebeterfüllt Gottes Geheimnisse ergünden wollen, wird unser Charakter durch ein weiches Herz geprägt. Ein weiches Herz ist wohl eines der wichtigsten und schönsten Eigenschaften, die ein Mensch in die Gesellschaft mit einbringen kann.

Hier nennt Nephi den Grund dafür, warum er gehorsamer war, als seine Brüder.

ca. 600 v. Chr.

Tag
8

Buch
1. Nephi

Kapitel
2

Vers
19

... gesegnet bist du, Nephi, deines Glaubens wegen; denn du hast mich eifrig, mit demütigem Herzen, gesucht.


IHN eifrig suchen


Glauben heisst, IHN eifrig suchen ... Funktioniert jedoch NUR mit demütigem Herzen.

Das sind die Worte des Herrn an Nephi, als er für seine rebellischen Brüder betet.

ca. 600 v. Chr.

Tag
9

Buch
1. Nephi

Kapitel
2

Vers
20

Und insofern ihr meine Gebote haltet, wird es euch wohl ergehen, und ihr werdet in ein Land der Verheißung geführt werden; ja, selbst ein Land, das ich für euch bereitet habe; ja, ein Land, das vor allen anderen Ländern erwählt ist.



unser verheißenes Land


... der Herr hält für uns alle ein verheißenes Land bereit. Spätestens dann, wenn wir nach dem Tod zu IHM heimkehren in sein Reich. Doch warum so lange warten? Schon jetzt können wir immer wieder ein verheißenes Land ansteuern. Es handelt sich um höchst erwählte erstrebenswerte Länder der Zufriedenheit, des Wohlergehens und des Glücklichseins, die unsere Lebensqualität enorm verbessern. Machen wir uns doch alle auf die Reise in unsere Länder der Verheißung. Manchmal ist der Weg dorthin schwierig und steinig, doch der Aufwand lohnt sich, denn DORT fließen Milch und Honig. Der Preis für das Hinkommen lässt sich mit einem Wort benennen: GEHORSAM.



Zusatzstellen aus der Bibel:



Wenn der Herr uns wohlgesinnt ist und uns in dieses Land bringt, dann schenkt er uns ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

Numeri / 4. Mose 14: 8 Einheitsübersetzung



Und das ist das Gebot, das sind die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch im Auftrag des Herrn, eures Gottes, lehren soll und die ihr halten sollt in dem Land, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen. Wenn du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, indem du auf alle seine Gesetze und Gebote, auf die ich dich verpflichte, dein ganzes Leben lang achtest, du, dein Sohn und dein Enkel, wirst du lange leben. Deshalb, Israel, sollst du hören und darauf achten, (alles, was der Herr, unser Gott, mir gesagt hat,) zu halten, damit es dir gut geht und ihr so unermesslich zahlreich werdet, wie es der Herr, der Gott deiner Väter, dir zugesagt hat, in dem Land, wo Milch und Honig fließen.

Deuteronomium / 5. Mose 6: 1-3 Einheitsübersetzung

Fortsetzung der Worte des Herrn an Nephi, als er für seine rebellischen Brüder betet.

ca. 600 v. Chr.

Tag
10

Buch
1. Nephi

Kapitel
3

Verse
6-8

Darum gehe hin, mein Sohn, und der Herr wird dich begünstigen, weil du nicht gemurrt hast.

Und es begab sich: Ich, Nephi, sprach zu meinem Vater: Ich will hingehen und das tun, was der Herr geboten hat; denn ich weiß, der Herr gibt den Menschenkindern keine Gebote, ohne ihnen einen Weg zu bereiten, damit sie das vollbringen können, was er ihnen gebietet. Und es begab sich: Als mein Vater diese Worte vernahm, war er überaus froh; denn er wußte, daß ich vom Herrn gesegnet worden war.

Der Herr ebnet den Weg


Wir können sicher sein, der Herr gibt uns Möglichkeiten und öffnet Türen, damit wir die Dinge tun können, die er von uns erwartet. Die positive Einstellung, ohne Murren (Motzen), die Dinge des Hernn Jesus Christus tun zu wollen, resultiert daraus, dass wir vom Herrn gesegnet wurden.



Lehi beauftragt seinen Sohn Nephi, den schweren Auftrag zu erledigen, die heiligen Aufzeichnungen von Laban in Jerusalem zu holen. Die Reaktion Nephis auf diesen Auftrag ist inspirierend.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
11

Buch
1. Nephi

Kapitel
3

15-16, 21

Aber siehe, ich sprach zu ihnen: So wahr der Herr lebt und wir leben, wir werden nicht zu unserem Vater in die Wildnis hinabgehen, ehe wir vollbracht haben, was der Herr uns geboten hat. Darum laßt uns im Halten der Gebote des Herrn treu sein ... Mit solcher Sprache bewegte ich meine Brüder, daß sie treu sein mögen im Halten der Gebote Gottes.


... keep going ...


Nicht aufgeben, ist hier der Tenor. Dies ist ein gutes Lebensmotto für uns. Lasst uns eifrig und treu bleiben und die Dinge zu Ende bringen, die wir als richtig erkannt haben. Und lasst uns diejenigen, die schwach geworden sind, aufrichten und motivieren.

Nephi und seine Brüder reisen nach Jerusalem um die prophetischen Platten zu holen. Der erste Versuch, an die Aufzeichnungen zu kommen, war gefährlich und lief schief. Nephis Brüder namens Laman und Lemuel, wollten aufgeben. Doch Nephi blieb eifrig und motivierend.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
12

Buch
1. Nephi

Kapitel
4

Verse
1-3

Und es begab sich: Ich sprach zu meinen Brüdern, nämlich: Laßt uns abermals nach Jerusalem hinaufgehen, und laßt uns im Halten der Gebote des Herrn treu sein; denn siehe, er ist mächtiger als die ganze Erde, warum also nicht auch mächtiger als Laban und seine fünfzig, ja, oder sogar als seine Zehntausende?

Darum laßt uns hinaufgehen; laßt uns stark sein wie Mose; denn er sprach wahrhaftig zu den Wassern des Roten Meeres, und sie teilten sich nach beiden Seiten, und unsere Väter gingen trockenen Fußes hindurch, aus der Gefangenschaft, und die Heere Pharaos folgten und ertranken in den Wassern des Roten Meeres. Nun siehe, ihr wißt, daß dies wahr ist; und ihr wißt auch, daß ein Engel zu euch gesprochen hat—wie könnt ihr zweifeln? Laßt uns hinaufgehen! Der Herr kann uns befreien, ja, wie unsere Väter, und kann Laban vernichten, ja, wie die Ägypter.

Wie Moses sein


Manchmal ist es sinnvoll, an die Propheten der Vergangenheit zu denken. Wenn Gott damals so mächtig war, das Meer zu teilen, dann kann er uns ebenso heute die Bahn frei machen, auch wenn wir gegen eine gefühlte zehntausender Armee zu kämpfen haben.

Glauben wir daran und überwinden wir mit seiner Hilfe die Lebens-Hindernisse. Wie können wir mit der Kenntnis solcher grossen Ereignisse im Hinterkopf noch daran zweifeln, dass Gott uns heute nicht unterstützen und wenn nötig durch Wunder befreien

wird ?

Auch der zweite Versuch, an die Aufzeichnungen zu kommen, funktionierte nicht und resultierte im Verlust des gesamten Besitzes der Familie. Erneut bleibt Nephi positiv und gibt nicht auf. Am Ende gelingt es Nephi mit Gottes Hilfe, die Aufzeichnungen zu erlangen. Die Brüder reisen wieder in die Wildnis.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
13

Buch
1. Nephi

Kapitel
5

Verse
1-4

Und es begab sich: Nachdem wir zu unserem Vater in die Wildnis hinabgekommen waren, siehe, da war er voller Freude, und auch meine Mutter Saria war überaus froh; denn fürwahr, sie hatte um uns getrauert. Denn sie hatte gemeint, wir seien in der Wildnis zugrunde gegangen; auch hatte sie meinem Vater Vorwürfe gemacht und gesagt, er sei ein Mann mit Visionen; sie sprach: Siehe, du hast uns aus dem Land unseres Erbteils hinweggeführt, und meine Söhne sind nicht mehr, und wir gehen in der Wildnis zugrunde. Und mit solchen Worten hatte meine Mutter meinem Vater Vorwürfe gemacht.    Und es hatte sich begeben, daß mein Vater zu ihr sprach, nämlich: Ich weiß, daß ich ein Mann mit Visionen bin; denn wenn ich das, was von Gott ist, nicht in einer Vision gesehen hätte, dann hätte ich nicht Gottes Güte erfahren, sondern wäre zu Jerusalem geblieben und mit meinen Brüdern zugrunde gegangen. Doch siehe, ich habe ein Land der Verheißung erlangt, und darüber freue ich mich ...

verrückt sein ...


Wer von Gottes Geist berührt wird, erscheint für sein Umfeld oft verrückt, ein Mensch mit Visionen eben. Die Gesellschaft betitelt ungewöhnlich Gläubige oftmals als Menschen mit Visisonen (Verrückte, Abgedrehte). Ich kann solche Einschätzungen durchaus nachvollziehen. Doch ganz ehrlich, ich stehe ,ganz wie Lehi dazu, ein Mann mit Visionen (ein Verrückter) zu sein.


Wenn ich die Dinge Gottes nicht in einer Vision gesehen hätte, dann hätte ich seine Güte nicht erfahren und wäre stehen geblieben und womöglich zugrunde gegangen. Ich habe mein Land der Verheißung erlangt und freue mich darüber.


Ich denke, wir alle müssen in unserem Leben unser Jerusalem (steht symbolisch für die Welt) verlassen um unser verheißenes Land (geistiges Domizil) zu finden. Es macht nichts, wenn andere uns in so einer Phase für verrückt erklären.



Die Eltern Lehi und Saria freuen sich über die Rückkehr ihrer Söhne, die die heiligen Aufzeichnungen aus Jerusaelm holen sollten. Saria hatte Lehi verständlicher Weise Vorwürfe gemacht und nannte ihn einen (verrückten) Mann mit Visionen.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
14

Buch
1. Nephi

Kapitel
6

Verse
4-6

Denn meine Absicht ist einzig und allein, die Menschen zu bewegen, daß sie zum Gott Abrahams und Gott Isaaks und Gott Jakobs kommen und errettet werden. Darum, was der Welt gefällt, schreibe ich nicht, sondern, was Gott gefällt und denen, die nicht von der Welt sind. Darum werde ich meinen Nachkommen Gebot geben, diese Platten nicht mit etwas anzufüllen, was für die Menschenkinder keinen Wert hat.



.. was Gott gefällt


Wie oft beißen sich die Dinge, die der Welt (oder uns) gefallen und die Gott gefallen. Wenn wir uns oder andere Gott näher bringen wollen, dann ist es erforderlich uns zumindest ansatzweise und zeitweise von der Welt zu distanzieren und uns auf wertvolle, nachhaltige Dinge zu konzentrieren, die unserem Vater im Himmel angenehm sind.


Wie gut zu wissen, dass der Prophet Nephi, einer der Schreiber des Buch Mormons, die WIRKLICH WICHTIGEN GOTTGEFÄLLIGEN INFORMATIONEN aufgeschrieben hat und auf die wertlosen Inhalte verzichtet hat. Das gesamte Buch Mormon ist in diesem Sinne eine Sammlung edelster Weisheiten.

Nephi beginnt seinen eigenen heiligen Bericht und nennt hier sein Beweggründe dafür.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
15

Buch
1. Nephi

Kapitel
7

Verse
8-13

Und nun war ich, Nephi, über ihre Herzenshärte betrübt, darum sprach ich zu ihnen, ja, zu Laman und Lemuel, nämlich: Siehe, ihr seid meine älteren Brüder, und wie kommt es, daß ihr im Herzen so verhärtet seid und im Sinn so verblendet, daß es notwendig ist, daß ich, euer jüngerer Bruder, zu euch sprechen, ja, und euch ein Beispiel geben muß? Wie kommt es, daß ihr nicht auf die Worte des Herrn gehört habt?  Wie kommt es, daß ihr vergessen habt, daß ihr einen Engel des Herrn gesehen habt?  Ja, und wie kommt es, daß ihr vergessen habt, was der Herr Großes für uns getan hat, indem er uns aus den Händen Labans befreit hat und wir zudem die Aufzeichnungen erlangt haben?  Ja, und wie kommt es, daß ihr vergessen habt, daß der Herr nach seinem Willen für die Menschenkinder alles tun kann, wenn es so ist, daß sie Glauben an ihn ausüben? Darum laßt uns ihm treu sein.  Und wenn es so ist, daß wir ihm treu sind, dann werden wir das Land der Verheißung erlangen ...

... wie kommt es, daß ihr vergessen habt?


Ein hartes Herz und ein verblendeter Sinn sollten vermieden werden.


Gut ist es, auf die Worte des Herrn zu hören.


Wichtig ist auch, dass wir NICHT vegessen:


  • was wir gesehen und erlebt haben
  • was der Herr Großes für uns getan hat, indem er uns befreit hat
  • und was er alles tun kann, wenn wir Glauben an ihn ausüben



Lasst uns IHM treu sein, dann werden wir UNSER Land der Verheißung erlangen.






Ein viertes mal reisen die Brüder von der Wildnis nach Jerusalem. Diesmal um Ischmael und seine Familie zu überzeugen mitzukommen. Ischmaels Töchter sollten die Ehefrauen der Söhne Lehis werden. Ischmael und seine Familie sind dank des Einwirkens des Herrn, bereit mitzukommen. Auf dem Weg in die Wildnis, kommt es jedoch zu einer Rebellion unter der jüngeren Generation. Dies sind die Worte Nephis an seine Brüder in dieser Situation.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
16

Buch
1. Nephi

Kapitel
8































Verse
10-12


























Und es begab sich: Ich erblickte einen Baum, dessen Frucht begehrenswert war, um einen glücklich zu machen.

Und es begab sich: Ich ging hin und aß von seiner Frucht, und ich fand, daß sie sehr süß war, mehr als alles, was ich je zuvor gekostet hatte. Ja, und ich sah, daß seine Frucht weiß war, an Weiße alles übertreffend, was ich je gesehen hatte.  Und als ich von seiner Frucht aß, erfüllte sie meine Seele mit überaus großer Freude; darum regte sich in mir der Wunsch, auch meine Familie möge davon essen; denn ich wußte, daß diese Frucht begehrenswerter war als jede andere.

1. Nephi 11:8-10, 21-23, 25

Und es begab sich, daß der Geist zu mir sprach: Schau! Und ich schaute und sah einen Baum; und er war wie der Baum, den mein Vater gesehen hatte; und dessen Schönheit ging weit über, ja, übertraf alle Schönheit; und dessen Weiße übertraf die Weiße von frisch gefallenem Schnee.   Und es begab sich: Nachdem ich den Baum gesehen hatte, sprach ich zum Geist: Ich sehe, du hast mir den Baum gezeigt, der kostbarer als alles ist.


Und der Engel sprach zu mir: Sieh das Lamm Gottes, ja, selbst den Sohn des Ewigen Vaters! Kennst du die Bedeutung des Baumes, den dein Vater gesehen hat? Und ich antwortete ihm, nämlich: Ja, das ist die Liebe Gottes, die sich überall den Menschenkindern ins Herz ergießt; darum ist sie das Begehrenswerteste von allem. Und er sprach zu mir, nämlich: Ja, und die größte Freude für die Seele.


Und es begab sich: Ich sah, daß die eiserne Stange, die mein Vater gesehen hatte, das Wort Gottes ist, das zu der Quelle lebendigen Wassers oder zum Baum des Lebens führt; diese Wasser sind eine Darstellung der Liebe Gottes; und ich sah auch, daß der Baum des Lebens eine Darstellung der Liebe Gottes ist.   

Baum des Lebens - Baum der Liebe


Gibt es irgendetwas begehrenwerteres, als die Liebe Gottes, die dieser Baum darstellt? Ist es nicht genau diese Frucht der reinen Liebe unseres himmlischen Vaters, die wirklich nachhaltig glücklich macht, die die Seele mit überaus großer Freude füllt?


Ja, wer diese Liebe kostet, genießt eine nie zuvor erlebte Süße und betrachtet eine nie zuvor gesehene Brillianz, Reinheit und Weiße.


Logisch, dass wir unsere Lieben SOFORT dazu einladen wollen, mitzugenießen !!!

In der Wildnis hatte Lehi seinen berühmten visionären Traum vom Baum des Lebens. Hier beschreibt er diesen Baum. Danach sieht Nephi, der Sohn Lehis, den gleichen Baum, als ihm dieser durch den Herrn in einer ähnlichen Vision gezeigt wird. Ein Engel erklärt ihm danach die Bedeutung.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
17

Buch
1. Nephi

Kapitel
8

Verse
19-24, 30

Und ich erblickte eine eiserne Stange, und sie lief am Ufer des Flusses entlang und führte zu dem Baum, bei dem ich stand.

Und ich erblickte auch einen engen und schmalen Pfad, der an der eisernen Stange entlangführte, ja, zu dem Baum, bei dem ich stand; und er führte auch an dem Ursprung der Quelle vorbei zu einem Feld, so groß und weit, als sei es eine Welt.   Und ich sah zahllose Scharen von Menschen; viele von ihnen strebten vorwärts, um auf den Pfad zu gelangen, der zu dem Baum führte, bei dem ich stand.  Und es begab sich: Sie kamen herzu und betraten den Pfad, der zu dem Baum führte. Und es begab sich: Es stieg ein Nebel der Finsternis auf, ja, ein überaus dichter Nebel der Finsternis, so daß diejenigen, die den Pfad betreten hatten, ihren Weg verloren, so daß sie abirrten und verlorengingen. Und es begab sich: Ich sah andere vorwärtsstreben, und sie kamen herzu und ergriffen das Ende der eisernen Stange; und sie strebten durch den Nebel der Finsternis vorwärts und hielten sich an der eisernen Stange fest, ja, bis sie herzukamen und von der Frucht des Baumes aßen  ...

... sie kamen und ergriffen das Ende der eisernen Stange, und sie strebten auf ihrem Weg vorwärts und hielten sich dabei beständig an der eisernen Stange fest, bis sie herzukamen und niederfielen und von der Frucht des Baumes aßen

1. Nephi 11:25

Und es begab sich: Ich sah, daß die eiserne Stange, die mein Vater gesehen hatte, das Wort Gottes ist, das zu der Quelle lebendigen Wassers oder zum Baum des Lebens führt; diese Wasser sind eine Darstellung der Liebe Gottes; und ich sah auch, daß der Baum des Lebens eine Darstellung der Liebe Gottes ist.

Die Stange zum Festhalten


Wer Jesus nachfolgt, begibt sich auf einen engen und schmalen Pfad. Das Ziel ist der Baum des Lebens mit seiner weißen und süßen Frucht (die Liebe Gottes). Vom Ziel abhalten will der Nebel der Finsternis (Versuchungen und Schwierigkeiten). Wer jedoch die eiserne Stange (das Wort Gottes) ergreift, sich daran festhält und vorwärtsstrebt, der kann den schwierigen Weg zum Baum des Lebens schaffen. Machen wir weiter, mithilfe der Kraft aus dem Wort Gottes, trotz der vielen Gegenwinde.



Jesus bestätigt in der Bibel, dass es nicht leicht ist, IHM zu folgen:


"Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn."


Matthäus 7:14 (Einheitsübersetzung)





In der Wildnis hatte Lehi seinen berühmten visionären Traum vom Baum des Lebens. Hier beschreibt er die eiserne Stange mit dem enegen und schmalen Pfad, einen wichtigen Aspekt in diesem Traum. Auch Nephi, der Sohn Lehis erblickte später die lehrreichen Symbole dieses Traumes.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
18

Buch
1. Nephi

Kapitel
8

Verse
25-28,

33-34

Und nachdem sie von der Frucht des Baumes gegessen hatten, ließen sie ihre Augen umherschweifen, als schämten sie sich. Und auch ich ließ meine Augen umherschweifen und sah auf der anderen Seite des Flusses mit Wasser ein großes und geräumiges Gebäude; und es stand gleichsam in der Luft, hoch über dem Erdboden. Und es war voll von Menschen, alt und jung, männlich und weiblich; und sie waren überaus fein gekleidet; und sie standen da in der Haltung des Spottens und zeigten mit Fingern auf diejenigen, die herzugekommen waren und eben von der Frucht aßen. Und nachdem diese von der Frucht gekostet hatten, schämten sie sich, weil die anderen sie verspotteten; und sie fielen ab auf verbotene Pfade und gingen verloren. Und groß war die Schar, die in jenes seltsame Gebäude ging. Und nachdem sie in das Gebäude eingetreten waren, deuteten sie mit dem Finger der Verachtung auf mich und auf diejenigen, die ebenfalls von der Frucht aßen; aber wir beachteten sie nicht … denn wer sie beachtete, fiel ab.

 

schäme dich nicht


Wer Jesus Christus konsequent nachfolgt, muss stets mit Unverständnis, ja sogar mit Spott rechnen; da die echte und wirkliche Nachfolge Jesu häufig NICHT zu dem aktuellen gesellschaftlichen Lebensmodell passt und demnach unpopulär ist. Die meisten Menschen bleiben den im Lande üblichen Traditionen und religiösen Main-Stream-Bewegungen treu. Nur wenige schwimmen gegen den Strom, setzen sich kritisch mit den etablierten Institutionen auseinander und folgen Jesus in der Weise, wie er es möchte. Schnell wird das Verhalten dieser Menschen von der Masse als seltsam betrachtet.


In Lehis Traum vom Baum des Lebens, wird das Bild vom "großen, seltsamen, geräumigen Gebäude" benutzt, in dem sich viele Menschen befinden, die mit dem Finger auf diejenigen zeigen, die von der Frucht des Baumes essen.


Der Rat ist eindeutig und kurz: "einfach nicht beachten"


Paulus schreibt in seinen Briefen dazu folgendes:



Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht … Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt

Römer 1: 16 (Einheitsübersetzung)


Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen …

2. Timotheus 1:8 (Einheitsübersetzung)


In der Wildnis hatte Lehi seinen berühmten visionären Traum vom Baum des Lebens. Hier beschreibt er die Aspekte rund um das große geräumige Gebäude.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
19

Buch
1. Nephi

Kapitel
8

Verse
35-38

Und Laman und Lemuel aßen nicht von der Frucht, sagte mein Vater.

Und es begab sich: Nachdem mein Vater alle Worte seines Traumes oder seiner Vision gesagt hatte, und es waren viele, sprach er zu uns, er sei aufgrund dessen, was er in der Vision geschaut habe, überaus besorgt wegen Laman und Lemuel; ja, er sei besorgt, sie würden aus der Gegenwart des Herrn verstoßen werden. Und dann ermahnte er sie mit allem Gefühl eines liebevollen Vaters, auf seine Worte zu hören, damit der Herr doch zu ihnen barmherzig sei und sie nicht verstoße; ja, mein Vater predigte ihnen.   Und nachdem er ihnen gepredigt und ihnen auch vieles prophezeit hatte, hieß er sie, die Gebote des Herrn zu halten; und dann hörte er auf, zu ihnen zu sprechen.   

Das Gefühl eines liebevollen Vaters



Ein guter Vater ermahnt seine Kinder liebevoll und mit viel Gefühl, wenn es nötig ist. Ein guter Vater wünscht sich den
Gottes-Gehorsam seiner Kinder, weil er die positive Wirkung der Evangeliums-Treue kennt und seinen Kindern das Glück wünscht, welches aus der Nachfolge Jesu resultiert.

Ein guter Vater sorgt sich um seine Kinder.

Zur Info: Auch unser himmlischer Vater ist besorgt um uns und versucht uns voller Liebe zu erreichen !!!


In Lehis Traum vom Baum des Lebens, essen seine Söhne Laman und Lemuel nicht von der begehrenswerten Frucht. Daraufhin spricht Lehi mit diesen Söhnen.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
20

Buch
1. Nephi

Kapitel
9

Verse
6

Darum hat der Herr mir geboten, diese Platten anzufertigen, und zwar in seiner weisen Absicht, aber ich kenne diese Absicht nicht. Doch der Herr weiß alles von Anfang an; darum bereitet er einen Weg, um alle seine Werke unter den Menschenkindern zu vollbringen; denn siehe, er hat alle Macht, seine sämtlichen Worte zu erfüllen. Und so ist es. Amen.

Doch der Herr weiß alles


Auch wenn wir manchmal im Dunkeln tappen und nicht wissen, wozu das Ganze gut ist, dürfen wir uns getrost darauf verlassen, dass der Herr alles weiß, und alle Macht hat. Er bereitet einen Weg und erfüllt seine sämtlichen Worte.

Dies schreibt Nephi, nachdem er erkannt hat, dass er die Absichten Gottes bezüglich der heiligen Platten, die er anfertigen soll, nicht kennt.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
21

Buch
1. Nephi

Kapitel
10

Verse
4-6

Ja, nämlich nach sechshundert Jahren von der Zeit an, da mein Vater Jerusalem verlassen hatte—einen Propheten werde der Herr, Gott, unter den Juden erwecken, selbst einen Messias oder, mit anderen Worten, einen Erretter der Welt. Und er sprach auch von den Propheten, welch große Zahl davon Zeugnis gegeben hatte, von diesem Messias, von dem er gesprochen hatte, oder diesem Erlöser der Welt.  Darum seien alle Menschen in einem verlorenen und in einem gefallenen Zustand und würden für immer darin verbleiben, wenn sie nicht auf diesen Erlöser bauten.

...auf den Erlöser bauen



Ein Messias, oder, mit anderen Worten, ein Erretter der Welt wird angekündigt. Diesen Erlöser der Welt haben viele Propheten angekündigt. Die Menschen werden verloren und gefallen bleiben, wenn sie nicht auf diesen Erlöser bauen.



Lehi spricht nach der Darlegung seines Traumes vom Baum des Lebens zu Laman und Lemuel. Bei dieser Gelegenheit prophezeit er vieles.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
22

Buch
1. Nephi

Kapitel
10

Verse
17-19

Und es begab sich: Nachdem ich, Nephi, alle die Worte meines Vaters vernommen hatte über das, was er in einer Vision geschaut hatte, auch das, was er durch die Macht des Heiligen Geistes geredet hatte, und diese Macht hatte er durch Glauben an den Sohn Gottes empfangen—und der Sohn Gottes ist der Messias, der da kommen soll- -da wünschte ich, Nephi, daß auch ich das alles sehen und vernehmen und wissen möge durch die Macht des Heiligen Geistes,


... denn dies ist die Gabe Gottes an alle, die ihn eifrig suchen, in alter Zeit ebenso wie zu der Zeit, da er sich den Menschenkindern kundtun wird.


... Denn er ist derselbe gestern, heute und immerdar; und der Weg ist für alle Menschen bereitet von der Grundlegung der Welt an, wenn es so ist, daß sie nur umkehren und zu ihm kommen ...


Denn wer eifrig sucht, der wird finden; und die Geheimnisse Gottes werden ihnen durch die Macht des Heiligen Geistes entfaltet werden, in dieser Zeit ebenso wie in alter Zeit, und in alter Zeit ebenso wie in zukünftiger Zeit; denn die Bahn des Herrn ist eine ewige Runde.

Die Entfaltung der Geheimnisse Gottes



Zunächst waren die Visionen und Worte seines Vaters für Nephi verschlossene Geheimnisse. Doch er wollte Gleiches erleben und hat eifrig gesucht.


Sein Lohn war die Entfaltung dieser Geheimnisse.


Heute gilt für uns ALLE: Wenn wir IHN eifrig suchen, wird uns die Gabe und Macht des Heiligen Geistes zuteil, sodass uns die Gottes-Geheimnisse offenbart werden.


An dieser Tatsache ändert sich nichts, denn der Herr bleibt stets der Gleiche und offenbart sich den Suchenden.





Nach dem "Baum-des Lebens-Traum" seines Vaters und seinen anchließenden inspirierten Worten, wünscht sich Nephi die gleichen Erfahrungen. Hier beschreibt Nephi seine Gefühle und Gedanken.

ca. 600-592 v. Chr.

Tag
23

Buch
1. Nephi

Kapitel
10

Verse
20-22

Darum bedenke, o Mensch, daß du für alle deine Taten vor Gericht gestellt werden wirst.  Wenn ihr daher in den Tagen eurer Bewährung darauf bedacht wart, Böses zu tun, werdet ihr vor dem Richterstuhl Gottes für unrein befunden werden; aber nichts Unreines kann bei Gott wohnen; darum müßt ihr für immer verstoßen werden. Und der Heilige Geist gibt die Vollmacht, daß ich dies sage und es nicht verschweige. 

bedenke


Zu den Dingen, die wir stets bedenken und NICHT vergessen sollten, gehört mit Sicherheit die Tatsache, dass wir uns nicht ohne Konsequenz benehmen dürfen, wie wir Lust haben.


Bei Gott wohnt nichts Unreines, der Herr, der Richter wird denjenigen keinen Einlass in sein Reich gewähren, die bedacht waren, Böses zu tun.


Vergessen wir dies nicht, bemühen wir uns, verbessern wir uns, dann kann die Gnade Christi siegen.

Die Worte Nephis. ca. 600-592 v. Chr.


Tag
24

Buch
1. Nephi

Kapitel
11

Verse
1-6

Denn es begab sich: Nachdem ich gewünscht hatte, das zu wissen, was mein Vater geschaut hatte, und weil ich glaubte, daß der Herr imstande sei, es mir kundzutun, wurde ich, als ich dasaß und in meinem Herzen nachsann, im Geist des Herrn hinweggeführt, ja, auf einen überaus hohen Berg, den ich nie zuvor gesehen und auf den ich nie zuvor meinen Fuß gesetzt hatte.

Und der Geist sprach zu mir: Siehe, was wünschst du?


Und ich sprach: Ich wünsche das zu sehen, was mein Vater gesehen hat.

Und der Geist sprach zu mir: Glaubst du, daß dein Vater den Baum gesehen hat, von dem er gesprochen hat?  Und ich sprach: Ja, du weißt, daß ich allen Worten meines Vaters glaube. Und als ich diese Worte gesprochen hatte, rief der Geist mit lauter Stimme, nämlich: Hosanna dem Herrn, dem allerhöchsten Gott; denn er ist Gott über die ganze Erde, ja, selbst über alles. Und gesegnet bist du, Nephi, weil du an den Sohn des allerhöchsten Gottes glaubst; darum sollst du das sehen, was du gewünscht hast.  



 

ein überaus hoher Berg


Wenn der Wunsch da ist und der Glaube vorhanden ist, dass derr Herr imstande ist, uns zu segnen und sich uns zu offenbaren; müssen wir uns nur noch die Zeit nehmen, im Herzen nachzusinnen.


Wenn wir dies alles tun, dann werden wir hinweggeführt in bisher unbekannte Sphären, in bisher nicht betretetenes und nie gesehenes Terrain.


Wir werden geistig wachsen, uns werden ganz neue Sichtweisen eröffnet, wir werden nie dagewesene Glücksgefühle erleben und überaus hohe Höhen erklimmen.
Dies wird eine Entdeckungsreise im unbekannten Land.


Lassen wir es zu, gehen wir auf die Reise, wachsen wir über uns hinaus, erforschen wir Neues, durch den Geist des Herrn, der uns beflügeln kann.


Und das Sahnehäubchen auf dem ganzen Geschehen wird sein, wenn der Geist wissen will, was wir uns wünschen und wir NUR noch unsere tiefsten Sehnsüchte aussprechen müssen und dann Dinge sehen, die wir noch nie gesehen haben.


Dank unseres Glaubens wird uns der Herr dann sehr gerne alles zeigen und geben, was wir wünschen.

Die Worte Nephis. ca. 600-592 v. Chr.


Nephi war enorm daran interessiert, die göttlichen Visionen zu erleben, die sein Vater Lehi erlebt hat. Hier beschreibt Nephi, was er getan hat, um so weit zu kommen, dass der Geist Gottes ihm die Vision vom Baum des Lebens zugänglich machen konnte.

Tag
25

Buch
1. Nephi

Kapitel
12

Verse
10,11

Und siehe, sie sind rechtschaffen immerdar; denn durch ihren Glauben an das Lamm Gottes sind ihre Kleider in seinem Blut weiß gemacht ...

... und ihre Kleider waren weiß, ja, so wie das Lamm Gottes ... diese sind im Blut des Lammes weiß gemacht durch ihren Glauben an ihn.

Etwa 421 n.Chr. bekräftigt der Prophet Moroni dieses gute Lebensmotto ... Buch Mormon ... Moroni 10:32,33

Ja, kommt zu Christus, und werdet in ihm vollkommen, und verzichtet auf alles, was ungöttlich ist, und wenn ihr auf alles verzichtet, was ungöttlich ist und Gott mit all eurer Macht, ganzem Sinn und aller Kraft liebt, dann ist seine Gnade ausreichend für euch, damit ihr durch seine Gnade in Christus vollkommen seiet; und wenn ihr durch die Gnade Gottes in Christus vollkommen seid, könnt ihr die Macht Gottes keineswegs leugnen. Und weiter: Wenn ihr durch die Gnade Gottes in Christus vollkommen seid und seine Macht nicht leugnet, dann werdet ihr durch die Gnade Gottes in Christus geheiligt, nämlich dadurch, daß das Blut Christi vergossen wurde, das im Bund des Vaters der Vergebung eurer Sünden dient, damit ihr heilig werdet, ohne Makel.

für immer rechtschaffen

Im irdischen Leben wir wohl niemand dauerhaft und lückelos rechtschaffen werden. Was wir durch unseren Glauben an Jesus jedoch erreichen können, ist ein gewisser Status der Rechtschaffenheit bzw. der Reinheit. Die Richtung und die Tendenz können wir festlegen. Wir können unseren Charakter stetig verbessern und optimieren um dann eines Tages durch sein Blut weiß zu sein und immerdar rechtschaffen.

Die Worte Nephis. ca. 600-592 v. Chr.


Nephi durfte auch die Dinge sehen, die sein Vater im "Traum vom Baum des Lebens" sah. Auch Symbol-Interpretationen wurden ihm vermittelt. Zusätzlich prophezeite Nephi vieles, wie z.B. das Erscheinen des Hernn auf dem amerikanischen Kontinent und das Berufen der dortigen Jünger. Hier beschreibt Nephi die Rechtschaffenheit und den Glauben der Jünger Jesu auf dem amerikanischen Kontinent.

Tag
26

Buch
1. Nephi

Kapitel
13

Vers
37

Und gesegnet sind, die an jenem Tage danach trachten, mein Zion hervorzubringen, denn sie werden die Gabe und die Macht des Heiligen Geistes haben; und wenn sie bis ans Ende ausharren, werden sie am letzten Tag emporgehoben werden und werden im immerwährenden Reich des Lammes errettet werden; und die Frieden verkünden, ja, Botschaften großer Freude, wie schön auf den Bergen werden sie sein.

schön sein, auf den Bergen

Natürlich ist es gut, zu versuchen, Zion aufzurichten. Es ist auch empfehlenswert, bis ans Ende auzuharren. Das Optimum scheint es jedoch zu sein, Frieden und Botschaften großer Freude zu verkünden. Diejenigen, die dies tun, werden schön sein, auf den Bergen.

Matthäus 10:22
(Menge-Übersetzung)

und ihr werdet allen um meines Namens willen verhaßt sein; wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden.

Lukas 2:10
(Menge-Übersetzung)

Der Engel aber sagte zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! Denn wisset wohl: ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volke widerfahren wird ...

Jesaja 52:7
(Menge-Übersetzung)

Wie lieblich (oder: willkommen) sind auf den Bergen die Füße (oder: Schritte) des Freudenboten, der Glück verkündet, der Gutes als frohe Botschaft verkündet und Heil zu melden hat, der zu Zion sagt: »Dein Gott hat sein Königtum angetreten!«

Markus 13:10
(Menge-Übersetzung)

und unter allen Völkern muß zuvor die Heilsbotschaft verkündigt werden.

Nephi, der Sohn Lehis erlebt eine Vision vom Reich des Teufels, von Entdeckung und Kolonialisierung Amerikas; den Verlust vieler klarer und kostbarer Teile der Bibel, über den Abfall, über die Wiederherstellung des Evangeliums; das Aufkommen weiterer Heiliger Schrift neben der Bibel und über den Aufbau Zions. 
um 600–592 v. Chr.

Im Zusammenhang mit dieser Vision erwähnt und lobt Nephi diejenigen, die sich am Aufbau Zions aktiv beteiligen.

um 600–592 v. Chr.

Tag
27

Buch
1. Nephi

Kapitel
13

Vers
42

Und die Zeit wird kommen, da er sich allen Nationen offenbaren wird, den Juden ebenso wie den Andern; und nachdem er sich den Juden und auch den Andern offenbart hat, wird er sich den Andern offenbaren und ebenso den Juden, und die Letzten werden die Ersten sein, und die Ersten werden die Letzten sein.


Lukas 13:30
(Menge-Übersetzung):

Und wisset wohl: Es gibt Letzte, die werden Erste sein, und es gibt Erste, die werden Letzte sein ... 


Lehre und Bündnisse 14:9-10
Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, an David Whitmer im Juni 1829 zu Fayette, New York:

Siehe, ich bin Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, ein Licht, das nicht in der Finsternis verborgen werden kann; darum muß ich die Fülle meines Evangeliums von den Andern her zum Haus Israel hervorbringen.



Buch Mormon, Ether 12:27

... und wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche. Ich gebe den Menschen Schwäche, damit sie demütig seien; und meine Gnade ist ausreichend für alle Menschen, die sich vor mir demütigen; denn wenn sie sich vor mir demütigen und Glauben an mich haben, dann werde ich Schwaches für sie stark werden lassen.




Die Ersten und die Letzten


Hier wird erklärt, dass Jesus sich erst den Juden und dann den Anderen offenbart ... und dann wiederum zuerst den Anderen und dann den Juden. So kommt die Bibrel von den Juden zu den anderen ... und dann das Buch Momon von den Andern zu den Juden.

Diese Umkehrung der Verhältnisse, scheint ein göttliches Prinzip zu sein.

Ähnliches wird nach meiner Ansicht hier angewendet:

"... das Schwache der Welt wird hervorkommen und die Mächtigen und Starken niederbrechen, damit der Mensch nicht seinem Mitmenschen rate, auch nicht auf den Arm des Fleisches vertraue— sondern damit jedermann im Namen Gottes, des Herrn, ja, des Erretters der Welt, sprechen könne; damit auch der Glaube auf Erden zunehme; damit mein immerwährender Bund aufgerichtet werde; damit die Fülle meines Evangeliums durch die Schwachen und die Einfachen bis an die Enden der Welt und vor Königen und Herrschern verkündigt werde"

(Lehre und Bündnisse 1:19-23 Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, während einer Sonderkonferenz von Ältesten der Kirche, abgehalten am 1. November 1831 zu Hiram, Ohio)


Ja, es stimmt, die Letzten werden die Ersten sein und die Schwachen werden die Starken sein. Jesus ist Derjenige, der genau da ansetzt. wo die Gesellschaft und die Menschheit oft scheitert. Er holt die Leute aus der Reserve, die im Schatten stehen.


Nephi, der Sohn Lehis erlebt eine Vision vom Reich des Teufels, von Entdeckung und Kolonialisierung Amerikas; den Verlust vieler klarer und kostbarer Teile der Bibel, über den Abfall, über die Wiederherstellung des Evangeliums; das Aufkommen weiterer Heiliger Schrift neben der Bibel und über den Aufbau Zions. 
um 600–592 v. Chr.

Im Zusammenhang mit dieser Vision, schreibt Nephi, der Sohn Lehis diese Worte ...

um 600–592 v. Chr.

Tag
28

Buch
1. Nephi

Kapitel
14

Vers
1-7

Und es wird sich begeben: Wenn die Andern auf das Lamm Gottes hören an dem Tag, da er sich ihnen im Wort und auch mit Macht, ja, durch die Tat offenbaren wird, um ihre Stolpersteine wegzuräumen—      und ihr Herz nicht gegen das Lamm Gottes verhärten, sollen sie den Nachkommen deines Vaters zugezählt werden; ja, sie sollen dem Haus Israel zugezählt werden; und sie sollen ein gesegnetes Volk im verheißenen Land sein immerdar; sie sollen nicht mehr in Gefangenschaft hinabgebracht werden; und das Haus Israel soll nicht mehr vermischt werden. Und jene große Grube, die für sie gegraben ist von jener großen und greuelreichen Kirche, die vom Teufel und von seinen Kindern gegründet worden ist, damit er die Menschenseelen in die Hölle hinabführen könne—ja, jene große Grube, die zur Vernichtung der Menschen gegraben worden ist, wird mit denen gefüllt werden, die sie gegraben haben, zu ihrer völligen Vernichtung, spricht das Lamm Gottes; nicht zur Vernichtung der Seele, außer daß sie in jene Hölle geworfen wird, die kein Ende hat. Denn siehe, dies ist gemäß der Gefangenschaft des Teufels und auch gemäß der Gerechtigkeit Gottes für alle diejenigen, die Schlechtigkeit und Greuel vor ihm begehen. Und es begab sich: Der Engel sprach zu mir, Nephi, nämlich: Du hast gesehen, daß es den Andern wohl ergehen wird, wenn sie umkehren; und du weißt auch von den Bündnissen des Herrn für das Haus Israel; und du hast auch vernommen, daß, wer nicht umkehrt, zugrunde gehen muß. Darum: Weh sei den Andern, wenn es so ist, daß sie ihr Herz gegen das Lamm Gottes verhärten. Denn es kommt die Zeit, spricht das Lamm Gottes, da ich ein großes und ein wunderbares Werk unter den Menschenkindern bewirken werde; ein Werk, das immerwährend sein wird, entweder auf der einen Seite oder auf der anderen—entweder daß sie sich zu Frieden und ewigem Leben überzeugen lassen oder daß sie der Härte ihres Herzens und der Verblendung ihres Sinnes ausgeliefert bleiben, so daß sie in Gefangenschaft hinabgebracht und vernichtet werden, sowohl zeitlich als auch geistig, gemäß der Gefangenschaft des Teufels, von der ich gesprochen habe.

Stolpersteine wegräumen und Gruben befüllen, damit ein großes und wunderbares Werk beginnen kann.

Das Lamm Gottes, nämlich Jesus Christus offenbart sich heute mächtig in Wort und Tat. Er bringt MEHR von seinem Wort (Buch Mormon + Lehre und Bündnisse), wodurch Stolpersteine beseitigt werden, die sich durch den Wegfall von klaren und kostbaren Wahrheiten aus der Bibel, gebildet haben.

Wichtig ist hierbei, auf Jesus zu hören, dann werden wir seinem Volk zugezählt, immerdar gesegnet sein und nicht mehr in Gefangeschaft geraten.

Und diejenigen, die das Reich Gottes vernichten wollen, fallen selbst in die Grube, die sie gegraben haben.

Wichtig ist auch umzuzkehren und unser Herz NICHT gegen Jesus zu verhärten, dann wird es uns wohlergehen und wir werden nicht zugrunde gehen.

Das große und wunderbare Werk, welches der Herr Jesus unter uns bewirkt, kann Frieden und ewiges Leben in uns erblühen lassen. 

Wenn unser Herz jedoch hart ist und unser Sinn verblendet ist, werden wir zeitlich und geistig gefangen sein vom Satan.


Auch in unserem täglichen Leben wird Jesus die Stolpersteine wegräumen und die Gruben zuschütten, wenn wir auf ihn hören. Jesus wird große und wunderbare Werke für uns tun, wenn wir offen sind für IHN,









Nephi, der Sohn Lehis erlebt eine Vision vom Reich des Teufels, von Entdeckung und Kolonialisierung Amerikas; den Verlust vieler klarer und kostbarer Teile der Bibel, über den Abfall, über die Wiederherstellung des Evangeliums; das Aufkommen weiterer Heiliger Schrift neben der Bibel und über den Aufbau Zions. 
um 600–592 v. Chr.


Im Zusammenhang mit dieser Vision, schreibt Nephi, der Sohn Lehis diese Worte ...

um 600–592 v. Chr.

Tag
29

Buch
1. Nephi

Kapitel
14

Vers
9-14

Und es begab sich: Er sprach zu mir: Schau, und sieh jene große und greuelreiche Kirche, welche die Mutter der Greuel ist, deren Gründer der Teufel ist. Und er sprach zu mir: Siehe, es gibt nur zwei Kirchen; die eine ist die Kirche des Lammes Gottes, und die andere ist die Kirche des Teufels; wer also nicht zur Kirche des Lammes Gottes gehört, der gehört zu jener großen Kirche, die die Mutter der Greuel ist; und sie ist die Hure der ganzen Erde. Und es begab sich: Ich schaute und sah die Hure der ganzen Erde, und sie saß an vielen Wassern, und sie hatte Herrschaft über die ganze Erde, bei allen Nationen, Geschlechtern, Sprachen und Völkern.  Und es begab sich: Ich sah die Kirche des Lammes Gottes, und sie war an Zahl nur klein wegen der Schlechtigkeit und der Greuel der Hure, die an vielen Wassern saß; ich sah aber auch, daß die Kirche des Lammes, nämlich die Heiligen Gottes, ebenfalls über das ganze Antlitz der Erde verbreitet war; und ihre Herrschaft auf dem Antlitz der Erde war nur gering, wegen der Schlechtigkeit der großen Hure, die ich sah. Und es begab sich: Ich sah, daß die große Mutter der Greuel auf dem Antlitz der ganzen Erde, unter allen Nationen der Andern, Scharen sammelte, um gegen das Lamm Gottes zu streiten.   Und es begab sich: Ich, Nephi, sah die Macht des Lammes Gottes, daß sie auf die Heiligen der Kirche des Lammes herabkam und auf das Bundesvolk des Herrn, das über das ganze Antlitz der Erde zerstreut war; und sie waren mit Rechtschaffenheit und mit der Macht Gottes in großer Herrlichkeit ausgerüstet.

nur zwei Kirchen

Ja so ist es, es gibt nur zwei Kirchen, nach dem Motto, wir können nicht zwei sich widersprechenden Herren dienen.

"Niemand kann gleichzeitig zwei sich widerstreitenden Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen ergeben sein und den andern mißachten: ihr könnt nicht gleichzeitig Gott und dem Mammon dienen." (Menge Übersetzung Matthäus 6:24 ... Bergpredigt Jesu)

Entweder wir bekennen uns zu SEINER KIRCHE zur KIRCHE des HERRN JESUS CHRISTUS (jeder kann für sich entscheiden, welche Kirche dies ist ... Ich personlich fand heraus, die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" ist SEINE Kirche) oder wir sind Teil der Kirche des Teufels (große greuelreiche Kirche).

Er ist der Hirte, wir sind die Schafe, es sit wichtig auf seine Stimme zu hören.

"Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach" (Menge Übersetzung Johannes 10:27 ... Jesus spricht beim Fest der
Tempelweihe zu den Juden)
  

Zu diesem Thema passt auch folgende Stelle:

"Habt nicht lieb die Welt, auch nicht das, was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so wohnt die Liebe zum Vater nicht in uhm; denn alles
weltliche Wesen, die Fleischeslust und die Augenlust und das hoffärtige Leben, kommt nicht vom Vater her, sondern stammt aus der Welt;  und die Welt vergeht samt ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit". (Menge Übersetzung 1. Johannes 2:15-17 ... Brief des Johannes)

Kurz vor seiner Kreuzigung betet Jesus folgende Worte:

"Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt hinwegzunehmen, sondern sie vor dem Bösen zu behüten. Sie gehören nicht zur Welt, wie auch ich nicht der Welt angehöre. Heilige sie in deiner Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt;  (Menge Übersetzung Johannes 17:15-18) 

Es geht demnach darum in der Welt zu leben, doch nicht zur Welt zu gehören oder von der Welt zu sein.

Als Jesus vom römischen Statthalter Pilatus verhört wurde, sagte er folgendes:

Mein Reich (= mein Königtum)
ist nicht von dieser Welt.  (Menge Übersetzung Johannes 18:36) 

Paulus schreibt an die Römer:

Gestaltet eure Lebensführung nicht nach der Weise dieser Weltzeit (Menge Übersetzung Römer 12:2)

Und hier spricht der Herr:

Und wahrlich, ich sage dir: Du sollst die Dinge dieser Welt ablegen und nach den Dingen einer besseren trachten. (Lehre und Bündnisse 25:10 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, im Juli 1830 zu Harmony, Pennsylvania)

Und auch hier spricht der Herr:

Und damit du dich selbst noch mehr von der Welt unbefleckt halten mögest, sollst du an meinem heiligen Tag ins Haus des Betens gehen und deine heiligen Handlungen darbringen; (Lehre und Bündnisse 59:9 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, am 7. August 1831 zu Zion, Kreis Jackson, Missouri)

Es ist so wichtig, der richtigen Kirche anzugehören bzw. auf die richtige Stimme zu hören. Es ist so wichtig dem richtigen Herren zu dienen und nicht von der Welt zu sein. Suchen wir SEINE Kirche und tun wir SEINEN Willen, dann wird alles gut.

Hinweis: Mit der großen und greuelreichen Kirche ist nach meiner Interpretation keine einzelne Institution gemeint, sondern vielmehr all diejenigen, die auf die Stimme des Satans hören. Ich persönlich meine, der Satan ist in vielen oder gar in allen Institutionen vertreten. Eben überall dort, wo Menschen sich von ihm beeinflussen lassen. So sind wir immer dann Teil der großen und greuelreichen Kirche, wenn wir schwach werden und den tugendhaften Pfad verlassen. Ähnlich verhält es sich mit der Kirche des Herrn. Überall dort, wo die Menschen auf seine Stimme hören, sind seine Schafe. Die Kirche des Herrn ist im Gegensatz zur großen greuelreichen Kirche jedoch schon eine Institution, denn sein Haus ist ein Haus der Ordnung und sollte nicht verwässert werden durch eine Vielzahl unterschiedlicher Organisationen. Hier ist die Herausforderung: Es ist wichtig, die eine Organisation zu finden, die von IHM anerkannt und geleitet wird.

Nephi, der Sohn Lehis erlebt eine Vision vom Reich des Teufels, von Entdeckung und Kolonialisierung Amerikas; den Verlust vieler klarer und kostbarer Teile der Bibel, über den Abfall, über die Wiederherstellung des Evangeliums; das Aufkommen weiterer Heiliger Schrift neben der Bibel und über den Aufbau Zions ...
um 600–592 v. Chr.


Im Zusammenhang mit dieser Vision, schreibt Nephi, der Sohn Lehis diese Worte ...

um 600–592 v. Chr.

Tag
30

Buch
1. Nephi

Kapitel
15

Verse
3, 7, 8, 9

Denn er hatte wahrhaftig viel Großes zu ihnen gesprochen, was schwer zu verstehen ist, wenn man nicht den Herrn befragt; und weil sie im Herzen verhärtet waren, deshalb blickten sie nicht auf den Herrn, wie sie sollten.


Und sie sagten: Siehe, wir können die Worte nicht verstehen, die unser Vater von den natürlichen Zweigen des Ölbaums und auch von den Andern gesprochen hat ... Und ich sprach zu ihnen: Habt ihr den Herrn befragt? Und sie sprachen zu mir: Das haben wir nicht; denn der Herr tut uns so etwas nicht kund.  

auf denn HERRN blicken und IHN befragen

Laman und Lemuel waren im Herzen zu verhärtet um den Herrn bezüglich der himmlischen Botschaft ihres Vaters zu befragen. Sie versäumten es, auf den Herrn zu blicken. Sie meinten, der Herr tut ihnen so etwas nicht kund.

Nehmen doch wir uns diese Verse zu Herzen und seien wir weichherzig genug um auf den Herrn zu blicken. Wir sind  eingeladen, IHN zu befragen, wenn es Unklarheiten, Hindernisse, Herausforderungen und fehlende Orientierung gibt.

Der Prophet Lehi hat seinen Söhnen Laman und Lemuel von seinern Visionen berichtet und die beiden eifrig zum Gehorsam eingeladen. Seine Söhne sich jedoch nicht auf ddie Botschaft einlassen. In diesem Vers wird erklärt, warum Laman und Lemuel keinen Zugang zur Wahrheit fanden ...

um 600–592 v. Chr.

Tag
31

Buch
1. Nephi

Kapitel
15

Verse
4-6

Und nun war ich, Nephi, bekümmert wegen ihrer Herzenshärte und auch dessentwegen, was ich gesehen hatte, und wußte, daß es wegen der großen Schlechtigkeit der Menschenkinder unweigerlich geschehen müsse.   Und es begab sich: Ich wurde von meinen Bedrängnissen überwältigt, denn ich sah meine Bedrängnisse wegen der Vernichtung meines Volkes als überaus schwer an; denn ich hatte seinen Fall gesehen. Und es begab sich: Nachdem ich Kraft empfangen hatte, sprach ich zu meinen Brüdern und wollte von ihnen wissen, warum sie sich stritten.

bekümmert sein

Wann und warum sind wir bekümmert?

Nephi ist wegen der Herzenshärte anderer bekümmert.

Es ist gut, wenn wir uns um diejenigen sorgen, die sich vom Herrn abwenden. Es ist gut, wenn wir traurig sind, weil andere eine ablehnende Haltung zum Evangelium bzw. zu Herrn Jesus Christus zeigen.

Nephi fühlte sich sogar unerträglich belastet, weil er gesehen hat, zu welchem Ende Schlechtigkeit führt.

Womöglich kennen wir ähnliche Gefühle, wenn wir an Menschen denken, die ihren Kurs nicht verändern wollen.

Doch wir können vom Herrn wieder Kraft empfangen, ganz wie Nephi und unsere Hilfe anbieten.

Hier wird die Herzensgüte des Propheten Nephi sichtbar, der wirklich traurig ist wegen der Herzenshärte seiner Brüder. Nephi sah den Fall seine Volkes, dies brachte ihn emotional in tiefe Regionen.

um 600–592 v. Chr.

Tag
32

Buch
1. Nephi

Kapitel
15

Verse
10,11

Siehe, ich sprach zu ihnen: Wie kommt es, daß ihr die Gebote des Herrn nicht haltet? Wie kommt es, daß ihr wegen eurer Herzenshärte zugrunde gehen wollt?  Erinnert ihr euch nicht dessen, was der Herr gesagt hat?—Wenn ihr euer Herz nicht verhärtet und mich im Glauben bittet, im Vertrauen darauf, daß ihr empfangen werdet, mit Eifer im Halten meiner Gebote, so wird euch dies gewißlich kundgetan werden.

... erinnert ihr euch nicht?

Wir werden Antworten erhalten, uns werden sicher Türen geöffnet.

Wir müssen uns nur daran erinnern, dass wir gläubig, vertrauensvoll und weichherzig um Hilfe bitten dürfen.

Wichtig: Dies funktioniert nur dann, wenn wir eifrig die Gebote Gottes halten.


Dies ist die Reaktion des Propheten Nephis, auf die Unwilligkeit seiner Brüder Laman und Lemuel, den Herrn um Verständnis für die geistigen Informationen ihres Vaters Lehi zu bitten.

um 600–592 v. Chr.

Tag
33

Buch
1. Nephi

Kapitel
15

Verse
12-18

Siehe, ich sage euch, daß das Haus Israel durch den Geist des Herrn, der in unserem Vater war, mit einem Ölbaum verglichen worden ist; und siehe, sind wir nicht vom Haus Israel abgebrochen, und sind wir nicht ein Zweig des Hauses Israel?  Und was nun unser Vater mit dem Einpfropfen der natürlichen Zweige durch die Fülle der Andern meint, ist, daß in den Letzten Tagen, wenn unsere Nachkommen in Unglauben verfallen sein werden, ja, für den Zeitraum vieler Jahre und viele Generationen nachdem sich der Messias den Menschenkindern leiblich offenbart haben wird, dann wird die Fülle des Evangeliums des Messias zu den Andern gelangen und von den Andern zum Überrest unserer Nachkommen—  und an jenem Tage wird der Überrest unserer Nachkommen wissen, daß sie zum Haus Israel gehören und daß sie das Bundesvolk des Herrn sind; und dann werden sie ihre Vorväter erkennen und Kenntnis von ihnen erhalten und auch Kenntnis vom Evangelium ihres Erlösers, mit dem er ihren Vätern gedient hat; darum werden sie Kenntnis von ihrem Erlöser und den genauen Punkten seiner Lehre erhalten, so daß sie wissen, wie sie zu ihm kommen und errettet werden können.    Und dann, an dem Tag, werden sie sich nicht freuen und ihren immerwährenden Gott, ihren Fels und ihre Errettung, preisen? Ja, werden sie an dem Tag nicht Kraft und Nahrung vom wahren Weinstock empfangen? Ja, werden sie nicht zur wahren Herde Gottes kommen?   Siehe, ich sage euch: Ja; ihrer soll im Haus Israel wiederum gedacht werden; sie sollen in den wahren Ölbaum eingepfropft werden, denn sie sind ein natürlicher Zweig des Ölbaums. Und das ist es, was unser Vater meint; und er meint, es werde nicht geschehen, bis daß sie durch die Andern zerstreut worden sind; und er meint, es werde durch die Andern geschehen, damit der Herr den Andern seine Macht zeigen kann, aus genau dem Grund, daß er von den Juden, nämlich vom Haus Israel, verworfen werden wird.  Darum hat unser Vater nicht nur von unseren Nachkommen gesprochen, sondern auch vom ganzen Haus Israel, und auf den Bund hingewiesen, der in den Letzten Tagen erfüllt werden wird; welchen Bund der Herr für unseren Vater Abraham gemacht hat, nämlich: In deinen Nachkommen werden alle Geschlechter der Erde gesegnet sein.

... wahre Freude, Kraft und Nahrung durch
Zugehörigkeit ...

Ich bin recht sicher, jeder Mensch wünscht es sich, irgendwo dazu zu gehören. Sei es in der Familie, im Freundeskreis, in der Schule, bei den Kollegen, im Verein, in der Gemeinde, oder sonst wo.

Das Gefühl der Zugehörigkeit bringt Geborgenheit, Wohlbefinden und Sicherheit.

Im konkreten Fall, geht es um die Nachkommen Lehis (natürliche Zweige des Hauses Israels), die vom Glauben abfallen und in den letzten Tagen durch die Anderen (Nichtjuden) vom wiederhergestellten Evangelium erfahren. Dadurch wissen Lehis Nachkommen, dass sie zum Haus Israel gehören und das Bundesvolk des Herrn sind. Sie lernen das Evangelium und die genauen Punkte der Lehren Jesu kennen, sodass sie wissen, wie sie errettet werden können.

Dieser Bekehrungsprozess, der durch die Taufe bekräftigt wird, wird als das Einpropfen der natürlichen Zweige in den Ölbaum symbolisiert.

Das Resultat dieser Heimkehr in den Ursprung, die Wirkung des Wieder-Einpropfens der zerstreuten Zweige in den Ölbaum wird folgendemaßen beschrieben: "Und dann, an dem Tag, werden sie sich nicht freuen und ihren immerwährenden Gott, ihren Fels und ihre Errettung, preisen? Ja, werden sie an dem Tag nicht Kraft und Nahrung vom wahren Weinstock empfangen? Ja, werden sie nicht zur wahren Herde Gottes kommen?"

Es ist gut, zu Hause zu sein, dazu zu gehören. Es gibt viele Gruppierungen in denen wir uns wohl fühlen. Die Krönung ist jedoch die Zugehörigkeit zum Volk des Herrn, zum wahren Weistock. Dort empfangen wir wahre Freude, Kraft und Nahrung

Es lohnt sich, alles dafür zu tun, um dieses glorreiche Ziel zu erreichen.








Lehi der große patriarcharische Buch Mormon Prophet, verglich das Haus Israel mit einem Ölbaum, dessen zerstreute Zweige wieder gesammelt bzw. eingepropft werden. (siehe 1. Nephi 10:14)

Diese Aussage verstanden die Söhne Laman und Lemuel nicht. Hier erklärt Nephi, der gehorsame Sohn Lehis, die Sache mit dem Ölbaum.

um 600–592 v. Chr.

Tag
34

Buch
1. Nephi

Kapitel
15

Vers
14

... und an jenem Tage wird der Überrest unserer Nachkommen wissen, daß sie zum Haus Israel gehören und daß sie das Bundesvolk des Herrn sind; und dann werden sie ihre Vorväter erkennen und Kenntnis von ihnen erhalten und auch Kenntnis vom Evangelium ihres Erlösers, mit dem er ihren Vätern gedient hat; darum werden sie Kenntnis von ihrem Erlöser und den genauen Punkten seiner Lehre erhalten, so daß sie wissen, wie sie zu ihm kommen und errettet werden können.

die genauen Punkte


Neben der Kenntnis vom Evangelium unseres Erlösers und der Kenntnis vom Erlöser selbst, benötigen wir auch Kenntnis von den genauen Punkten seiner Lehre, sonst wissen wir nicht, wie wir zu IHM kommen können und errettet werden können.

Es ist demnach nicht unwichtig, in welcher Kirche wir aktiv sind. Es ist wichtig SEINE Kirche zu finden, in denen die genauen Punkte seiner Lehre zu finden sind.

Lehi der große patriarcharische Buch Mormon Prophet, verglich das Haus Israel mit einem Ölbaum, dessen zerstreute Zweige wieder gesammelt bzw. eingepropft werden. (siehe 1. Nephi 10:14)

Diese Aussage verstanden die Söhne Laman und Lemuel nicht. Hier erklärt Nephi, der gehorsame Sohn Lehis, die Sache mit dem Ölbaum.

um 600–592 v. Chr.

Tag
35

Buch
1. Nephi

Kapitel
15

Vers
25

Darum ermahnte ich, Nephi, sie, dem Wort des Herrn Beachtung zu schenken; ja, ich ermahnte sie mit allen Kräften meiner Seele und mit aller Fähigkeit, die ich besaß, dem Wort Gottes Beachtung zu schenken und darauf bedacht zu sein, seine Gebote jederzeit in allem zu halten.

Nephi hatte dank seines Eifers auch Erfolg
(siehe 1. Nephi 16:4,5)

Und es begab sich: Ich, Nephi, ermahnte meine Brüder mit allem Eifer, die Gebote des Herrn zu halten.   Und es begab sich: Sie demütigten sich vor dem Herrn, so daß ich mich freute und sehr zu hoffen begann, sie würden auf den Pfaden der Rechtschaffenheit wandeln.

schütteln

Wollen wir nicht manchmal eine Person schütteln, um sie dadurch zum Nachdenken oder zur Vernunft zu bringen?

Hier wird deutlich, wie Nephi seine rebellischen Brüder kraftvoll und energisch mit Worten aufrüttelt.

Es geht ihm um die zentralen Eigenschaften eines Christen, nämlich "das Wort Gottes zu beachten" und "die Gebote treu zu halten".

Wichtig: Es ist gut, wenn wir diese Worte insbesondere auf uns selbst beziehen und uns aufrütteln lassen, zu mehr Achtsamkeit und Gehorsam.

Dies sind die ermahnenden Worte Nephis an seine Brüder Laman und Lemuel, nachdem er ihnen die Bedeutung der "eisernen Stange" aus dem "Lehis Traum vom Baum des Lebens" erklärte hatte.

um 600–592 v. Chr.

Tag
36

Buch
1. Nephi

Kapitel
15

Vers
27

Und ich sagte ihnen, das Wasser, das mein Vater gesehen habe, bedeute Schmutziges; aber sein Sinn sei so sehr mit anderem beschäftigt gewesen, daß er nicht gesehen habe, wie schmutzig das Wasser gewesen sei.

be positive

Wenn wir wollten, könnten wir uns den ganzen Tag mit den negativen Dingen und Ereignissen beschäftigen, die uns umgeben. Doch hier kommt ein wichtiger Rat für uns daher:

Beschäftigen wir uns doch lieber so sehr mit dem Positiven (in Lehis Traum war dies die unvergleichlich süße und höchst begehrenswerte Frucht des Baumes des Lebens, die die Liebe Gottes darstellt).

Diese Konzentration auf das Positive bzw. auf das Wesentliche kann so konsequent und ergiebig sein, dass wir das Negative nicht mehr bemerken.

Ein Symbol in "Lehis Traum vom Baum des Lebens" war ein schmutziger Fluss. Hier erklärt Nephi seinen Brüdern gerade die Bedeutung dieses Symbols.

um 600–592 v. Chr.

Tag
37

Buch
1. Nephi

Kapitel
15

Verse
33-36

Darum, wenn sie in ihrer Schlechtigkeit stürben, müßten sie ... im Geistigen, was die Rechtschaffenheit betrifft, verstoßen werden; darum müßten sie dazu gebracht werden, vor Gott zu stehen, um nach ihren Werken gerichtet zu werden; und wenn ihre Werke Schmutz wären, müßten sie notwendigerweise schmutzig sein; und wenn sie schmutzig seien, würden sie notwendigerweise nicht im Reich Gottes wohnen können, denn sonst müßte das Reich Gottes ebenfalls schmutzig sein.  Aber siehe, ich sage euch: Das Reich Gottes ist nicht schmutzig, und es kann nichts Unreines in das Reich Gottes eingehen; darum muß notwendigerweise ein Ort des Schmutzes bereitet sein für das, was schmutzig ist. Und ein solcher Ort ist bereitet, ja, nämlich jene furchtbare Hölle, von der ich gesprochen habe, und der Teufel ist deren Vorbereiter; darum ist es der schließliche Zustand der Menschenseele, im Reich Gottes zu wohnen oder ausgestoßen zu werden, der Gerechtigkeit wegen, von der ich gesprochen habe.    Darum werden die Schlechten ferngehalten von den Rechtschaffenen und auch von jenem Baum des Lebens, dessen Frucht überaus kostbar und vor allen anderen Früchten überaus begehrenswert ist; ja, und sie ist die größte aller Gaben Gottes. Und so sprach ich zu meinen Brüdern. Amen.

Schmutz bleibt Schmutz ... ferngehalten vom Baum des Lebens

Niemand wir gerne ferngehalten von begehrenswerten Dingen. Doch letztendlich kann dies dauerhaft so kommen, wenn wir in Schlechtigkeit verbleiben und uns nicht bemühen, unsere Schwächen abzulegen.

Das Reich Gottes ist NICHT schmutzig, dies ist eine glasklare Aussage. Deshalb müssen wir rein werden durch Jesus Christus.

Gut, dass ER uns dazu einlädt.

Es gibt den Ort des Schmutzes, namens Hölle. Dies ist nach meiner Ansicht kein Ort, an dem durch Höllenfeuer gequält wird. Das Bild des Höllenfeurs ist vielmehr ein Symbol für unser eigenes Gewissensfeuer, welches uns quält, weil wir gute Chancen verpasst haben. Es handelt sich demnach mehr um einen Gemüts-Zustand, als um einen Ort.

Greifen wir doch lieber zu den Sternen, zur absolut begehrenswerten und kostbaren Frucht des Lebensbaumes, zur größten aller Gottesgaben, namens Liebe, Freude und Glück.

Niemand will einst fern gehalten werden, von dieser Wonne.

Greifen wir zu und folgen wir Jesus.


Ein Symbol in "Lehis Traum vom Baum des Lebens" war ein schmutziger Fluss. Hier erklärt Nephi seinen Brüdern gerade die Bedeutung dieses Symbols.

um 600–592 v. Chr.

Tag
38

Buch
1. Nephi

Kapitel
16

Verse
1-3

Und nun begab es sich: Nachdem ich, Nephi, mit meinen Worten an meine Brüder zu Ende gekommen war, siehe, da sprachen sie zu mir: Du hast uns Hartes verkündet, mehr als wir ertragen können.  Und es begab sich: Ich sagte ihnen, ich wisse, daß ich, gemäß der Wahrheit, Hartes gegen die Schlechten gesprochen habe; und die Rechtschaffenen habe ich gerechtfertigt und habe bezeugt, daß sie am letzten Tag emporgehoben werden würden; darum empfinden die Schuldigen die Wahrheit als hart, denn sie trifft sie bis tief ins Innerste.  Und nun, meine Brüder, wenn ihr rechtschaffen wärt und bereit, auf die Wahrheit zu hören und ihr Beachtung zu schenken, damit ihr untadelig vor Gott wandeln könnt, dann würdet ihr nicht wegen der Wahrheit murren und sagen: Du sprichst Hartes gegen uns.

Harte Wahrheit

Wie oft geht es uns so, dass wir die Härte Wahrheit nicht ertragen können, weil sie uns zur Änderung verpflichtet. So, wie wir es zulassen sollten, dass uns ein guter Freund die Wahrheit zu unserem negativen Verhalten vor Augen hält, damit wir uns ändern können, so sollten wir auch zulassen, dass uns jemand über unsere Glaubens-Irrwege aufklärt.

Denn genauso wenig, wie es uns weiterhilft in unseren Verhaltens-Sackgassen steckenzubleiben, so wird es uns wenig bringen, wenn wir in einer Kirche bleiben, der die Kraft zu Errettung fehlt, weil sie nicht SEINE Kirche ist.

Lassen wir doch die uns zur Änderung zwingende Härte der Wahrheit zu, die uns bis ins Innerste trifft, denn sie verhilft uns zum Glück.

Seien wir bereit, auf die Wahrheit zu hören UND ihr Beachtung zu schenken.

Dieses Prinzip der Öffnung ist wichtog, wenn es um alltäglichen Fehlerchen geht, die wir begehen.

Manchmal ist es auch gut, uns selbst die Wahrheit vor dem Spiegel zu sagen.

Und nochmal, wir sollten auch bereit sein, diese Wahrheit zu hören, wenn es darum geht, welcher Kirche wir angehören wollen.


Hinweis

Ich will mit diesen Gedanken, niemanden als "schlecht" bezeichnen, der seinem Glauben treu ist und treu bleiben will. Ich will lediglich für die Möglichkeit werben, dass es sinnvoll sein kann, sich zu öffnen, wenn es darum geht die Richtigkeit des eigenen Glaubens neu zu beleuchten und zu überdenken.

Nephi hat viel zu seinen Brüdern Laman und Lemuel gesprochen, um die Visionen des Vaters Lehi zu erklären.  Er hat ihnen in diesem Zusammenhang die Wahrheit ins Gesicht gesagt.
Seine Brüder empfinden das Gesagte als Härte. Bei dieser Gelegenheit erklärt Nephi, warum seine Brüder, seine Aussagen als Härte empfinden

um 600–592 v. Chr.

Tag
39

Buch
1. Nephi

Kapitel
16

Verse

16, 23
28, 29,
30-32

Und wir folgten den Weisungen der Kugel, die uns in den fruchtbareren Gebieten der Wildnis führten.


Und es begab sich: Ich, Nephi, machte aus Holz einen Bogen und aus einem geraden Stock einen Pfeil; und so bewaffnete ich mich mit einem Bogen und einem Pfeil, mit einer Schleuder und mit Steinen. Und ich sprach zu meinem Vater: Wohin soll ich gehen, um Nahrung zu beschaffen?


Und es begab sich: Ich, Nephi, sah die Zeiger, die in der Kugel waren, daß sie gemäß dem Glauben und dem Eifer und der Beachtung arbeiteten, die wir darauf verwandten.  Und auf ihnen stand auch eine neue Inschrift geschrieben, die klar zu lesen war, die uns die Wege des Herrn verstehen ließ; und sie wurde von Zeit zu Zeit geschrieben und geändert, je nach dem Glauben und dem Eifer, die wir darauf verwandten. Und so sehen wir, daß der Herr durch kleine Mittel Großes zuwege bringen kann.


Und es begab sich: Ich, Nephi, ging hinauf auf den Gipfel des Berges, gemäß den Anweisungen, die auf der Kugel gegeben wurden. Und es begab sich: Ich erlegte wilde Tiere, so daß ich unseren Familien Nahrung beschaffte.   Und es begab sich: Ich kehrte zu unseren Zelten zurück und brachte die Tiere mit, die ich erlegt hatte. Und als sie nun sahen, daß ich Nahrung beschafft hatte, wie groß war da ihre Freude! Und es begab sich: Sie demütigten sich vor dem Herrn und brachten ihm Dank dar.

... die fruchtbaren Gebiete der Wildnis

Zunächst folgten Lehi und seine Familie dem Kompass, der ihnen gegeben wurde und sie in fruchtbare Wildnisgebiete führte. Doch dann funktionierte der Kompass nicht mehr, sodass die Familie Lehis hungern musste, nachdem Nephi seinen Bogen zerbrach und nicht mehr jagen konnte.

Auch wenn einige den Mut verloren, war Nephi glaubensstark und fertigte sich einen neuen Bogen.

Schnell wurde erkannt, dass der Kompass gemäß dem Glauben funktionierte, den der Nutzer in ihn investierte.


Mit Nephi konnte das Wunder geschehen, denn er glaubte an die Kraft des Kompasses namens Liahona.


Der Kompass zeigte den Weg zu den wilden Tieren, die Nephi erlegen konnte.
Die Familie war gerettet.

Es ist gut, wenn auch wir unseren Liahona (Kompass) nutzen. Unser Kompass sind u.a. die Heiligen Schriften, die wir glaubensvoll anwenden sollten, damit wir in die fruchtbaren Gebiete der Wildnis geführt werden.

Der Herr kann in der Tat durch kleine Mittel Großes bewirken.

Nachdem Lehi und seine Familie im Tal Lemuel den Traum vom Baum des Lebens erlebten, zogen sie weiter zum Ort Schazer und später zu einem Rastplatz. Zur Orientierung wurde ihnen vom Herrn der "Liahona" gegeben, ein heiliger kugelförmiger Kompass, der gemäß dem Glauben des Nutzers den Weg weist und geistige Wahrheiten offenbart.

Nephis Bogen zerbrach, sodass keine Nahrung mehr herbei geschafft werden konnte. Die Familie litt großen Hunger, der einige der Mitreisenden verzweifeln lies. Nephi ergriff aber die Initiative und machte sich glaubensvoll bereit, sich vom Herrn bei der Jagd unterstützen zu lassen.

um 600–592 v. Chr.

Tag
40

Buch
1. Nephi

Kapitel
16

Vers

39

Und es begab sich: Der Herr war mit uns, ja, sogar die Stimme des Herrn erging an sie und sprach viele Worte zu ihnen und züchtigte sie heftig; und nachdem sie durch die Stimme des Herrn gezüchtigt worden waren, ließen sie von ihrem Zorn ab und kehrten von ihren Sünden um, so daß der Herr uns wieder mit Nahrung segnete, daß wir nicht zugrunde gingen.

der Herr mit uns

Womöglich fühlen wir uns manchmal so, als würden alle gegen uns sein oder sich gegen uns verbünden. Womöglich haben wir das Gefühl, niemand würde uns verstehen. Es könnte auch sein, dass wir uns bedroht fühlen.

Doch wir dürfen uns sicher sein. Wenn wir glaubenstreu sind, dann ist der Herr mit uns. Er wird uns mit allen Mitteln unterstützen, sodass uns wieder Segen zufließen kann.


Nach der langen Reise der Familie Lehis in der Wildnis, stirbt Ischmael in Nahom. Die Töchter Ischmaels trauern, beschweren sich und wollen zurück nach Jerusalem. Laman und Lemuel heizen die Stimmung gegen Lehi und Nephi auf, die beiden sollen getötet werden.

um 600–592 v. Chr.

Tag
41

Buch
1. Nephi

Kapitel
17

Verse

1-3

Und es begab sich: Wir setzten unsere Reise in der Wildnis wieder fort; und wir zogen von der Zeit an nahezu ostwärts. Und wir wanderten und wateten durch viel Bedrängnis in der Wildnis; und unsere Frauen gebaren Kinder in der Wildnis. Und so großen Segen schüttete der Herr über uns aus, daß unsere Frauen ihre Kinder reichlich säugen konnten und stark waren, ja, sogar wie die Männer, während wir in der Wildnis von rohem Fleisch lebten; und sie fingen an, ihre Reise ohne Murren zu ertragen.

Und so sehen wir, daß die Gebote Gottes erfüllt werden müssen. Und wenn es so ist, daß die Menschenkinder die Gebote Gottes halten, nährt er sie und stärkt sie und bereitet Mittel, wodurch sie das vollbringen können, was er ihnen geboten hat ...

... deshalb hatte er auch für uns Mittel bereitet, während wir in der Wildnis weilten.

ER nährt, ER stärkt, ER bereitet Mittel ...

Auch wenn viele Bedrängnisse zu unserem Leben gehören, wird der Herr uns nähren, stärken und Mittel für uns bereiten.

Vergessen wir jedoch nicht unseren Teil: Gehorsam zu den Geboten.




Die Reise der Familie Lehis dauert ca. 8 Jahre und beninhaltet viele Schwierigkeiten. Doch obwohl die Nahrung oft rohes Fleisch ist, stärkt der Herr die Frauen und ermöglicht deren Schwangerschaft und die Geburt gesunder Kinder.

um 592–591 v. Chr.

Tag
42

Buch
1. Nephi

Kapitel
17

Verse

12-15

Denn der Herr hatte bisher nicht zugelassen, daß wir viel Feuer machten, während wir in der Wildnis reisten; denn er sprach: Ich will eure Speise süß machen, daß ihr sie nicht kocht.  Und ich will auch euer Licht in der Wildnis sein; und ich will den Weg vor euch bereiten, wenn es so ist, daß ihr meine Gebote haltet; darum: Insofern ihr meine Gebote haltet, werdet ihr zum verheißenen Land geführt werden; und ihr werdet wissen, daß ich es bin, von dem ihr geführt werdet. Ja, und der Herr sprach auch dieses: Nachdem ihr in das verheißene Land gekommen seid, werdet ihr wissen, daß ich, der Herr, Gott bin und daß ich, der Herr, euch vor der Zerschlagung bewahrt habe; ja, daß ich euch aus dem Land Jerusalem geführt habe.   Darum bemühte ich, Nephi, mich, die Gebote des Herrn zu halten, und ich ermahnte meine Brüder zu Glaubenstreue und Eifer.

ICH bin euer Licht in der Wildnis

Unsere Lebenswildnis ist manchmal schwierig und trostlos.

Wir können uns aber darauf verlassen, ER macht unsere Speise süß, ER ist unser Licht, Er bereitet den Weg.

ER führt uns sicher zu unserem verheißenen Land und wir werden wissen, dass ER es ist, der uns führt.

Wir Christen müssen das alte Leben hinter uns lassen (im Schriftbeispiel ist es die Stadt Jerusalem). Wir Christen bemühen uns, unser neues Leben nach JESUS CHRISTUS auszurichten um zu IHM kommen zu können. Dieses neue Leben und der ewige Lohn dafür, dass ist unser verheißenenes Land.

Oft sind es mehrere verheißene Länder, die wir in unerem Leben erreichen müssen und mehrere Wüsten, die wir durchqueren müssen.

Doch jedesmal, wenn wir eine Wüste durchquert haben, indem wir uns geändert und verbessert haben, werden wir wissen, dass JESUS CHRISTUS, der HERR ist und dass ER uns vor der Zerschlagung bewahrt hat.

Greifen wir also zu, machen wir uns auf die Reise und bemühen wir uns voll Eifer und Glaubenstreue, die Gebote des HERRN zu halten.

Die Reise der Familie Lehis dauert ca. 8 Jahre und endet am Meer im fruchtvollen Land, welches Bountiful = Überfluß genannt wird. Hier ist Nephi nun damit beschäftigt, ein Schiff für die Reise ins verheißenen Land zu bauen.

um 592–591 v. Chr.

Tag
43

Buch
1. Nephi

Kapitel
17

Verse

30-31

Und obwohl sie geführt wurden, denn der Herr, ihr Gott, ihr Erlöser, ging vor ihnen her und führte sie des Tags und gab ihnen Licht des Nachts und tat für sie alles, was ratsam ist, daß der Mensch es empfange, verhärteten sie ihr Herz und verblendeten ihren Sinn und schmähten Mose und den wahren und lebendigen Gott.    Und es begab sich: Gemäß seinem Wort zerschlug er sie; und gemäß seinem Wort führte er sie; und gemäß seinem Wort tat er alles für sie; und es geschah nichts, außer es war durch sein Wort.

sein Wort

Wir Menschen tendieren dazu, unser Herz zu  verhärten, unseren Sinn zu verblenden, sowie Gott und seinem Propheten den Rücken zuzuwenden.

Diese Abwendung geschieht sehr häufig, obwohl wir geführt werden, obwohl Jesus Christus als Licht vor uns her geht und obwohl alles Ratsame für uns getan wird.

Erinnern wir uns lieber daran, dass ER durch sein Wort alles für uns tun und geschehen lassen kann. Wenden wir uns dem HERRN JESUS CHRISTUS zu, dann wird SEIN WORT alles für uns richten.

Gemäß dem Auftrag des Herrn , ist der Prophet Nephi im Land Überfluß damit beschäftigt, Schiff zu bauen. Seine Brüder Laman und Lemuel machen sich jedoch lustig über, beschweren sich über die unnötige und anstrengende Reise und verweigern ihre Hilfe beim Schiffsbau. Um seine Brüder zur Vernunft posotiv zu stimmen, erwähnt Nephi das Beispiel der Israeliten, die unter der Führung des Mose aus der Hand der Ägypter befreit wurden und ebenso eine lange Reise erdulden mussten, bis zur Erreichung des verheißenen Landes.

um 592–591 v. Chr.

Tag
44

Buch
1. Nephi

Kapitel
17

Verse

32-40

Und nachdem sie den Fluß Jordan überquert hatten, machte er sie mächtig, so daß sie die Kinder des Landes verjagen, ja, zerstreuen konnten bis zur Vernichtung.  Und nun, meint ihr, die Kinder dieses Landes, die sich im Land der Verheißung befunden haben, die von unseren Vätern verjagt worden sind, meint ihr, sie seien rechtschaffen gewesen? Siehe, ich sage euch: Nein. Meint ihr, unsere Väter wären mehr erwählt gewesen als diese, wenn diese rechtschaffen gewesen wären? Ich sage euch: Nein. Siehe, der Herr achtet alles Fleisch gleich; wer rechtschaffen ist, findet Gunst vor Gott. Aber siehe, dieses Volk hatte jedes Wort Gottes verworfen, und sie waren reif geworden im Übeltun; und der volle Grimm Gottes war auf ihnen; und der Herr verfluchte ihnen das Land und segnete es unseren Vätern; ja, er verfluchte es ihnen zu ihrer Vernichtung, und er segnete es unseren Vätern, so daß sie Macht darüber erlangten. Siehe, der Herr hat die Erde erschaffen, auf daß sie bewohnt werde; und er hat seine Kinder erschaffen, auf daß sie sie besitzen. Und er erweckt eine rechtschaffene Nation und vernichtet die Nationen der Schlechten. Und er führt die Rechtschaffenen weg in kostbare Länder, und die Schlechten vernichtet er und verflucht ihnen das Land ihretwegen. Er herrscht hoch in den Himmeln, denn das ist sein Thron, und diese Erde ist sein Fußschemel. Und er liebt diejenigen, die ihn zu ihrem Gott haben wollen. Siehe, er hat unsere Väter geliebt, und er hat mit ihnen einen Bund gemacht, ja, nämlich Abraham, Isaak und Jakob; und er gedachte der Bündnisse, die er gemacht hatte; darum führte er sie aus dem Land Ägypten.

... mehr erwählt und begünstigt ... von IHM geliebt ...


Der Herr achtet alle seine Kinder gleich, er macht keine Unterschiede. Dennoch begünstigt er die Rechtschaffenen und gibt ihne Gutes und Kostbares.

ER hat die Erde erschaffen, ER sitzt auf dem himmlischen Thron unddie Erde ist sein Fußschemel.

ER liebt diejnigen, die IHN als Gott akzeptieren.

Auch wenn manche in dieser Vorgehensweise eine Ungerechtigkeit entdecken könnten, ich meine, es wäre schlimm, wenn es anders wäre. Alles andere wäre ungöttlich !!!

Die Familie Lehis befindet sich immer noch im Land Überfluß, in dem das Schiff gebaut wird und Nephi damit beschäftigt ist, seine rebellierenden Brüder Laman und Lemuel zu besänftigen und zur Vernunft zu bringen. Eigentlich logisch, dass Nephi in der Rede zu seinen Brüdern, als Beispiel aus der Schrift, den Auszug des Mose aus Ägypten hernimmt und den Einzug der Israeliten ins verheißene Land, denn die Situation der Familie Lehis ist zumindest ansatzweise vergleichbar. In diesen Worten beleuchtet Nephi das Prinzip Gottes, seine RECHTSCHAFFENEN in kostbare Länder zu führen. Er beginnt seine Worte damit, dass die Israeliten ins verheißene Land einziehen und die dortigen NICHT RECHTSCHAFFENEN Völker vertreiben.

um 592–591 v. Chr.

Tag
45

Buch
1. Nephi

Kapitel
17

Verse

41-42

Und er züchtigte sie in der Wildnis mit seiner Rute; denn sie hatten ihr Herz verhärtet, so wie ihr es auch tut; und der Herr züchtigte sie wegen ihres Übeltuns. Er sandte feurige fliegende Schlangen unter sie; und nachdem sie gebissen worden waren, bereitete er einen Weg, daß sie geheilt werden konnten; und die Arbeit, die sie tun mußten, war zu schauen; und weil der Weg so einfach war, ja, weil er so leicht war, gab es viele, die zugrunde gingen. Und sie verhärteten ihr Herz von Zeit zu Zeit, und sie schmähten Mose und auch Gott; doch ihr wißt, daß sie durch seine unvergleichliche Macht in das Land der Verheißung geführt worden sind.

der einfache Weg zur Heilung ... seine unvergleichliche Macht

Wir müssen nur aufblicken zu Jesus und wir werden schnell "vom Gift" geheilt. Und in der Tat ist es so, dass viele dieses Angebot ablehnen, weil es ihnen zu einfach ist.

Das Evangelium Jesu Christi ist nicht komplex und auch nicht kompliziert. Es ist einfach und simple.
Oft sind wir ganztags uns fast pausenlos mit den verwirrenden Dingen beschäftigt, die der Alltag zu bieten hat. Ist dann nicht das natürlich gradlinige, schnell zugängliche Evangelium, eine Insel, eine Wohltat?


Gehören wir lieber nicht zu den Menschen, die lieber Kompliziertes suchen,  sondern lassen wir uns lieber durch seine uvergleichliche Macht mit einfachen Mitteln in unser verheißenes Land führen.


Hier sind die Worte Almas ca. 74 v.Chr. zu diesem Thema siehe Buch Mormon Alma 33: 18-22):

Aber siehe, dies ist nicht alles; dies sind nicht die einzigen, die in bezug auf den Sohn Gottes gesprochen haben. Siehe, Mose hat über ihn gesprochen, ja, und siehe, in der Wildnis wurde ein Sinnbild aufgerichtet, damit jeder, der zu ihm aufblickte, lebe. Und viele blickten auf und lebten. Aber wenige verstanden die Bedeutung davon, und zwar wegen ihrer Herzenshärte. Aber es gab viele, die so verstockt waren, daß sie nicht aufblicken wollten, darum gingen sie zugrunde. Nun war der Grund, daß sie nicht aufblicken wollten, der, daß sie nicht glaubten, es würde sie heilen.   O meine Brüder, wenn ihr allein dadurch geheilt werden könntet, daß ihr eure Augen hebt, um geheilt zu werden, würdet ihr nicht rasch aufblicken, oder würdet ihr lieber euer Herz in Unglauben verhärten und träge sein, so daß ihr eure Augen nicht hebt und darum zugrunde geht?    Dann aber wird Weh über euch kommen; andernfalls aber hebt eure Augen und fangt an den Sohn Gottes zu glauben an, daß er kommen wird, um sein Volk zu erlösen, und daß er leiden und sterben wird, um für ihre Sünden zu sühnen, und daß er wieder von den Toten auferstehen wird, wodurch die Auferstehung zustande gebracht wird, so daß alle Menschen vor ihm stehen werden, um am letzten Tag, dem Tag des Gerichts, gemäß ihren Werken gerichtet zu werden.

Nephi ist im Land Überfluß immer noch damit beschäftigt, seine rebellischen Brüder zu besänftigen, damit sie ihm beim Schiffsbau helfen. Er spricht über Moses und die Israeliten und deren Erfahrungen in der Wildnis. Hier erklärt Nephi den Grund dafür, warum so viele ncht aufblickten, als Mose eine "Heilschlange" gegen giftige Schlangenbisse errichtete.

um 592–591 v. Chr.

Tag
46

Buch
1. Nephi

Kapitel
17

Verse

45-47

Ihr seid schnell, Übles zu tun, aber langsam, euch des Herrn, eures Gottes, zu erinnern. Ihr habt einen Engel gesehen, und er hat zu euch gesprochen; ja, ihr habt seine Stimme von Zeit zu Zeit gehört; und er hat mit einer leisen, sanften Stimme zu euch gesprochen, aber ihr hattet kein Gefühl mehr dafür, und so konntet ihr seine Worte nicht fühlen; darum hat er wie mit einer Donnerstimme zu euch gesprochen, so daß davon die Erde bebte, als würde sie zerbersten. Und ihr wißt auch, daß er durch die Macht seines allmächtigen Wortes bewirken kann, daß die Erde vergeht; ja, und ihr wißt, daß er durch sein Wort die zerklüfteten Orte ebnen und ebene Orte aufbrechen kann. O wie kommt es dann, daß euer Herz so verhärtet sein kann?  Siehe, meine Seele ist euretwegen von Schmerz zerrissen, und das Herz tut mir weh; ich fürchte, ihr werdet immerdar verstoßen sein. Siehe, ich bin so sehr vom Geist Gottes erfüllt, daß mein Leib keine Kraft hat.

... kein Gefühl mehr für die leise sanfte Stimme

... gut, einen Engel haben die meisten von uns wohl nicht gesehen. doch die leise sanfte göttliche Stimme, wodurch der Heilige Geist in uns wirkt, kennen wahrscheinlich wesentlich mehr.

Wenn wir zu langsam sind, uns des Herrn zu erinnern un d kein Gefühl mehr haben für die sanfte leise Stimme, dann müssen wir mit einer himmlischen Donnerstimme rechnen, die uns aufrütteln will.

Spätestens dann sollten wir uns daran erinnern, dass der Herr mächtiger ist als alles Irdische und unser Herz erweichen, damit ER uns Herrliches, Erbauendes, Beglückendes, Angenehmes,
Erfrischendes und Erqickendes
zuflüstern kann.

Ich bin sicher, wenn wir uns bemühen, uns in dieser Weise seiner Stimme zu öffnen, wird die Seele und das Herz unseres HIMMLISCHEN VATERS, wegen uns nicht weh tun.

Nephi ist im Land Überfluß immer noch damit beschäftigt, seine rebellischen Brüder zu besänftigen, damit sie ihm beim Schiffsbau helfen. Er bringt hier seine enorme Besorgnis und Enttäuschung bezüglich seiner unwilligen Brüder zum Ausdruck

um 592–591 v. Chr.

Tag
47

Buch
1. Nephi

Kapitel
17

Verse

48, 50-51

Im Namen des Allmächtigen Gottes gebiete ich euch, mich nicht anzurühren, denn ich bin von der Macht Gottes erfüllt, selbst bis es mir mein Fleisch verzehrt; und wer Hand an mich legt, wird vergehen wie ein dürres Schilfrohr; und er wird ein Nichts sein vor der Macht Gottes, denn Gott wird ihn schlagen ...

Und ich sprach zu ihnen: Wenn Gott mir geboten hätte, was immer zu tun, könnte ich es tun. Wenn er mir geböte, ich solle zu diesem Wasser sprechen: Sei Erde, so würde es zu Erde werden; und wenn ich es spräche, so würde es geschehen.  Und nun, wenn der Herr so große Macht hat und unter den Menschenkindern so viele Wundertaten vollbracht hat, warum sollte er mich dann nicht unterweisen können, ein Schiff zu bauen?

wenn Gott mir geboten hätte, was immer zu tun, könnte ich es tun ...

Wenn eine schwierige Aufgabe zu bewältigen ist, kann uns eine nephi-ähnliche Einstellung durchaus dem Ziel näher bringen.

Egal, wie schwer das Projekt ist, mit der Hilfe des himmlischen Vaters können wir alles bewältigen, selbst die Elemente kommandieren.

Früher gab es Wunder, warum nicht heute, warum nicht für uns?

Nachdem Nephi im Land Überfluß seine Worte an seine Brüder beendet hatte, wurden sie wütend und wollten ihn töten.

Doch Nephi stellte sich ihnen mit machtvollen Worten entgegen und forderte sie auf, ihm beim Schiffsbau zu helfen.

Nephi bekräftigt seine Entschlossenheit und Fähigkeit, gemäß dem Gebot Gottes, ein Schiff zu bauen

um 592–591 v. Chr.

Tag
48

Buch
1. Nephi

Kapitel
18

Verse

1-4

Und es begab sich: Sie beteten den Herrn an und gingen mit mir hin; und wir bearbeiteten Holzstämme auf eine gediegene Machart. Und der Herr zeigte mir von Zeit zu Zeit, wie ich die Holzstämme für das Schiff bearbeiten sollte. Nun bearbeitete ich, Nephi, die Holzstämme nicht auf die Weise, wie die Menschen es lernen, noch baute ich das Schiff auf die Weise der Menschen; sondern ich baute es auf die Weise, die der Herr mir gezeigt hatte; darum war es nicht nach der Weise der Menschen. Und ich, Nephi, stieg oft auf den Berg, und ich betete oft zum Herrn; darum zeigte der Herr mir Großes. Und es begab sich: Nachdem ich das Schiff gemäß dem Wort des Herrn vollendet hatte, sahen meine Brüder, daß es gut war und daß dessen Machart überaus sorgfältig war; darum demütigten sie sich abermals vor dem Herrn.

auf die Weise des Herrn

Manchmal ist es sooo wichtig, die engefahrenen Bahnen zu verlassen, umzudenken und neue Wege zu denken und zu gehen.

Wenn wir unseren himmlischen Vater im Gebet in unsere Projekte mit einbeziehen, dann kann das Vorhaben richtig gut gelingen. Der Herr wird uns zeigen, was zu tun ist.

Und wenn wir oft zum Beten "auf den Berg steigen" ... dann wird der Herr Großes zeigen und es wird uns gelingen Ungewöhnliches zu kreieren. Wir werden Dinge tun und sagen, die nach der Weise des Herrn sind und nicht nach der Weise der Menschen, Dinge die beeindrucken.


Nachdem Nephi im Land Überfluß seine Worte an seine Brüder Laman und Lemuel beendet hatte, wurden sie wütend und wollten ihn töten. Daraufhin wurden sie von der Macht Gottes geschockt, sodass sie GOTT und Nephi, seinen Diener anerkannten, umkehrten und beim Schiffsbau halfen.

Hier wird der Vorgang des Schiffsbaus näher beschrieben.

um 591-589 v. Chr.

Tag
49

Buch
1. Nephi

Kapitel
18

Verse

8, 9, 12-15, 20-22

Und es begab sich: Nachdem wir alle in das Schiff hinabgestiegen waren und unsere Vorräte und alles, was uns geboten worden war, mit uns genommen hatten, begaben wir uns hinaus auf die See und wurden von dem Wind zum verheißenen Land hin getrieben.  Und nachdem wir für den Zeitraum vieler Tage von dem Wind getrieben worden waren, siehe, da fingen meine Brüder und die Söhne Ischmaels und auch ihre Frauen an, sich zu belustigen, so daß sie anfingen, zu tanzen und zu singen und sehr rohe Reden zu führen; ja, sie vergaßen sogar, durch welche Macht sie bis hierher gebracht worden waren; ja, sie wurden überheblich bis zu äußerster Roheit.

Und es begab sich: Nachdem sie mich so fest gebunden hatten, daß ich mich nicht bewegen konnte, hörte der Kompaß, den der Herr bereitet hatte, zu arbeiten auf.    Darum wußten sie nicht, wohin sie das Schiff steuern sollten; daraufhin erhob sich ein großer Sturm, ja, ein großes und schreckliches Unwetter, und wir wurden für den Zeitraum von drei Tagen auf den Wassern zurückgetrieben; und sie fingen über die Maßen zu fürchten an, sie könnten im Meer ertrinken; trotzdem banden sie mich nicht los. Und am vierten Tag, da wir zurückgetrieben wurden, fing das Unwetter an, überaus heftig zu werden.   Und es begab sich: Wir waren nahe daran, von den Tiefen des Meeres verschlungen zu werden. Und nachdem wir für den Zeitraum von vier Tagen auf den Wassern zurückgetrieben worden waren, fingen meine Brüder an einzusehen, daß die Strafgerichte Gottes über sie gekommen waren und daß sie zugrunde gehen mußten, wenn sie von ihren Übeltaten nicht umkehrten; darum kamen sie zu mir und lösten die Fesseln, die um meine Handgelenke waren; und siehe, sie waren über die Maßen angeschwollen; und auch meine Knöchel waren sehr geschwollen, und sie schmerzten sehr ...

... Und es gab nichts, außer die Macht Gottes, die ihnen mit Vernichtung drohte, konnte ihnen das Herz erweichen; darum, als sie sahen, daß sie daran waren, von den Tiefen des Meeres verschlungen zu werden, kehrten sie von dem um, was sie getan hatten; deshalb banden sie mich los. Und es begab sich: Nachdem sie mich losgebunden hatten, siehe, da nahm ich den Kompaß, und er arbeitete, wie ich es wünschte. Und es begab sich: Ich betete zum Herrn; und nachdem ich gebetet hatte, legte sich der Wind, und der Sturm legte sich, und es war eine große Stille. Und es begab sich: Ich, Nephi, lenkte das Schiff, so daß wir wieder nach dem verheißenen Land segelten.  

... wenn der Wind gut steht ...

Machmal läuft alles rund. Wir genießen den Rückenwind und den Aufwind. Es scheint alles zu gelingen. In solchen Augenblicken sollten wir vorsichtig sein, denn genau dann tendieren wir dazu, uns selbst auf die Schulter klopfen. Womöglich werden wir in solchen Lebensglücksphasen überheblich und vergessen, wer uns diesen Drive verleiht, nämlich Gott.

Wenn wir dann nicht still halten und uns zurück besinnen auf die himmlische Kraft, die uns antreibt und lenkt, dann wird der Lebenskompass schnell den Geist aufgeben und Gegenwind wird uns zurückwerfen und niederdrücken.

Erinnern wir uns lieber stets daran, dass nicht wir es sind, die gutes Gelingen bringen, sondern unser himmlischer Vater, der uns beschenkt, befähigt und inspiriert.

Sobald wir uns wieder unserem Schöpfer zuwenden, werden wir unser Lebensschiff wieder lenken können, hin zum verheißenen Land.



Das Schiff ist fertig. Die Auswanderungsgruppe belädt das Schiff und beginnt die Reise über das Meer Richtung verheißenes Land. Zunächst geht es dank gutem Wind zügig voran, doch dann schleicht sich Überheblichkeit bei Laman und Lemuel und anderen ein, sodass Nephi mit grosser Ernsthaftigkeit eingreifen muss und deshalb gefesselt wird.

Das Resultat ist ein nicht funktionierender Kompass (Liahona) und stürmischer Gegenwind. Erst nachdem die Rebellen Nephis Fesseln wieder lösen, geht es wieder vorwärts.

um 591-589 v. Chr.

Tag
50

Buch
1. Nephi

Kapitel
18

Verse

10, 11, 15, 16

Und ich, Nephi, fing an, überaus zu fürchten, der Herr werde zornig auf uns sein und uns wegen unseres Übeltuns schlagen, so daß wir von den Tiefen des Meeres verschlungen würden; darum fing ich, Nephi, an, mit großer Ernsthaftigkeit zu ihnen zu reden; aber siehe, sie waren zornig auf mich und sprachen: Wir wollen nicht, daß unser jüngerer Bruder Herrscher sein soll über uns. Und es begab sich: Laman und Lemuel ergriffen mich und banden mich mit Stricken, und sie behandelten mich mit großer Härte; doch ließ der Herr es zu, damit er seine Macht zeigen könne, auf daß sein Wort erfüllt werde, das er in bezug auf die Schlechten gesprochen hatte ...

... und siehe, meine Handgelenke waren über die Maßen angeschwollen; und auch meine Knöchel waren sehr geschwollen, und sie schmerzten sehr ... dennoch schaute ich zu meinem Gott auf, und ich pries ihn den ganzen Tag lang; und ich murrte nicht gegen den Herrn wegen meiner Bedrängnisse.

unser Nephi

Hier verhält sich Nephi fast außerirdisch vorbildlich und offenbart absolut christusähnliche nachahmenswerte Charaktereigenschaften.

Obwohl er mit großer Härte behandelt
und bis zur Bewegungsunfähigkeit gefesselt wurde, obwohl das Ganze vier Tage dauerte und seine Gelenke und Knöchel sehr geschwollen waren und schmerzten, schaute Nephi nach seiner Befreiung zu seinem Gott auf, pries ihn den ganzen Tag und beschwerte sich nicht wegen seiner Bedrängnisse.

Ein großer Mann, lernen wir von ihm.


Nephi wurde von seinen Brüdern brutal gefesselt, weil er wegen deren Übeherhebblichkeit und Rohheit mit großer Ernsthaftigkeit auf sie einredete. Vier Tage dauert das Leiden und auch der Sturm, der das Schiff zurücktrieb und fast zum Untergang führte. Hier wird beschrieben, wie Nephi sich nach seiner Befreiung verhält.

um 591-589 v. Chr.

Tag
51

Buch
1. Nephi

Kapitel
19

Verse

7-9

Denn was einige Menschen für besonders wertvoll halten, für den Leib wie auch für die Seele, das achten andere als ein Nichts und treten es mit Füßen. Ja, sogar den Gott Israels selbst treten Menschen mit Füßen; ich sage, mit Füßen treten, aber ich möchte es mit anderen Worten sagen: Sie achten ihn für ein Nichts und hören nicht auf die Stimme seiner Ratschläge.

Und siehe, gemäß den Worten des Engels kommt er sechshundert Jahre nach der Zeit, da mein Vater Jerusalem verlassen hat.

Und wegen ihres Übeltuns wird die Welt über ihn urteilen, er sei ein Nichts; darum geißeln sie ihn, und er erduldet es; und sie schlagen ihn, und er erduldet es. Ja, sie speien ihn an, und er erduldet es wegen seines liebevollen Wohlwollens und seiner Langmut gegenüber den Menschenkindern.

mit Füßen treten

Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich die Menschen die Dinge bewerten. Dies scheint inbesondere für Heiliges zu gelten.

Es ist ja auch des Menschen Recht, selbst zu entscheiden, was ihm wichtig ist.

Eines sollte uns jedoch allen klar sein. Wenn wir unseren Schöpfer und Erlöser Jesus Christus bewusst verachten, und seinen Rat ignorieren, dann kränken wir IHN, dann treten wir IHN mit Füßen.

Dies sollten wir so weit wie möglich unterlassen, denn ER hat uns alles gegeben und uns jede erdenkliche Tür geöffnet durch SEIN Sühnopfer.

SEIN liebevolles Wohlwollen und seine Langmut uns gegenüber stehen bereit. Ich denke, es ist gut, IHN hoch zu schätzen und IHM nachzufolgen.

Die Auswanderer haben das verheißene Land erreicht. Nephi erklärt, welche heiligen Schrift-Platten er schreiben wird und welchen Inhalt er plant. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, wie unterschiedlich die Reaktionen der Menschen auf Heiliges ist.

um 588-570 v. Chr.

Tag
52

Buch
1. Nephi

Kapitel
19

Vers

11

Denn so sprach der Prophet: Der Herr, Gott, wird sich an dem Tag gewiß dem ganzen Haus Israel kundtun, einigen mit seiner Stimme, wegen ihrer Rechtschaffenheit, zu ihrer großen Freude und Errettung, und anderen mit dem Donnern und dem Blitzen seiner Macht, durch Unwetter, durch Feuer und durch Rauch und finsteren Dunst und indem die Erde sich auftut und indem Berge sich auftürmen.

SEINE Stimme

Die Stimme des Herrn kann heilsam und angenehm sein und wirkliche Freude auslösen, ja zur Errettung führen. Für diejenigen jedoch, die sich Jesus Christus nicht zuwenden wollen, wird SEINE Stimme negativ und unangenehm, ja vernichtend sein.

Die Auswanderer haben das verheißene Land erreicht. Nephi erklärt, welche heiligen Schrift-Platten er schreiben wird und welchen Inhalt er plant. In diesem Zusammenhang prophezeit er vom Kommen Jesu Christi und zietiert Propheten, die auch von IHM prophezeit haben

um 588-570 v. Chr.


Tag
53

Buch
1. Nephi

Kapitel
20


Kapitel
21

Vers

18, 22


9, 10, 11, 13-16, 23, 25

O daß du auf meine Gebote gehört hättest—dann wäre dein Friede gewesen wie ein Fluß und deine Rechtschaffenheit wie die Wogen des Meeres ...


... Zieht aus von Babylon, flieht von den Chaldäern, verkündet mit jauchzender Stimme, laßt es hören, es erschallen bis an die Enden der Erde, und sprecht: Der Herr hat seinen Knecht Jakob erlöst ...


... es gibt keinen Frieden, spricht der Herr, für die Schlechten.


... daß du zu den Gefangenen sagen mögest: Kommt heraus; zu denen, die im Finstern sitzen: Zeigt euch.***. Sie werden an den Wegen weiden und ihre Weidegründe auf allen Höhen haben.  ...  Sie werden nicht hungern noch dürsten, auch die Hitze und die Sonne werden sie nicht schlagen; denn der zu ihnen barmherzig ist, wird sie leiten, ja, an die Wasserquellen wird er sie führen ...


... Und ich will alle meine Berge zu einem Weg machen, und meine Straßen werden erhöht sein ...  Jauchzet, o Himmel, und freue dich, o Erde ... brecht in Jauchzen aus, o Berge; denn sie werden nicht mehr geschlagen werden; denn der Herr hat sein Volk getröstet und wird Barmherzigkeit haben für seine Bedrängten.   


Aber siehe, Zion hat gesprochen: Der Herr hat mich verlassen, und mein Herr hat mich vergessen—aber er wird zeigen, daß er es nicht hat. Kann denn eine Frau ihren Säugling vergessen, daß sie kein Mitleid hätte mit dem Sohn ihres Leibes? Ja, sie mögen vergessen, doch werde ich dich nicht vergessen, o Haus Israel. Siehe, ich habe dich auf die Flächen meiner Hände gezeichnet; deine Mauern sind beständig vor mir.

... und du wirst wissen, daß ich der Herr bin; denn die sollen nicht beschämt werden, die auf mich warten ... ich werde gegen den streiten, der gegen dich streitet, und ich werde deine Kinder erretten.

***Zu den Gefangenen sage ich: Geht heraus ! und zu denen, die in dewr Dunkelheit sitzen: Kommt ans Licht! (Bruns Übersetzung) 

Jesajas Worte

Der Friede dessen, der auf SEINE Gebote hört, wird sein wie ein Fluss. Hinzu kommen positive Charaktereigenschaften (Rechtschaffenheit), die stark und machtvoll sein werden,  wie die Meereswellen. Dies sind hervorragende Segnungen, die HERR für seine Nachfolger bereit hält.

Ja, es ist gut Babyblon (die Welt) mit jauchzender Stimme zu verlassen und das Gute erschallen zu lassen.

Frieden gibt es in der Tat NUR für diejenigen, die IHM nachfolgen.

ER empfiehlt uns, uns zu zeigen und aus der Finsternis heraus zu treten. ER verpricht uns Weidegründe und Sättigung. ER führt uns zu den Wasserquellen, die uns in der Hitze erfrischen. ER wird uns den Weg ebnen. Es gibt genug Grund zur Freude, weil ER uns tröstet und die Bedrängten erlöst.

Ok, manchmal meinen wir, ER hat uns vergessen, doch dies kann er genauso wenig, wie eine Mutter ihren Säugling vergessen könnte.

Wer auf IHN wartet, wird nicht beschämt werden, der HERR wird für uns streiten.





Für die Auswanderer waren die mitgenommenen heiligen Schriften von großer Bedeutung. So schätzten sie z.B. die Bücher des Mose  (Und ich las ihnen vieles vor, was in den Büchern des Mose steht ...  1. Nephi 19:23). Zur geistigen Konzentration auf den Erlöser wurden jedoch bevorzugt die Worte Jesajas als Werkzeug genutzt  (damit ich sie aber noch eindringlicher bewegen könne, an den Herrn, ihren Erlöser, zu glauben, las ich ihnen vor, was der Prophet Jesaja geschrieben hatte; denn ich wandte alle Schriften auf uns an, damit wir davon Nutzen hätten und lernen könnten ... 1. Nephi 19:23). Insbesondere Nephi schätzte die Worte Jesajas sehr (Und nun schreibe ich, Nephi, weitere Worte Jesajas, denn meine Seele erfreut sich an seinen Worten ... 2.Nephi 11:2). Vermutlich erfreute sich Nephi deshalb an seinen Worten, weil sie für ihn klar und eindeutig sind. Klarheit war für Nephi ein Gütesiegel (Denn meine Seele erfreut sich an Klarheit; denn auf diese Weise wirkt der Herr, Gott, unter den Menschenkindern. Denn der Herr, Gott, gibt dem Verständnis Licht; denn er spricht zu den Menschen gemäß ihrer Sprache zu ihrem Verständnis ... 2.Nephi 31:3).

Im Buch Mormon befinden sich Auszüge der Worte Jesajas.

um 588-570 v. Chr.

Tag
54

Buch
1. Nephi

Kapitel
22

Verse

8, 11

Und nachdem unsere Nachkommen zerstreut sind, wird der Herr, Gott darangehen, unter den Andern ein wunderbares Werk zu tun, das für unsere Nachkommen von großem Wert sein wird ...  Darum wird der Herr, Gott, darangehen, seinen Arm vor den Augen aller Nationen zu entblößen, indem er seine Bündnisse und sein Evangelium denjenigen zukommen läßt, die vom Haus Israel sind.  Darum wird er sie wieder aus der Gefangenschaft führen, und sie werden in die Länder ihres Erbteils gesammelt werden; und sie werden aus dem Dunkel gebracht werden und aus der Finsternis; und sie werden wissen, daß der Herr ihr Erretter ist und ihr Erlöser, der Mächtige Israels.

von großem Wert

... das wunderbare Werk des HERRN, SEIN wiederhergestelltes Evangelium ist von großem Wert für uns, denn ER hat seinen Arm entblößt und den Menschen SEINE Bündnisse und SEIN Evangelium gebracht. Das Resultat ist die Befreiung aus der Gefangenschaft und die Rückkehr in die Erbteile.

Oft sind wir in uns gefangen durch diverse Verstrickungen der Seele. Hier kann JESUS helfen und uns befreien.

Ja, ER kann uns zurückführen zu unserem Ursprung, zu uns selbst. Durch JESUS finden wir uns selbst.

ER wird uns aus dem Dunkeln führen (englisch: obscurity = Obskurität, Unklarheit, Verworrenheit). Wir werden wieder klar sehen, die Finsternis geht vorbei,. Wir werden wissen, ER ist der HERR, der ERRETTER, der ERLÖSER, der MÄCHTIGE.


Die Auswanderer haben das verheißene Land erreicht. Nachdem Nephi aus Jesaja zitiert hat, spricht er weiter zu seinen Brüdern.

um 588-570 v. Chr.

Tag
55

Buch
1. Nephi

Kapitel
22

Verse

16-22, 24, 25, 28, 31

Denn die Zeit kommt bald, da der Grimm Gottes in seiner Fülle sich über alle Menschenkinder ergießen wird; denn er wird nicht zulassen, daß die Schlechten die Rechtschaffenen vernichten. Darum wird er die Rechtschaffenen durch seine Macht bewahren, selbst wenn es so ist, daß die Fülle seines Grimms kommen muß, um die Rechtschaffenen zu bewahren, ja, so daß ihre Feinde durch Feuer vernichtet werden. Darum brauchen die Rechtschaffenen sich nicht zu fürchten; denn so spricht der Prophet, sie werden errettet werden, selbst wenn es durch Feuer sein muß. Siehe, meine Brüder, ich sage euch, daß diese Dinge in Kürze geschehen müssen; ja, selbst Blut und Feuer und Rauchschwaden müssen kommen, und es muß notwendigerweise auf dem Antlitz dieser Erde geschehen; und es kommt über die Menschen im Fleische, wenn es so ist, daß sie ihr Herz gegen den Heiligen Israels verhärten. Denn siehe, die Rechtschaffenen werden nicht zugrunde gehen; denn die Zeit muß gewiß kommen, da alle, die gegen Zion kämpfen, abgeschnitten werden. Und der Herr wird gewiß einen Weg für sein Volk bereiten, damit die Worte des Mose erfüllt werden können, die er sprach, nämlich: Einen Propheten gleich mir wird der Herr, euer Gott, euch erwecken; auf ihn sollt ihr hören in allem, was auch immer er euch sagen wird. Und es wird sich begeben: Alle, die nicht auf diesen Propheten hören wollen, sollen aus dem Volk abgeschnitten werden. Und ich, Nephi, verkünde euch nun, daß dieser Prophet, von dem Mose gesprochen hat, der Heilige Israels ist; darum wird er Gericht halten in Rechtschaffenheit.   Und die Rechtschaffenen brauchen sich nicht zu fürchten, denn sie sind es, die nicht zuschanden werden sollen. Sondern es ist das Reich des Teufels, das unter den Menschenkindern aufgebaut werden wird, und dieses Reich ist unter denen aufgerichtet, die im Fleische sind—

Und die Zeit kommt schnell, da die Rechtschaffenen heraufgeführt werden müssen wie Kälber aus dem Stall, und der Heilige Israels muß regieren mit Herrschaft und Kraft und Macht und großer Herrlichkeit.  Und er sammelt seine Kinder von den vier Enden der Erde; und er zählt seine Schafe, und sie kennen ihn; und es wird eine Herde sein und ein Hirte; und er wird seine Schafe weiden, und in ihm werden sie Weidegrund finden ...    Aber siehe, alle Nationen, Geschlechter, Sprachen und Völker werden im Heiligen Israels sicher wohnen, wenn es so ist, daß sie umkehren ...

Darum sollt ihr nicht meinen, ich und mein Vater seien die einzigen, die dies bezeugt und auch gelehrt haben. Darum, wenn ihr den Geboten gehorcht und bis ans Ende ausharrt, werdet ihr am letzten Tag errettet werden. Und so ist es. Amen.  

unter dem Schutzmantel des HERRN

Gut zu wissen, dass die Schlechten die Rechtschaffenen nicht vernichten werden. Der Herr bewahrt durch seine Macht. Wir brauchen keine Angst haben, wir werden errettet und gehen nicht zugrunde, wenn wir rechtschaffen sind.

Ein vom HERRN bereiteter Weg ist stets vorhanden.

Es kann noch so schlimm werden um uns herum, wir sind in der Hand GOTTES. ER ist der Hirte, ER weidet uns, in IHM sind wir sicher.

Wer die Gebote hält und bis ans Ende ausharrt, wird am letzten Tag errettet werden. So ist es !!!


Die Auswanderer haben das verheißene Land erreicht. Nachdem Nephi aus Jesaja zitiert hat, spricht er weiter zu seinen Brüdern.

um 588-570 v. Chr.